Pressemitteilungen

2019-01-31
LEARNTEC – wo Lernen Laune macht
Die LEARNTEC 2019 zeigt die digitalen Lerntrends

Mit mehr als 11.600 Besuchern zeigte sich die LEARNTEC in den drei vergangenen Tagen relevanter und internationaler als je zuvor. Auf Europas größter Veranstaltung für digitale Bildung präsentierten 341 Aussteller aus 15 Nationen (2018: 302 Aussteller aus 14 Nationen) die digitalen Lerntrends. Im Fokus standen unter anderem Augmented und Virtual Reality-Lernwelten, das Thema Modern Workplace Learning sowie die Individualisierung des Lernens durch Künstliche Intelligenz, Big Data und Learning Analytics. „Im Vorjahr konnten wir bereits ein signifikantes Wachstum verzeichnen. Dieses Ergebnis haben wir noch einmal getoppt“, resümiert Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. „Karlsruhe zeigte sich einmal mehr als Hotspot der digitalen Bildung und positioniert sich damit sichtbar im internationalen Umfeld. Die Aussteller der LEARNTEC zeigten sich selbstbewusst und optimistisch auf einer innovativen Plattform.“

Nicht nur die glänzenden Ergebnisse der LEARNTEC untermauern ihre Spitzenposition, sondern auch die Reichweite in Fernseh-, Hörfunk-, Print- und Onlinemedien. Auch die Expertenbefragung mmb Learning Delphi, die die Fachmesse für die kommenden Jahre weiterhin an erster Stelle sieht, bestätigt die Position der LEARNTEC. Sowohl Einsteiger als auch E-Learning-Experten nutzten die vielen Einblicke in die Zukunftstechnologien und -methoden, um sich selbst fortzubilden und sich bei den Ausstellern zu informieren. Nie zuvor gaben mehr Besucher der LEARNTEC die Note eins.

Area für Augmented und Virtual Reality als Besuchermagnet

Vom Start weg kam die erstmalig angebotene Area für Augmented und Virtual Reality besonders gut an. 94 Prozent der Besucher gaben der Area Top-Werte. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) gestaltet und zeigte, dass Lernen und Spaß sich miteinander verbinden lassen. „Die LEARNTEC bietet mit der AR / VR Area Besuchern die einmalige Möglichkeit, zu erfahren, wie Virtual und Augmented Reality als neue Lernmedien gezielt eingesetzt werden können“, so Torsten Fell, Beirat des EDFVR. Einer der Aussteller, die Firma 3spin, zeigte sich begeistert: „Wir sind zum ersten Mal dabei und sehr zufrieden. Wir präsentieren eine Software, mit der man Augmented und Virtual Reality-Trainings erstellen kann. Für uns war es genau der richtige Zeitpunkt, um auf die LEARNTEC zu kommen. Das Thema ist ein Publikumsmagnet und aktueller als je zuvor“, resümiert Thomas Hoger, Co-Owner des Unternehmens.

LEARNTEC zeigt Schule der Zukunft

Bereits zum sechsten Mal überzeugte der Themenbereich school@LEARNTEC Schulleiter, schulische Medienberater, Schulamtsleiter, Mitarbeiter auf Landes- und Kreisebene sowie interessierte Lehrer. Am zweiten Messetag nahm Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), an der Podiumsdiskussion „Lehren als Inszenierung von Komplexität“ teil. Er betonte die Bedeutung der Digitalisierung für eine erfolgreiche Schulbildung: „Der souveräne und sichere Umgang mit digitalen Medien wird zunehmend zu einer wichtigen Voraussetzung für den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler und ihre spätere Berufslaufbahn. Der ‚Digitalpakt‘ zwischen Bund und Ländern verleiht den Bemühungen der Schulen zusätzlichen Schub, sollte aber auch nicht als alleiniges Heilmittel gesehen werden.“

Am dritten Messetag gab der Medienkompetenztag Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung der Schulbildung. Im Rahmen der Eröffnung stellte Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, das IT-Schul-Projekt der Stadt Karlsruhe vor. „Schwerpunkt des Projekts ist, die Schulen mit der notwendigen Infrastruktur zu versorgen; also die Breitbandanbindung sicher zu stellen und im Inneren für eine adäquate WLAN-Ausstattung zu sorgen. Im zweiten Schritt folgt dann, basierend auf einer Medienentwicklungsplanung, die Versorgung mit Hard- und Software“, so Dr. Frank Mentrup. „Das Projekt findet schon jetzt bundesweit Beachtung, und ich freue mich sehr, es im Rahmen der LEARNTEC vorstellen zu können – ist sie doch als Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung der perfekte Ort hierfür.“

Hochkarätiger Kongress mit starkem Zuspruch

Auch der hochkarätig besetzte Kongress fand regen Zuspruch. Erstmals wurde dieser gemeinsam mit der weltweit anerkannten Workplace-Learning Expertin Jane Hart konzipiert. „Der deutliche Zuwachs an Teilnehmern zeigt uns, dass wir genau die Themen ausgewählt haben, die die Besucher bewegen. Neben der Mischung aus ganz praktischen Fragestellungen von Content-Entwicklung bis hin zur Anwendung von Blockchains für Lernszenarien decken wir das gesamte Themenspektrum der digitalen Bildung ab“, so Sünne Eichler, Jane Hart und Prof. Dr. Peter A. Henning, Mitglieder des Kongresskomitees der LEARNTEC. „Wir freuen uns, dass auch das erweiterte englischsprachige Programm zum Thema Modern Workplace Learning großen Anklang gefunden hat.“ Ein Highlight des Kongresses war unter anderem die Keynote von Dr. Frithjof Netzer, Senior Vice President BASF SE, zum Thema „Bildung für die Digitalisierung“.

Verleihung wichtiger E-Learning-Preise

Mit dem eLearningCHECK und dem Innovationspreis delina wurden herausragende Leistungen von E-Learning-Anbietern und -Entwicklern gewürdigt. Der delina wurde auf der LEARNTEC in enger Zusammenarbeit mit dem Bitkom in allen vier Kategorien ausgerichtet. Erstmals wurde er auf der LEARNTEC auch in der Kategorie „Frühkindliche Bildung und Schule“ vergeben. Hier holte die KIDS interactive GmbH mit der SWE-App Tour, einer interaktiven Schnitzeljagd, den ersten Preis. Zu den Laudatoren gehörte unter anderem Dirk Röhrborn, Mitglied des Präsidiums, Bitkom e.V., dem langjährigen ideellen Träger der LEARNTEC.

