Preisverleihung delina

Preisverleihung delina

Wann und wo?

  • Mittwoch, 29. Januar 2020, 14.15 Uhr im Trendforum Halle 2 (Fachmesse)

Bewerbung

  • Sie können sich gerne ab sofort bis 31. August 2019 für den delina bewerben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Mit freundlicher Unterstützung von

time4you / p-didakt

Gewinner 2019

Der delina wurde auf der LEARNTEC 2019 in folgenden Kategorien verliehen:

  • Aus- und Weiterbildung (Gewinner: edu:cube GmbH und Bildungszentrum Limmattal)
  • Frühkindliche Bildung und Schule (Gewinner: KIDS interactive GmbH)
  • Gesellschaft und lebenslanges Lernen (Gewinner: Deutscher Volkshochschul-Verband e.V)
  • Hochschule (Gewinner: Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Die Projektbeschreibungen aller delina 2019 Nominierten im Überblick

Aus- und Weiterbildung

Advanced Trauma Life Support (ATLS) ist ein weltweit verbreitetes, standardisiertes Ausbildungsformat des American College of Surgeons (ACS) zur Versorgung von Schwerverletzten. In einem zweitägigen Präsenzkurs werden Ärzten aus dem akutmedizinischen Bereich mit hoher Interaktivität und in praktischen Übungen das prioritätenorientierte Vorgehen, die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen und die entsprechenden Fertigkeiten vermittelt. Um mit der Weiterentwicklung des medizinischen Wissens Schritt zu halten empfiehlt das ACS, dass Inhaber eines ATLS-Zertifikats alle vier Jahre einen Refresher-Kurs absolvieren, in dem die neuen Entwicklungen vermittelt und vormals gelernte Entscheidungsmuster aufgefrischt werden sollen. Nach dem Willen des nationalen ATLS-Boards sollte hierfür in Deutschland ein innovatives und bisher in dieser Form einmaliges E-Learning-Format entwickelt werden, das eine große Zahl von Teilnehmern flächendeckend erreichen, diesen, die selbst oft an den Kliniken nur eingeschränkt abkömmlich sind, ein möglichst flexibles und von Zeit und Ort unabhängiges Selbststudium ermöglichen und dabei ein für ATLS- Kurse kennzeichnendes hohes Maß an Interaktivität, Anschaulichkeit und letztlich auch Begeisterung bieten soll. Im Auftrag der bikmed GmbH, dem Veranstalter der ATLS-Kurse in Deutschland, entwickelte die Agri-Academy der Deutschen Bauernverlag GmbH in Berlin gemeinsam mit den Unfallchirurgen und ATLS-Kursdirektoren Dr. Heiko Trentzsch vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) am Klinikum der Universität München und Prof. Dr. Gerrit Matthes vom Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam das Konzept und setzte dieses mit maßgeblicher Unterstützung durch die Fachexperten um. Das fallbasierte Lernformat umfasst 6 Lernmodule, in denen die aktuellen Neuerungen von ATLS und die zentralen Managemententscheidungen praxisnah und anschaulich durch ein interaktives Videoformat vermittelt werden. Im Zentrum steht ein realistischer Praxisfall, in dem der Kursteilnehmer aus der Ich-Perspektive eine Schwerverletztenversorgung im Schockraum durchlebt und dabei unter Zeitdruck die richtigen Managemententscheidungen treffen muss. Das Konzept des Kurses sieht eine Modularisierung der Inhalte vor, damit der Kurs durch zusätzliche Themenschwerpunkte jederzeit erweitert werden kann und zudem eine Lokalisierung dieser Fortbildung kosteneffizient möglich ist. Lernzielkontrollen begleiten den Lerner innerhalb der Module und stellen sicher, dass der Lerner für das nächste Lernmodul gerüstet ist. Nach Bestehen der abschließenden Leistungskontrolle erhält der Teilnehmer ein für weitere vier Jahre international gültiges Zertifikat.