Start-up Area fördert den Nachwuchs der Branche

Auf der Start-up Area, die im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal vergrößert wurde, präsentierten sich 28 junge innovative Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand, der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wurde. Auf einer eigenen Aktionsbühne traten die Start-ups gegeneinander an. Das Start-up re:edu, einer der Pitch-Gewinner, zeigte sich von der Teilnahme an der LEARNTEC begeistert. „Für uns ist es eine große Chance, auf der LEARNTEC die ersten Schritte im Markt zu gehen. Wir konnten zahlreiche Kontakte zum Hochschulbereich knüpfen und viel von anderen lernen“, Jan Wirwahn, Co-Founder von re:edu.

Langjährige Aussteller wie goodhabitz sind von der LEARNTEC 2019 überzeugt: „Unser Stand war von Anfang an gut gefüllt. Die Quantität und Qualität der Besucher sind im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal gestiegen“, so Erik Crezee, CCO bei goodhabitz. „Wir haben uns bereits für die nächste LEARNTEC einen Stand gesichert.“ Christian Wachter, CEO der imc AG: „Die LEARNTEC 2019 ist ein voller Erfolg für die imc AG, und wir freuen uns, seit Langem Teil der LEARNTEC zu sein. Wir haben zahlreiche neue Kontakte geknüpft, sowohl zu nationalen als auch zu internationalen Interessenten. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste LEARNTEC.“ Damit ist Herr Wachter nicht allein. Für die LEARNTEC 2020 ist bereits heute 90 Prozent der Ausstellungsfläche vergeben.

Die nächste LEARNTEC findet vom 28. bis 30. Januar 2020 erneut in der Messe Karlsruhe statt.

2019-01-30
Vier Projekte auf der LEARNTEC mit delina Bildungspreis ausgezeichnet
Preisverleihung des delina 2019 auf der LEARNTEC
Preisverleihung des delina 2019 auf der LEARNTEC

Der delina wurde auf der LEARNTEC in enger Zusammenarbeit mit dem Bitkom in allen vier Kategorien ausgerichtet. Zu den Laudatoren gehörte unter anderem Dirk Röhrborn, Mitglied des Präsidiums, Bitkom e.V., dem langjährigen ideellen Träger der LEARNTEC. In der Kategorie „Aus- und Weiterbildung“ wurden die edu:cube GmbH und das Bildungszentrum Limmattal für ein digitales Konzept ausgezeichnet, das das Lernen in einer 360 Grad-Welt mit der analogen Lernwelt verknüpft. In der Kategorie „Frühkindliche Bildung und Schule“ holte die KIDS interactive GmbH mit der SWE-App Tour, einer interaktiven Schnitzeljagd, den ersten Preis. Die Kategorie „Gesellschaft und lebenslanges Lernen“ gewann der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. für das „vhs-Lernportal“, und in der Kategorie „Hochschule“ wurde das Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für „Onlinekurse mit Lernvideos“ ausgezeichnet.

Das Bildungszentrum Limmattal beschult zumeist jugendliche Auszubildende in den Bereichen Logistik und Maschinenbau und ist Kompetenzzentrum für Logistik und Technologie im Kanton Zürich. Die Vision des Bildungszentrums ist es, die Akzeptanz gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen zu entwickeln und die Lernenden dazu zu befähigen, sich eigenständig und selbstverantwortlich in diesem Umfeld zu bewegen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde mit der edu:cube GmbH ein pädagogisches Konzept erarbeitet, welches das selbstgesteuerte und selbstwirksame Lernen in einer digitalen Lernumgebung ermöglicht. Durch die native App-Entwicklung ist es next:classroom möglich, auf Komponenten der Mobiltechnologie aus der Anwendung heraus zuzugreifen. Für das Bildungszentrum Limmattal wurden weiterführende Funktionen für das next:classroom LMS entwickelt, die die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden im Bildungszentrum abbilden. „Dieses Projekt fördert auf beeindruckende Weise selbstgesteuertes und individualisiertes Lernen. Wichtig dabei ist, dass das digitale Lernangebot entdeckendes Lernen unterstützt. Digitale und analoge Lernwelt werden optimal als ein Gesamtkonzept gelebt und Lernerfolge damit ganzheitlich sichtbar“, begründet die Jury die Auszeichnung.

Die SWE-AppTour der KIDS interactive ist eine interaktive Schnitzeljagd durch die Stadt Erfurt, bei der Schulklassen in fünf Gruppen mit jeweils einem iPad spielerisch die verschiedenen Wissensthemen rund um die Stadtwerke Erfurt (SWE) interaktiv erleben können. Die Schüler werden per GPS zu den Stationen geführt und erhalten dort vom virtuellen Moderator Informationen und Hinweise auf zu scannende Augmented Reality Marker in Form von Hausfassaden, Müllcontainern, Trafohäuschen, Schriftzügen, Stadtplänen und sogar der Riesenfigur des KIKA-Maskottchens „Bernd das Brot“. Die etwa zweistündige AppTour wird im Rahmen des Unterrichts als Projektangebot eingesetzt. Hierbei werden lehrplangerechte Themen wie Umwelt, Wasser, Ver- und Entsorgung, Recycling und regenerative Energiegewinnung thematisiert. Die Jury: „Das Projekt bietet eine gut durchdachte Mischung an unterschiedlichen Technologien und ist eine herausragende, innovative Applikation. Die Wissensvermittlung erfolgt spielerisch in der Lebenswirklichkeit der Lernenden und fördert das entdeckende Lernen. Gleichzeitg werden die Lernenden aufgefordert, auch selbst kreativ zu werden. Der Wettbewerbscharakter, den das Lernkonzept aufweist, hat eine hohe motivierende Wirkung. Das Projekt bietet ein hohes Transferpotenzial.“

Das vhs-Lernportal (http://vhs-lernportal.de) bietet ein kostenfreies digitales Lernangebot des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Der Lernbereich Deutsch im vhs-Lernportal bietet Kurse im Bereich Deutsch als Zweitsprache und Integration, die ideal im Blended-Learning-Kursformat nutzbar sind, aber auch Wartezeiten überbrücken und ein individuelles Lernen nach dem Kurs ermöglichen. Die Kurse im vhs-Lernportal setzen die Rahmencurricula für Integrationskurse sowie die Konzepte der berufssprachlichen Deutschsprachförderung um und sind damit die ideale digitale Komponente zur Unterstützung dieser staatlich geförderten Kurse. „Das Konzept ist einfach gehalten, aber gerade dadurch ganz besonders für das Einsatzgebiet geeignet. Es ist intuitiv zu bedienen und bietet gleichzeitig aber eine Fülle an Lernangeboten. Es fördert das Lernen im eigenen Lerntempo und bietet den Lernenden ausreichend Gelegenheit zum Üben. Das Konzept hat eine sehr gute Übertragbarkeit auf andere Szenarien, was die Preiswürdigkeit nochmals unterstreicht“, so die Jury des delina.

„Onlinekurse mit Lernvideos“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist ein offener Online-Selbstlernkurs für alle Lehrenden des Landes Rheinland Pfalz. Der Onlinekurs unterstützt Lehrende bei der mediendidaktischen Konzeption und Produktionsplanung von digitalen Lehrszenarien. „Das Projekt greift in beispielhafter Art und Weise ein für die deutsche Hochschullandschaft wichtiges Thema auf – die Qualifizierung der Lehrenden beim Einsatz digitaler Medien. Anschaulich und gleichzeitig professionell aufbereitet können sich die Lehrenden wichtige digitale Kompetenzen aneignen“, so die Begründung der Jury.

2019-01-25
LEARNTEC 2019 zeigt digitale Lerntrends

Mehr als 340 Aussteller aus 15 Nationen präsentieren vom 29. bis 31. Januar auf der bisher größten LEARNTEC die neuesten Anwendungen, Programme und Lösungen für die digitale Bildung in Schule und Hochschule sowie der beruflichen Bildung. Im Fokus stehen unter anderem Lernszenarien in Augmented und Virtual Reality-Lernwelten, das Thema Modern Workplace Learning sowie die Individualisierung des Lernens durch Künstliche Intelligenz, Big Data und Learning Analytics. Mehr als 10.000 Besucher aus der Industrie, Beratungsbranche, dem Handel und Vertrieb werden an den drei LEARNTEC-Tagen in der Messe Karlsruhe erwartet.

Erstmals bietet die LEARNTEC in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR / AR Area an, in der Besucher eine Vielzahl spannender Ansätze für den Bildungsmarkt erleben und alles Wissenswerte über AR und VR erfahren können. Auf einer eigenen Aktionsfläche werden Best Practice-Beispiele von Unternehmen wie Lufthansa und der Deutschen Bahn präsentiert und VR live erlebbar gemacht. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu diesem Thema. Eine Creativity Suite fördert den Austausch innerhalb der LEARNTEC-Community und bietet eine Möglichkeit zum Querdenken. Besucher können hier ohne festen Zeitrahmen oder Programmstruktur eigene Themen einbringen, Vorträge halten, anhören oder an Workshops zu spontan gewählten Themen teilnehmen.

Start-up Area fördert Nachwuchs der Branche

Deutschland braucht mehr Bildungsunternehmen mit innovativen Ideen. Daher fördert die LEARNTEC den Nachwuchs der Branche mit einer eigenen Area. Auf einer vergrößerten Fläche werden junge innovative Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand präsentieren, der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht wird. Die 28 Start-ups stellen Ansätze vor, mit denen sie das Lernen vereinfachen, verbessern oder gar revolutionieren wollen. Auf einer eigenen Aktionsbühne finden an allen drei Messetagen Start-up Pitches statt. Teilnehmen werden die Unternehmen, die in der Start-up Area ausstellen.

Digitalisierung der Schul- und Hochschullehre

Bereits zum sechsten Mal widmet die LEARNTEC sich dem Thema Schule der Zukunft und bietet hierfür einen eigenen Themenbereich an. school@LEARNTEC ruft Schulleiter, Lehrer, schulische Medienberater, Schulamtsleiter und Mitarbeiter auf Landes- oder Kreisebene nach Karlsruhe.

Diese erfahren an den drei Messetagen, welche Technologien und Methoden sich anbieten, um das Bildungskonzept ihrer Schule digital zu unterstützen und können sich mit Kollegen über aktuelle Entwicklungen austauschen.

Mehr als 80 der insgesamt über 340 Aussteller zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen zum Thema Schule der Zukunft. In der offenen Lernlandschaft, die unter anderem mit der Hochschule der Medien Stuttgart konzipiert wurde, erfahren die Besucher, wie digitale Lernszenarien aussehen. Die Experten zeigen hier beispielsweise neue Formen der Aufbereitung von Lehr- und Lerninhalten mit Tablets, wie sich Computerspiele in die schulische Praxis integrieren lassen und was sich hinter einem virtuellen Logistiklabor verbirgt.

Mit university@LEARNTEC bietet die LEARNTEC zum vierten Mal eine Plattform zur Digitalisierung der Hochschullehre an. In einem ganztägigen Programm am zweiten Messetag (30. Januar) bekommen Interessierte einen Überblick über aktuelle Entwicklungen des Medieneinsatzes an Hochschulen. Experten vermitteln Best-Practice-Beispiele und Innovationen im Bereich der Digitalisierung der Hochschulbildung. Das Programm von university@LEARNTEC wurde von Prof. Dr. Peter A. Henning, Mitglied des Kongresskomitees der LEARNTEC, der Virtuellen Hochschule Bayern und dem am Leibnitz-Institut für Wissensmedien (IWM) betriebenen Informationsportal e-teaching.org gestaltet. Zudem findet erstmals eine Tagung für Prorektoren von Hochschulen und Universitäten am ersten Messetag (29. Januar) statt.

Hochkarätig besetzter Kongress mit international gefragten Referenten

Der Kongress der LEARNTEC widmet sich dem Thema „Future Learning: social, global, digital“ und bietet sowohl Einsteigern als auch E-Learning-Experten gebündeltes praxisnahes Wissen. Insgesamt werden mehr als 120 Referenten in Vorträgen und Workshops ihr Wissen mit dem Publikum teilen. Open-Space-Sessions, gemeinsames Brainwriting und offene Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern.

Highlights des Kongresses sind die Keynote von Prof. Dr. Rupert Felder, Head of Global HR bei Heidelberger Druckmaschinen im Rahmen der Eröffnung und die Keynote von Johannes Heinlein, Vice President Strategic Partnerships bei edX zu „Reimagining Education“.