Das Bildungszentrum Limmattal ist Kompetenzzentrum für Logistik und Technologie im Kanton Zürich und beschult zumeist jugendliche Auszubildende. Für die pädagogische Neugestaltung und Digitalisierung der Ausbildung wurde das Cross Media eLearning next:classroom individualisiert, so dass das Erscheinungsbild des App-basierten LMS an eine spielerische Lernumgebung erinnert. Auf grafischen Lernpfaden und in 360° Panoramawelten warten zahlreiche Missions, die zu 100% in das LMS integriert sind und von den Lernenden entdeckt und gelöst werden dürfen. Die Lernraumgestaltung auf den Fluren des Schulhauses wurde an die App angeglichen. Bilder an den Wänden funktionieren als Portale in unterschiedliche digitale Lernwelten. Die next:classroom App interagiert mit dem Lernraum und stellt individuelle Lernszenarien bereit. Die Lehrpersonen haben in einer Gemeinschaftsleistung die unterschiedlichsten Missions erschaffen und für die Lernenden digital aufbereitet. next:classroom ermöglicht Lehrpersonen neben der Klassen- und Contentverwaltung ein einfaches Erstellen von Lernspielen, Gruppenarbeiten, Kartentrainings etc. Lehrbetriebe haben bereits großes Interesse daran angemeldet, auch von betrieblicher Seite diese Lernwelten nutzen und erweitern zu dürfen.

VIRTUAL REALITY TRAINING: INBETRIEBNAHME KREISELPUMPE

Die Virtual Reality Trainingsanwendung „VR-Chemikant“ zeigt, wie die Vorteile von Virtual Reality in der Aus- und Weiterbildung genutzt werden können.

In Kooperation mit Unternehmen der Chemiebranche wurde eine Anwendung mit dem Ziel entwickelt die klassische Ausbildung von Chemikanten durch interaktives Training zu unterstützen. Zentrales Element ist die Erklärung der Kreiselpumpe und ihrer Wirkung im Gesamtsystem einer Produktionsanlage. Mitarbeiter erleben einen Arbeitsalltag, der sie in der Gegenwart abholt, im Verlauf des Trainings aber auch eine futuristische Vision einer digitalisierten Industrie 4.0 malt. Um eine unternehmensübergreifende Verwendung zu ermöglichen sind die Inhalte bewusst generisch gehalten. Dabei wird auf die unterschiedlichen Lerntypen und Wissensstände mit einem modularen Aufbau und zahlreichen Lernmodi eingegangen.

Die Anwendung bietet ein Lernumfeld, das nicht nur Schutz vor real gefährlichen Situationen bietet, sondern auch ein ablenkungsfreies Lernen ermöglich. Das Lernerlebnis beinhaltet alle relevanten Themen gelungener Bildung: Wissensvermittlung, Verständnis und Wissensanwendung. So ist die Anwendung sowohl für den Ausbildungsbereich des Chemikanten wertvoll als auch Wegweiser für andere handlungsorientierte Lernfelder.

Frühkindliche Bildung und Schule

Das Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld ist ein Gymnasium in freier Trägerschaft des Salvatorianer-Ordens. Gemeinsam mit der „Stiftung Kloster Steinfeld“ wurden in den vergangenen Jahren moderne Lernumgebungen geschaffen, die überregional einzigartig sind.

Bei der Digitalisierung am Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld handelt sich nicht um ein Projekt einzelner Klassen zu bestimmten Zeiten in festgelegten Räumen, die digitalen Medien sind integraler Bestandteil jedes Schultages, finden Anwendung in allen Fächern und Jahrgangsstufen und sind überall verfügbar. Dadurch wird zum einen ein umfassender und vieldimensionaler Medieneinsatz erzielt, zum anderen entsteht weder bei Schüler- noch bei Lehrerschaft eine Zweiklassengesellschaft. Alle Kolleginnen und Kollegen und alle Fachschaften partizipieren an der konkreten Umsetzung.