2019-01-18
school@LEARNTEC zeigt Zukunft der Schulbildung

Was verbirgt sich hinter einem virtuellen Logistiklabor? Wie lassen sich Computerspiele in die schulische Praxis integrieren? Wie sieht eine digitale Lehrwerkstatt aus und wie kann Digitalisierung bei Teilhabe und Inklusion unterstützen? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die im Themenbereich school@LEARNTEC behandelt werden. Er ist Teil der LEARNTEC, Europas größter Veranstaltung für digitale Bildung, die vom 29. bis 31. Januar 2019 in der Messe Karlsruhe stattfindet.

Bereits zum sechsten Mal ruft der Themenbereich Schulleiter, Lehrer, schulische Medienberater, Schulamtsleiter und Mitarbeiter auf Landes- oder Kreisebene nach Karlsruhe. Diese können sich bei mehr als 80 der insgesamt über 340 Aussteller und in einer offenen Lernlandschaft zu den Möglichkeiten der Schule der Zukunft informieren. Zudem erfahren sie in der Maker‘s Area, wie Technik den klassischen Unterricht bereichern kann.

Panels und Diskussionsrunden zu aktuellen Fragen der digitalen Bildung

In einer offenen Lernlandschaft mit Werkstattcharakter, die unter anderem mit der Hochschule der Medien konzipiert wurde, erfahren die Besucher, wie digitale Lernszenarien aussehen. Täglich stattfindende Panel-Sessions verbinden Forschung und Wissenschaft mit den Erfahrungen von Schulpraktikern. Die Referenten erproben gemeinsam mit den Teilnehmern Lernsettings und suchen nach mobilen Lernraumlösungen. Themen sind unter anderem der Ausbau des Informatikunterrichts in Baden-Württemberg, der Einstieg in die digitale Didaktik, der interkulturelle Austausch mit digitalen Medien sowie die Themen Mobiles Lernen und der Datenschutz an Schulen.

Zudem gibt es täglich eine zentrale Diskussionsrunde, in der sich anerkannte Experten über die Digitalisierung der Schulbildung austauschen. Am ersten Messetag (29. Januar) steht das Thema „Demokratiebildung und Digitale Bildung“ auf dem Programm. Am zweiten Messetag (30. Januar) findet die hochkarätig besetzte Runde „Lehren als Inszenierung von Komplexität“ statt. Neben anderen Fachleuten wird Prof. Dr. Lorz, Präsident der Kultusministerkonferenz, teilnehmen. Am dritten Messetag (31. Januar) wird eine Runde mit internationalen Bildungsexperten darüber diskutieren, wie andere Länder die Herausforderungen der Digitalisierung für das Bildungssystem meistern.

Maker‘s Area zeigt 3D-Druck und Robotik

Informatorische Grundbildung, Problemlösen und Modellieren sind Schlüsselkompetenzen, die in der Schule zukünftig eine immer größere Rolle spielen werden. Technik kann dabei eine Neugestaltung und das Erzeugen neuartiger Aufgaben im Unterricht ermöglichen. Wie sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler diese Kompetenzen erwerben können, ist ein zentrales Thema der Maker‘s Arena. Die dort stattfindenden Workshops laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein. Es wird unter anderem mit dem Mini-Computer Calliope programmiert. Weitere Themen der Maker´s Area sind die Minecraft Education Edition im Unterrichtseinsatz, 3D-Druck, Maker Spaces in der Schule und ein Workshop der Erklärvideo Schüler-AG von der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe.

Partner und Begleitveranstaltungen

Partner von school@LEARNTEC ist das Bündnis für Bildung. Im Rahmen der LEARNTEC beschäftigen sich zudem zwei Begleitveranstaltungen mit der Schule der Zukunft. Am zweiten Messetag (30. Januar) findet die Fachtagung „Digitalisierung der Schulen – aktuelle Entwicklungen" des Städtetags Baden-Württemberg statt. Am dritten Messetag (31. Januar) veranstaltet das Stadtmedienzentrum Karlsruhe seinen Medienkompetenztag, der erstmals von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup eröffnet wird. Hier werden Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Bildungsbereichs geboten.

2019-01-11
Interview mit Johannes Heinlein, Keynote Speaker auf der LEARNTEC 2019
Johannes Heinlein Vice President of Strategic Partnership bei edX (USA) und Keynote Speaker auf der LEARNTEC 2019

Am 29. Januar 2019 hält Johannes Heinlein, Vice President of Strategic Partnership bei edX (USA), auf der LEARNTEC seine Keynote zum Thema „Reimagining Education“. Im Interview gibt er bereits einen Einblick in seine Keynote.

Herr Heinlein – der Titel Ihrer Keynote lautet „Reimagining Education“. Sie wollen also Bildung neu erfinden. Was ist falsch an den heutigen Ansätzen?

Die digitale Technologie hat unzählige Lebensbereiche verändert – vom Gesundheitswesen über die Produktivität am Arbeitsplatz bis hin zur Unterhaltung und dem Verlagswesen. Bildung dagegen ist weitgehend gleich geblieben. Wir von edX sind ein gemeinnütziger, von Harvard und MIT gegründeter MOOC-Anbieter – also Massive Open Course – und wollen die Bildung mit Hilfe von Technologie neu erfinden. Unsere Mission besteht darin, jedermann einen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen, um das Lehren und Lernen sowohl online als auch auf dem Campus zu verbessern und die Forschung voranzutreiben.

Sie wollen also modern sein. Aber mit MOOCs bieten Sie doch selbst eine veraltete Technologie an, oder?

Sie haben recht: MOOCs gibt es schon seit einigen Jahren, aber jetzt haben sie einen neuen Motor unter der Haube. Man kann sie mit Autos vergleichen: Die laufen heute mit Elektromotoren und haben eine ganz andere Ausstattung als vor 100 Jahren. Mit unserem Ansatz verfolgen wir das gleiche Ziel: Es geht darum, wie wir miteinander und mit neuen Technologien umgehen, aber auch darum, uns auf das Ergebnis zu konzentrieren. Heute sind MOOCs komplexer und höher entwickelt als je zuvor – für die Lernenden ist das ein großer Vorteil. Doch das Umdenken in der Ausbildung ist ein evolutionärer Prozess, eine Revolution, und es dauert seine Zeit, bis ein fertiges Produkt entwickelt ist. Bei unserem Ansatz konzentrieren wir uns auf akademische Einrichtungen und helfen ihnen, neue Technologien und Herangehensweisen in ihr traditionelles Lernen zu integrieren. Heutzutage bieten Institutionen mit MOOCs einen Zugang zu Bildung, den Sie normalerweise nur auf dem Campus erhalten.

Woher kommen die Inhalte?

Wir arbeiten mit Institutionen wie Harvard, MIT, Oxford, der RWTH Aachen, der TU München und vielen anderen zusammen. Unsere Partner nutzen unsere Plattform und unser Lernmanagementsystem, um ihre Lerninhalte für Millionen von Usern auf der ganzen Welt bereitzustellen.

Sie bieten viele unterschiedliche Themen an. Werden IT-Kurse stärker nachgefragt als andere?

Auf unserer Plattform finden Sie über 2.000 Kurse, und das Verhältnis von technologischen zu anderen Themen ist ausgewogen. Mehr als 18 Millionen Lernende belegen die unterschiedlichsten Kurse – von IT bis Architektur, von Politikwissenschaften bis Shakespeare, von Biologie bis Kunst. Die Technik-Anpassung übernehmen Menschen aus dem jeweiligen Themenbereich. Die Kurse und Programme helfen Lernenden aus allen Branchen dabei, neue Kenntnisse zu erwerben und ihre Arbeit zu optimieren.

Können Sie etwas mehr über Ihre Partnerschaften erzählen?

Gerne. Frankreich beispielsweise hat eine nationale Lernplattform namens FUN mit Millionen von Lernenden entwickelt. Auch China hat mit Xuetang eine nationale Plattform geschaffen. Ganze Nationen richten Online-Lernplattformen ein, die ihren Bürgern Zugang zu Online-Bildung und Lernerfahrungen bieten.

Warum sollten MIT, Harvard und andere ihre Highend-Kurse teilen?

Unserer Ansicht nach ist der Zugang zu Bildung ein Menschenrecht. Keine Organisation kann das allein erreichen. Universitäten, Unternehmen und Ministerien können gemeinsam Inhalte und Lernmöglichkeiten bieten.

Aber es ist teuer, gute Inhalte zu erstellen. Und Sie müssen auch Geld verdienen. Welches Geschäftsmodell steckt dahinter?

Sie können sich für fast jeden Kurs kostenlos einschreiben und Material in Form von Vorträgen, Videos und Diskussionsforen nutzen. Wenn Sie als Nachweis Ihrer Qualifikation jedoch ein Zertifikat benötigen, müssen Sie dafür zahlen. Studenten beispielsweise können Zertifikate unseres Micromasters-Programms erwerben. Es handelt sich um eine Reihe von Kursen für Absolventen, die damit ihre Karrierechancen verbessern wollen. Mit diesen Kursen können die Teilnehmer ihr Wissen in einem bestimmten Berufsfeld vertiefen – die Zertifikate werden von Arbeitgebern anerkannt. Zudem können sich die Kandidaten mit solchen Credits an einer Universität bewerben und ihren Master-Abschluss schneller und günstiger erwerben.

Was ist mit Deutschland?

In Deutschland ist das Erststudium kostenlos, aber in den USA zahlen Sie 60.000 US-Dollar für einen vollständigen Master-Abschluss. Um dieses Problem zu lösen, haben wir kürzlich neun vollständige Online-Masterstudiengänge angekündigt, beispielsweise an der Arizona State University, am Georgia Institute of Technology, an der University of California und der Universtity of Queensland, zusammen mit einem Master der University of Edinburgh. Die Programme behandeln gefragte Themen wie etwa Data Science, Cybersecurity, Informatik, Analytik und Supply Chain Management. Drei dieser Programme sind unter den Top Ten und werden für 10.000 US-Dollar oder weniger angeboten.

Ich könnte also einfach auf Ihre Plattform gehen und mich etwa für ein MIT-Programm anmelden?

Ja. Sie können sich ohne Tests oder andere Anforderungen einschreiben. Auf dem Campus ginge das nicht.

Sie sprechen von „In-Demand“-Lernen. Was meinen Sie damit? Ich kenne nur „On-Demand“.

In-Demand bedeutet, dass wir mit Unternehmen, Regierungen und Universitäten zusammenarbeiten, damit die Inhalte dem Kompetenzbedarf von Mitarbeitern und Studenten entsprechen. Für die neuen, modularen Nachweise wird das relevante Know-how von Institutionen und Unternehmen gebündelt und den Lernenden zur Verfügung gestellt. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Menschen erwarten Antworten in Echtzeit durch die Google-Suche oder Gespräche. Das ist On-Demand. In-Demand bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen.

Bisher fand das Lernen in Hochschulen und Unternehmen in zwei Welten statt. Wie bringt man sie zusammen?

Viele Unternehmen und Institutionen wie Microsoft, Amazon, IBM, Amnesty International und der Internationale Währungsfonds arbeiten mit akademischen Partnern zusammen, um neue Inhalte, Karrieremöglichkeiten oder Lernbedingungen zu ermitteln. Sie können zum Beispiel einen Harvard-Kurs und ein Micromasters-Programm der RWTH Aachen absolvieren und einen Kurs bei IBM belegen – alles auf einer Plattform.

Aber teilen Unternehmen wirklich Inhalte mit anderen, sogar mit Wettbewerbern?

Ja, weil es beiden Seiten Vorteile bietet und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schafft. Wir bringen B2B-Lernen in die Unternehmen. Mitarbeiter von Großunternehmen greifen auf das Kursangebot anderer Großunternehmen zu, um ihre Leistung zu verbessern. Unternehmen teilen Inhalte und passen sie an ihren Bedarf an. Zum Beispiel benötigen Sie als Journalistin unterschiedliche Kompetenzen – je nach dem, ob Sie für Zeitungen, Fernsehen, Radio oder Online-Medien arbeiten. Dementsprechend verändert sich die Ausbildung im Journalismus. Immer mehr Karrierewege sind hochspezialisiert. Ein Studium oder eine Ausbildung, die für das ganze Berufsleben ausreicht, wird immer unwahrscheinlicher.

Wie können Sie mit MOOCs die Produktivität am Arbeitsplatz steigern?

Menschen sollten aus Freude am Lernen lernen und Content zu privaten Interessen wie etwa Kunst oder Fotografie finden können. Deshalb bieten wir Inhalte in Zeichnen, Kunst, Literatur und vielem mehr. Wir stellen aber auch Kurse und Programme für die berufliche Entwicklung bereit, damit sich die Teilnehmer in Ihrer derzeitigen Karriere verbessern oder in einen neuen, vielleicht besser bezahlten Job wechseln können. In beiden Fällen möchten wir eine positive Lernerfahrungen ermöglichen, da die heutige Ausbildung vielen Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird.