Der Einsatz von iPads als Hilfsmittel im Unterricht bedeutet eine Ergänzung und Bereicherung der unterrichtlichen Möglichkeiten durch direkte und individualisierte Verfügbarkeit und öffnet Zugänge zu den unterschiedlichen Lerntypen. Am Hermann-Josef-Kolleg gibt es eine flächendeckende und kostenlose 1:1-Ausstattung der Schülerschaft mit iPads, die vor 4 Jahren begonnen wurde: Ab Klasse 7 wird jeder Jahrgang mit iPads ausgestattet. Damit haben derzeit alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7, 8, 9 und EF ihr eigenes Gerät, das sie in allen Unterrichtsfächern benutzen und auch mit nach Hause nehmen dürfen. Innerhalb der nächsten beiden Jahre werden die iPad-Klassen bis in den Abiturjahrgang hinaufwachsen.

Das Projekt Next-Lab ist im Januar 2017 gestartet, mit dem Ziel das experimentbasierte Lernen an Europäischen Schulen zu fördern. Dafür stellt Next-Lab ein Web-Portal (das Go-Lab Ecosystem) zur Verfügung, in dem MINT-LehrerInnen zahlreiche ferngesteuerte und virtuelle Labore für ihren Unterricht finden können (www.golabz.eu). Die Online Labore sind in 60 Sprachen verfügbar, sie decken ein breites Spektrum an MINT-Fächern ab und sind für SchülerInnen von 6 bis 18 Jahren geeignet. Mithilfe einer Autorenumgebung (http://graasp.eu) können Lehrkräfte die von ihnen ausgewählten Labore und Lernanwendungen in eine personalisierte Lernumgebung integrieren, die durch das gesamte Experiment führt: von der Vorbereitung, über die Durchführung, bis zur Nachbereitung. Dadurch erlangen die SchülerInnen ein tiefes Verständnis von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und erwerben Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens.

Das Projektangebot richtet sich an die Lehrkräfte der Primär- und Sekundärstufe. Um diese für die Nutzung der Online Labore zu begeistern, werden Lehrerfortbildungen in 30 europäischen Ländern angeboten, in denen LehrerInnen in das Thema "Experimentbasiertes Lernen" eingeführt werden und das Go-Lab Ecosystem vorgestellt wird. Seit 2018 wird das Go-Lab Ecosystem, im Rahmen des Projektes „Go-Lab goes Africa“, auch in drei Afrikanischen Ländern eingeführt mit dem Ziel die naturwissenschaftliche Ausbildung der SchülerInnen zu stärken.

Das Next-Lab Projekt ist durch die Europäische Kommission im Rahmen des Horizon2020 Programms gefördert (Finanzhilfevereinbarung Nr. 731685) und wird durch die Universität Twente, Niederlande, koordiniert. An der Durchführung des Projektes sind elf weitere Projektpartner beteiligt