Nach welchen Kriterien definieren Sie „positive Lernerfahrungen“?

Positive Lernerfahrungen erreichen wir, wenn wir aus der Perspektive der User lehren. Es gibt viele Studien, wie innovative Technologien Karrierechancen und das Leben an sich verbessern. Inzwischen haben 100.000 Teilnehmer ihre Kurse abgeschlossen. Jetzt haben sie neue Jobs, sind produktiver und vielleicht sogar bessere Bürger.

Wieso bessere Bürger?

Lernen kann nicht nur die Karriere fördern, sondern berührt auch sozialpolitische Aspekte. Einer unserer Teilnehmer beispielsweise hat Kurse in Solarenergie absolviert und versorgt nun sein ganzes Dorf mit Strom.

Das Interview führte Kirsten Seegmüller.

2018-12-04
Interview mit Jane Hart, international anerkannte Workplace Learning-Expertin
Jane Hart auf der LEARNTEC 2015
Jane Hart auf der LEARNTEC 2015

Jane Hart ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten für Corporate Learning und Gründerin des Centre for Learning & Performance Technologies (C4LPT). Als Mitglied des Kongresskomitees der LEARNTEC (29. bis 31. Januar 2019, Messe Karlsruhe) gestaltet sie einen englischsprachigen Vortragsteil zu Modern Workplace Learning. Im Interview spricht sie über Modern Workplace Learning, die Zukunft des Lernens und darüber, wie Robotik, Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning das Lernen verändern werden.

Auf der LEARNTEC führen Sie durch die dreitägige englischsprachige Session zum Thema Modern Workplace Learning. Ist das in den Unternehmen nicht längst etabliert?

Für die meisten Unternehmen und ihre Mitarbeiter bedeutet Lernen am Arbeitsplatz Ausbildung. Dabei vergessen sie, dass Lernen auf vielen Wegen erfolgt – meistens während der Arbeit. Einige Personalentwickler haben verstanden, dass es mehr als nur E-Learning und Präsenzschulungen gibt. Sie wissen aber nicht, wie sie damit umgehen sollen. Modern Workplace Learning ist ein neuer Ansatz, um alle Lernformen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu unterstützen.

Wie würden Sie Modern Workplace Learning definieren?

Modern Workplace Learning umfasst drei Hauptbereiche in der Personalentwicklung: Die Förderung eines stetigen Lernprozesses, die kontinuierliche Verbesserung der Arbeit und den Zugang zu aktuellen Inhalten, Veranstaltungen und Erfahrungen.

Wie würde das perfekte Lernszenario aussehen?

Das wäre ein Szenario, bei dem jeder die Verantwortung für seine Weiterentwicklung übernimmt, um seine eigenen beruflichen Interessen zu verfolgen. Ein Szenario, bei dem Manager verstehen, dass Lernen kontinuierlich am Arbeitsplatz stattfindet und nicht nur ab und zu im Schulungsraum. Eines, bei dem Lernen als fortlaufender Prozess verstanden wird, der neue Ideen und Denkweisen hervorbringt.

Wie und wo können Mitarbeiter das für ihren Job erforderliche Wissen erwerben, wenn nicht innerhalb des Betriebs?

Sie erwerben es beispielsweise durch Lesen, das Anschauen von Videos oder durch den Austausch in Online-Netzwerken und Communities. Es liegt an jedem Einzelnen, die richtigen Orte und Menschen zu finden, um für sich selbst den besten Nutzen zu erzielen. Einige Menschen haben die Bedeutung des eigenständigen Lernens noch nicht verstanden. Sie können sich aber nicht mehr darauf verlassen, dass ihr Unternehmen ihnen alles bereitstellt. Wenn die Unternehmen es trotzdem machen, hilft es ihnen bei der Mitarbeiterbindung. Die einzigen Schulungen, die zwingend vom Unternehmen durchgeführt werden müssen, sind Compliance-Schulungen und andere regulatorische und obligatorische Trainings. Das persönliche und berufliche Lernen ist Sache jedes Einzelnen.

Wie wird sich Lernen in Zeiten von Robotik, Künstlicher Intelligenz (KI) und Deep Learning verändern?

Untersuchungen zeigen, dass KI die meisten Jobs nicht ersetzt, sondern verändert. Jeder muss agil sein und sich weiterentwickeln wollen. Jeder Mitarbeiter sollte ständig neues Wissen und neue Fähigkeiten erwerben. Unternehmen können ihre Mitarbeiter auf die Arbeit mit Robotern und Cobots vorbereiten, aber wer die Weiterbildung völlig dem Management überlässt, ist der erste, der geht.

Aber wie können Mitarbeiter eigenständig lernen, mit KI zu arbeiten?

Bei der Arbeit mit Robotern brauchen Wissensarbeiter nicht unbedingt die dahinterstehende Technologie zu verstehen. Sie müssen nur wissen, wie sie mit ihr arbeiten sollen – etwa um Entscheidungen zu treffen. Ich finde es wichtiger, effektiv mit Kollegen zu kooperieren. Unternehmen sollten kollaboratives Lernen am Arbeitsplatz unterstützen und dazu eine Kultur des Wissensaustauschs fördern.

Werden Menschen und Roboter eines Tages im selben Klassenzimmer sitzen?

Wer weiß… aber wahrscheinlich sitzen sie eher am selben Arbeitsplatz. Die Mehrheit der Roboter werden keine Humanoide sein, sondern intelligente Software.

Welches Wissen wird in Zukunft benötigt und müssen Mitarbeiter sich dazu neue Lernmethoden aneignen?

Ich würde eher von Fähigkeiten als von Wissen sprechen. Künftig geht es nicht darum, sich Fakten zu merken, sondern zu wissen, wo man sie findet. Die Menschen müssen die Rechercheergebnisse validieren können und darin Muster und Trends erkennen. Ich nenne es Professional Learning. Es gibt bereits viele Professional Learner, aber für andere ist eigenständiges Lernen Neuland. Diese müssen wir unterstützen. Manchmal ist es nur eine Frage der Motivation. Es geht nicht nur um formale Bildung, also einen Online-Kurs zu absolvieren oder ein Buch zu lesen, es geht um regelmäßiges Lernen – und das täglich.

Können Sie ein Beispiel geben, wie tägliches Lernen aussehen sollte?