SWE „Wissenswelt“-App-Tour

Die Wissenswelt-App ist eine interaktive Augmented Reality-Schnitzeljagd durch die Altstadt Erfurts für 6. und 7. Schulklassen, die in kleinen Gruppen mit jeweils einem iPad spielerisch verschiedene Wissensthemen rund um die Stadtwerke Erfurt interaktiv erleben können. In der Erfurter Kinder- und Jugendbibliothek können insgesamt 10 iPads mit der vorinstallierten App von Lehrern kostenfrei ausgeliehen werden. Die Schüler werden per GPS zu den aktuell sechs Stationen in der Innenstadt geführt und erhalten dort von einem virtuellen Moderator Anweisungen und Hinweise auf zu scannende Augmented Reality-Marker in Form von Hausfassaden, Müllcontainern, Trafohäuschen, Schriftzügen, Stadtplanwegweisern und sogar einer Riesenfigur des KIKA-Maskottchens „Bernd, das Brot“. Die AR-Marker rufen interaktive Elemente und Videos auf oder blenden sie ins Kamerabild ein. Die Wissenswelt-App wird im Rahmen des Unterrichts als Projektangebot eingesetzt. Hierbei werden lehrplanrelevante Themen wie Umwelt, Wasser, Ver- und Entsorgung, Recycling und regenerative Energiegewinnung thematisiert. Die Schüler erfahren spielerisch viel Wissenswertes über die Infrastruktur einer Stadt und wie sie funktioniert. Die Suche nach den richtigen AR-Markern und das Weiterkommen zur nächsten Station werden inhaltlich thematisch passend mit Minigames wie z.B. Bild-Zuordnungsspiele oder Quizfragen aufgelockert. Eine Reihe von Animationen und Videosequenzen vermittelt interessante Informationen und Zusammenhänge wie z.B. die Funktionsweise eines Biogas-Kraftwerks oder ermöglicht sogar den virtuellen Besuch des unterirdischen Abwassernetzes mit Hilfe eines 360°-Videos. Darüber hinaus müssen die Schüler auch selbst kreativ werden und sich Schlagzeilen und Meldungen aus der Zukunft ausdenken, Fotos machen und Visionen und Ideen für Erfindungen und Neuerungen kreieren, die insbesondere den ökologischen Herausforderungen der Zukunft begegnen. Auf der Tour, die für jedes Team auf unterschiedlichen Wegen stattfindet, gilt es die gestellten Aufgaben gut zu lösen und möglichst viele Wissenspunkte dafür zu sammeln. Der Wettbewerbscharakter der digitalen Schnitzeljagd und das Spiel mit den Möglichkeiten der Technologien haben gezeigt, dass die Anwendung die Zielgruppe fesselt, begeistert und stark motiviert. Auch das Feedback von Lehrern ist überaus positiv. Inhaltlich entwickelt wurde die App-Tour gemeinsam mit der Abteilung SWE Schulkommunikation bei den Stadtwerken. Das Team von KIDS interactive übernahm die Feinkonzeption, die Gestaltung und die technische Realisierung des komplexen App-Projektes.

Gesellschaft und lebenslanges Lernen

Das vhs-Lernportal (http://vhs-lernportal.de) ist ein kostenfreies digitales Lernangebot des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Der Lernbereich Deutsch als Zweitsprache im vhs-Lernportal bietet Kurse, die ideal im Blended-Learning nutzbar sind, aber auch Wartezeiten überbrücken und ein individuelles Lernen neben und nach dem Kurs ermöglichen. Wir unterstützen den Deutscherwerb von Anfängern ohne Vorkenntnissen bis hin zur Arbeits- und Berufssprache Deutsch auf weit fortgeschrittenem Niveau.

Für das Erreichen einer Niveaustufe (A1-B2) nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) werden den Lernenden je rund 1.200 Übungen in 12 systematisch aufeinander aufbauenden Lektionen angeboten. Die Lernenden werden dabei von Tutorinnen und Tutoren begleitet – dieser „menschliche Faktor“ macht das Lernen im vhs-Lernportal verbindlicher und nachhaltiger.

Das vhs-Lernportal ist auf Smartphones optimal einsetzbar. Ergänzende Apps zu Kursen (derzeit für den A1-Deutschkurs verfügbar, weitere Kurs-Apps sind in Entwicklung) machen die Offline-Nutzung möglich, wenn kein stabiler Internetzugang gewährleistet ist.

Wir erreichen Lernende und Kursleitende in Integrationskursen und berufssprachlichen Deutschförderkursen ebenso wie Zugewanderte und Asylbewerber, die noch auf einen Kurs warten, zusätzlich zum Kurs lernen möchten oder bereits im Berufsleben stehen. Alle Kurse und auch die tutorielle Betreuung sind kostenfrei dank Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

In einer zunehmend von Disruption, Globalisierung und digitaler Vernetzung geprägten Welt muss sich auch Lernen neu erfinden: Lernen neu denken, Bildung neu erlebbar machen und Eigenverantwortung konsequent einfordern, dafür steht das Bildungsverständnis der WBS AKADEMIE. Virtuell-kollaborative 3D Lern- und Arbeitswelten schaffen in ihrer Kombination aus virtueller 3D Präsenzwelt, Simulation und didaktischer Hochwertumgebung optimale Lehr-/Lernumgebungen, die praxisnah an die Herausforderungen heutiger Arbeitswelten anschließen. Mit unserem Entwicklungspartner „TriCAT“ haben wir gemeinsam die Lücke zwischen technologischer Entwicklung und didaktisch-methodischer Konzeption geschlossen.