Ich kann Ihnen ein sehr persönliches Beispiel geben: Ich bin seit 2008 auf Twitter unterwegs. Jeden Tag lese oder höre ich etwas in meinem Netzwerk, das mich im Bereich der Personalentwicklung voranbringt. In den letzten zehn Jahren habe ich Dinge gelernt, verlernt und neu gelernt – obwohl ich mir dessen nicht bewusst war. Ich weiß nur, dass es zu einer großen Menge an Wissen geführt hat, die ich sonst nicht erworben hätte. Viele Menschen lernen bereits so wie ich. Es geht darum, sich für die eigenen Interessensgebiete etwas Zeit zu nehmen. Nur 20 Minuten am Tag reichen aus, um etwas Neues zu lernen.

Sind die Unternehmen auf diese neue Ära vorbereitet?

Die Mehrheit bewegt sich noch immer in der traditionellen Ära von Schulung und Umschulung. In den meisten Unternehmen herrscht eine Führungskultur und Denkweise vor, bei der das Management für alles verantwortlich sein will. Anstatt die Trainingsaktivitäten ihrer Mitarbeiter nachzuverfolgen, sollten sie sie lieber in ihrer Entwicklung unterstützen. Erfolg sollte nicht am Gelernten gemessen werden, sondern an der Leistung. Leider verfolgen die meisten Unternehmen lieber die Bewegungen ihrer Mitarbeiter auf der Lernplattform.

Wie bewältigen Unternehmen den Wandel vom Lernen zur Leistung?

Es ist ein Bottom-Up- und kein Top-Down-Ansatz erforderlich. Ich schlage vor, mit einer Sensibilisierungskampagne zu beginnen, die den Menschen zeigt, was ein moderner Lernansatz für sie bedeutet. Die Personalentwicklung kann den Weg weisen, aber am Ende erwarten die Mitarbeiter Autonomie und Flexibilität.

Aber viele Menschen leben in ihrer eigenen kleinen Welt.

Natürlich gibt es keine einheitliche Herangehensweise. Einige Leute wissen nicht, wo sie anfangen und suchen sollen. Sie brauchen mehr Unterstützung durch die Personalentwicklung. Jedes Unternehmen hat seine individuellen Bedürfnisse. Es gibt kein Rezeptbuch, da muss jede Organisation Kreativität an den Tag legen.

Studien zeigen, dass die Halbwertszeit von Wissen dramatisch abnimmt. Nach welchen Kriterien sollen die Unternehmen entscheiden, welches Wissen ihre Mitarbeiter benötigen?

Wissen ist schnell veraltet. Vor einem Jahrhundert dauerte es rund 35 Jahre, bis die Hälfte des Wissens, das ein Ingenieur an der Hochschule gelernt hat, korrigiert oder ersetzt wurde. In den 1960er Jahren schrumpfte diese Zeitspanne auf ein Jahrzehnt. Nach neuen Schätzungen liegt die Halbwertzeit eines Ingenieurstudiums zwischen 2 ½ und fünf Jahren. Die Grundlagen bleiben erhalten, aber andere Dinge entwickeln sich weiter. Wer sich nicht mitentwickelt, wird seinen Job bald nicht mehr erfüllen können.

Ich weiß, es ist eine provokative Frage, aber was nützt das Lernen überhaupt, wenn Wissen sich so schnell verändert?

Wenn Sie so denken, könnten Sie genauso gut gar nichts tun. Sie müssen nur mit dem Tempo Schritt halten.

Wird der Support am Arbeitsplatz das Lernen ersetzen?

Es gibt eine Verschiebung von Kursen zu Ressourcen, die das On-Demand-Lernen unterstützen. Ein Video anzuschauen, um ein konkretes Problem zu lösen, ist weitaus flexibler und kostengünstiger als die Schulung von Hunderten von Menschen im Klassenzimmer.

In Ihrem Buch „Modern Workplace Learning 2019“ erwähnen Sie ein mehrstufiges Leben. Was meinen Sie damit und was hat das mit Lernen zu tun?

Früher bestand eine Karriere aus drei Stufen: Ausbildung, Arbeit, Ruhestand. In Zukunft werden wir ein mehrstufiges Leben führen: Wir arbeiten nach der Ausbildung als Festangestellter oder Freiberufler, in Voll- oder Teilzeit, und wir wechseln sogar mehrfach in unserem Arbeitsleben unseren Karriereweg. Für Unternehmen ist es oft billiger, Mitarbeiter für bestimmte Jobs oder Projekte einzustellen, als die eigenen Mitarbeiter weiterzubilden.

Welche Lernpräferenzen haben die Mitarbeiter selbst?

Seit 2011 führe ich jedes Jahr eine Umfrage durch, in der es genau um diese Frage geht. In der Umfrage von 2018 halten 94 Prozent der Befragten das Lernen aus ihrer täglichen Arbeit heraus für sehr wichtig oder wichtig, gefolgt vom Wissensaustausch im Team und der Websuche. Nur 29 Prozent finden klassische Schulungen sehr wichtig oder wichtig.

Immerhin fast ein Drittel der Befragten.

Ja, aber Präsenzschulungen stehen an letzter Stelle. Ich war selbst überrascht, wie unwichtig sie eingestuft werden. Eigentlich legen die meisten Personalentwickler wenig Wert auf klassische Schulungen und E-Learning – doch genau das ist ihre Aufgabe. Einer meiner Kollegen meint, dass viele Schulungen nur durchgeführt werden, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

Das Interview führte Kirsten Seegmüller.

2018-10-26
LEARNTEC weiter auf Wachstumskurs

Vom 29. bis 31. Januar 2019 zeigt Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung die aktuellen Trends und zukünftigen Entwicklungen des digitalen Lernens. Jährlich kommen mehr als 10.000 Entscheider aus der Industrie, Beratungsbranche, dem Handel und Vertrieb zur LEARNTEC in die Messe Karlsruhe, die sich bei über 300 Ausstellern aus 14 Nationen über die neuesten Anwendungen, Programme und Lösungen für die digitale Bildung in Schule, Hochschule sowie der beruflichen Bildung informieren.