Das Ergebnis ist unser WBS LearnSpace 3D®: ein virtueller Campus mit allen Funktionalitäten einer professionellen Lern- und Arbeitsumgebung.

Die dreidimensionale Umgebung, in der sich die Teilnehmer „wie im richtigen Leben“ bewegen können, ermöglicht eine nahezu natürliche Kommunikation und soziale Interaktion. In einem virtuellen, mehrstöckigen Firmengebäude lernen und arbeiten die Teilnehmer – vertreten durch ihre Avatare – in Echtzeit miteinander. Der Ton ist verortet, das heißt, jeder hört, aus welcher Richtung eine Person spricht, und nimmt wahr, wer sich nähert oder entfernt. Das Ergebnis ist eine hohe Realitätsnähe und ein kontinuierliches soziales Präsenzempfinden, obwohl die Teilnehmenden sich real an unterschiedlichen Orten aufhalten können.

Das Schöne am WBS Learnspace 3D® ist, dass er für jede Unternehmensgröße und Branche geeignet ist. Er ist nicht nur als Trainingsplattform empfehlenswert, sondern kann dynamisch über alle Unternehmensbereiche herangezogen werden und senkt die Unternehmenskosten signifikant – wie bei uns im eigenen Haus.

Bei „PD Learn“ handelt es sich um eine Virtual Reality Trainingsanwendung für Dialysepatienten. Diese können mithilfe einer VR-Brille Schritt für Schritt die Durchführung der einzelnen Tätigkeiten der sogenannten Heimdialyse erlernen.

Die Heimdialyse bedeutet ein großes Stück Freiheit für betroffene Nierenpatienten, allerdings erfordert diese Dialyseform intensives Training, um lebensgefährlichen Fehlern wie zum Beispiel Infektionen vorzubeugen. Eine effektive Schulung der Patienten ist erforderlich, aber aus Kostengründen und aufgrund der Auslastung von Pflegekräften leider bisher nicht der Standard.

In „PD Learn“ werden Betroffene von einem virtuellen Trainer durch den Gesamtprozess geleitet und mit Interaktionen aktiv in die Lehre eingebunden. Dabei werden sowohl einzelne Arbeitsschritte, als auch Hintergrundwissen zur Dialyse vermittelt. Die Anwendung verbindet aktuelle VR Technologien mit interaktivem Storytelling und Methoden der Mediendidaktik, um eine einzigartige Lernumgebung zu schaffen.

Während der iterativen Entwicklung wurde die Anwendung wiederholt mit Patienten und Pflegern getestet, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzer einzufangen und gleichzeitig ein User-Design zu entwickeln, welches technische Barrieren bei der besonderen Zielgruppe 65+ in den Hintergrund rückt.

Für die medizinische und fachliche Relevanz der Lernanwendung haben die Weltenmacher mit Frau Dr. Panagiota Zgoura (leitende Oberärztin der Nephrologie im Klinikum Dortmund) eine wertvolle Kooperationspartnerin gewinnen können, welche auch die aktuelle europaweite Evaluation der Trainingsanwendung leitet.

Hochschule

Das Lesen und Verstehen von Fachtexten fällt vielen Studierenden schwer. Die Videos von Linssen Law Learning verlassen die üblichen Pfade der Lehrvideos und wollen Sozialarbeitsstudierenden Lust auf Lesen und auf Strafrecht machen. Angestrebt werden drei Hauptziele:

1. Studierende erwerben Kenntnisse in Strafrecht,

2. sie lernen den Umgang mit und die Anwendung von Gesetzestexten und

3. sie erkennen die praktische Relevanz von Informationen zu den bearbeiteten Themen.

Basis des Konzepts sind ca. 3-6 Minuten lange Videosequenzen, die das Präsenzseminar ergänzen, nicht ersetzen. Anknüpfend werden auf der Lernplattform Ilias Bezugstexte angeboten und Fälle sowie Selbstlernaufgaben gestellt, die das Lesen der Texte erforderlich machen. Die von den Studierenden erarbeiteten Lösungen werden dann im Präsenzseminar besprochen. Insgesamt erhöht Linssen Law Learning die Lernmotivation, erleichtert den Zugang zu Gesetzestexten und verweist mit Fallbeispielen immer wieder auf die praktische Relevanz der strafrechtlichen Inhalte für die Soziale Arbeit. Die Videos und die Literaturangaben der Bezugstexte sind außerdem für Interessierte frei verfügbar auf Tube.

Unser Selbstlernkurs möchte Hochschullehrende unterstützen, die digitale Medien in ihren Lehr-Lernszenarien einsetzen wollen. Von der mediendidaktischen Entwicklung bis zur konkreten Medien-Produktionsplanung bietet der Online-Kurs Wissensinhalte, Reflexionen und Praxisbeispiele. Zugang und Nutzung der Inhalte ist offen gestaltet, so dass die Lehrenden eigene Ansprüche und Rahmenbedingungen einbeziehen können und ihre eigene Herangehensweise wählen können. Über das Landes-LMS OLAT ist der Kurs für alle Lehrenden in Rheinland-Pfalz frei zugänglich.

Das Kursangebot entstand im Zentrum für audiovisuelle Produktion (ZAP) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen eines Projektes zur Förderung der digitalen Lehrkompetenz. Im Projekt wurden diese und weitere Maßnahmen mit Teams von Hochschullehrenden erprobt und weiterentwickelt. Zur Konzeption und Umsetzung des Kurses flossen unsere Kompetenzen in der Medienpädagogik sowie der Text- und Mediengestaltung zusammen. Wir hoffen, dass unsere Freude am Einsatz digitaler Medien und Lernszenarien die Nutzer des Kurses motiviert.

Link zum Kurs: https://tinyurl.com/y7uqmskm

Kostenfreie Registrierung in OLAT - offene Nutzung des Kurses für reg. Mitglieder

Die senseBox ist ein IoT-Bausatz zum Experimentieren und Programmieren. Sie besteht aus einem Mikrocontroller, an den verschiedene mitgelieferten Sensoren (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Feinstaub oder Ultraschall) angeschlossen werden. Die Messwerte können in Echtzeit auf die openSenseMap, eine Webplattform für offene Sensordaten, übertragen werden. Dort werden sie visualisiert, analysiert und gespeichert. Durch die Vereinfachung und Zusammenstellung von Open Source Komponenten wurden Produkte für Bürger, Studierende und Schüler erschaffen, welche die Teilnahme an Problemlösungen mit gesellschaftlicher Relevanz ermöglichen, ganz nach den Prinzipien der Citizen Science. Durch Verbindung von Umweltmesstechnik, Geosensornetzwerken und Internet of Things Technologien bietet die senseBox eine Vielfalt an zukunftsweisenden und ansprechenden Aspekten, die die Lernenden motivieren können. Die digitalen Lernumgebungen, wie die grafische Programmierumgebung Blockly aber auch die openSenseMap als Datenplattform bieten weitere innovative Herangehensweisen zum Kompetenzgewinn im Kontext Programmierung und Data Literacy und eignet sich für die unterschiedlichsten Studienrichtungen mit technischem, informatischen und Umweltbezug. Durch das schnelle Erreichen von Ergebnissen bei der graphischen Programmieroberfläche, können verschiedenste Umweltmessgeräte auch ohne Programmiervorkenntnisse erschaffen werden. Durch den offenen Charakter des Konzeptes und der zusätzlichen Programmiermöglichkeit mit der Arduino IDE kann die senseBox beliebig erweitert werden und sehr vielseitig und fortgeschritten im gesamten MINT-Bereich eingesetzt werden. Die senseBox entstand im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes am Institut für Geoinformatik der Universität Münster und erhielt im Jahr 2017 den CeBIT Innovation Award Sonderpreis „Digitales Lehren und Lernen“. Im März 2018 wurde das Spin-Off Unternehmen „Reedu GmbH & Co. KG“ zur Verwertung der wissenschaftlichen Ergebnisse ausgegründet und erhielt die Start-Up Förderung „EXIST“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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