„Der Einsatz von digitalen Lernszenarien ist zu einem Wachstumsmarkt geworden, der auch der LEARNTEC von Jahr zu Jahr mehr Aufschwung verleiht“, so Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. „Nie zuvor war die Nachfrage nach Standflächen so groß. Die kommende LEARNTEC wird größer und internationaler als alle vorangegangenen.“

LEARNTEC weiter auf Wachstumskurs

Neuheiten auf der Fachmesse

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) werden in der Bildung weiter an Bedeutung gewinnen. Laut einer aktuellen Studie von Capgemini werden AR und VR in den kommenden drei bis fünf Jahren bei der Hälfte der befragten Unternehmen zum Standard werden. Die LEARNTEC bietet zu diesem Thema erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR / AR Area an, in der Besucher eine Vielzahl spannender Ansätze für den Bildungsmarkt erleben und alles Wissenswerte über AR und VR erfahren können. Auf einer eigenen Aktionsfläche werden Best Practise-Beispiele von Unternehmen wie Lufthansa und der Deutschen Bahn präsentiert und VR live erlebbar gemacht. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu diesem Thema.

Erstmals fördert eine Creativity Suite den Austausch zwischen den LEARNTEC-Besuchern und bietet eine Möglichkeit zum Querdenken. Besucher können hier ohne festen Zeitrahmen oder Programmstruktur eigene Themen einbringen, Vorträge halten oder anhören oder an Workshops zu spontan gewählten Themen teilnehmen.

Hochkarätig besetzter Kongress mit international gefragten Experten

Der LEARNTEC Kongress wirft mit nationalen und internationalen Keynote-Speakern einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes, stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte vor und verknüpft diese mit den Angeboten der Aussteller in der Fachmesse. Der Kongress der LEARNTEC 2019 widmet sich dem Motto „Future Learning: social, global, digital“ und behandelt Themen wie AR, VR und Mixed Reality in Lernszenarien, Digital Leadership, Agilität und Design Thinking für neue Lernwelten sowie Big Data, Künstliche Intelligenz und Adaptive Learning. Erstmals wird der Kongress gemeinsam mit der international anerkannten Workplace Learning-Expertin Jane Hart konzipiert, die den Kongress um einen englischsprachigen Vortragsteil zum Thema Modern Workplace Learning erweitert. Insgesamt werden mehr als 120 Referenten in Vorträgen und Workshops ihr Wissen mit dem Publikum teilen. Open-Space-Sessions und offene Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern.

Highlights des Kongresses sind die Keynote von Dr. Andreas Schleicher, Generaldirektor Bildung der OECD im Rahmen der Eröffnung und die Keynote von Johannes Heinlein, Vice President Strategic Partnerships bei edX zu „Reimagining Education“. Auch die Keynotes von Dr. Frithjof Netzer, Chief Digital Officer bei BASF zu „Bildung für die Digitalisierung“ und Dirk Röhrborn, Präsidiumsmitglied BITKOM e.V., zu „Digitale Bildung im Mittelstand – es gibt noch viel zu tun!“ gehören zu den Höhepunkten des Kongresses.

2018-10-26
Info-Talks zur LEARNTEC 2019

Die wichtigsten Informationen zur LEARNTEC 2019

Nie zuvor war die LEARNTEC größer und internationaler. Über 300 Aussteller aus 14 Nationen präsentieren vom 29. bis 31. Januar 2019 auf der LEARNTEC die neuesten Anwendungen, Programme und Lösungen für die digitale Bildung in Schule, Hochschule sowie der beruflichen Bildung. Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, und Sünne Eichler, Mitglied des Kongresskomitees, präsentieren die wichtigsten Informationen zur LEARNTEC.

Highlights der LEARNTEC 2019

Augmented und Virtual Reality auf der LEARNTEC 2019

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) werden in der Bildung weiter an Bedeutung gewinnen. Die LEARNTEC bietet zu diesem Thema erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR / AR Area an. Auf einer eigenen Aktionsfläche werden Best Practise-Beispiele von Unternehmen wie Lufthansa und der Deutschen Bahn präsentiert und VR live erlebbar gemacht. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu diesem Thema.

Informationen zum Besuch der Fachmesse - Neue App und Guided Tours

Eine neue App bietet hilfreiche Features, um sich zu informieren und mit Ausstellern und anderen Messebesuchern zu vernetzen. Erstmals können die Besucher sich in geführten Touren zu den Themen und Highligts der LEARNTEC informieren.

Networking-Möglichkeiten auf der Messe und im Kongress

Auf der Messe fördert erstmals eine Creativity Suite den Austausch zwischen der LEARNTEC-Besuchern und bietet eine Möglichkeit zum Querdenken. Auch im Kongress gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch.

Besonderheiten des LEARNTEC Kongesses

Sünne Eichler, Mitglied im Kongresskomitee der LEARNTEC, zu den Besonderheiten des LEARNTEC Kongresses und der Beteiligung der anerkannten Workplace Learning- Expertin Jane Hart.

Der Themenbereich school@LEARNTEC

Der Themenbereich beschäftigt sich mit der Schule der Zukunft und den Möglichkeiten digitaler Bildungsszenarien. Er richtet sich an Schulleiter, schulische Medienberater, Schulamtsleiter oder Mitarbeiter auf Kreis- und Landesebene sowie interessierte Lehrer. Diese erfahren an den drei Messetagen, welche Technologien und Methoden sich anbieten, um das Bildungskonzept ihrer Schule digital zu unterstützen und können sich mit Kollegen über aktuelle Entwicklungen austauschen.

2018-10-10
Kongressprogramm für die LEARNTEC 2019 steht

Ende Januar startet Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung in der Messe Karlsruhe: Vom 29. bis 31. Januar 2019 informiert die LEARNTEC über die aktuellen Trends und zukünftigen Entwicklungen des digitalen Lernens.

Jährlich lockt die LEARNTEC mehr als 10.000 Entscheider aus der Industrie, der Beratungsbranche, dem Handel und Vertrieb sowie aus Bildungseinrichtungen nach Karlsruhe, die sich bei über 300 Ausstellern zu den Möglichkeiten digitalen Lernens informieren und konkret für ihre Problemstellungen bei Wissensvermittlung und -management Lösungen suchen.

Kongressprogramm für die LEARNTEC 2019 steht

Kongressprogramm mit international gefragten Experten steht

Jährlich bietet der Kongress der LEARNTEC einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes. Er stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte vor und verknüpft diese mit den Angeboten der Aussteller in der Fachmesse. Der Kongress der kommenden LEARNTEC widmet sich dem Thema „Future Learning: social, global, digital“ und wird mit hochkarätigen und international bekannten Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft besetzt sein. Highlights des Kongresses sind die Keynote von Dr. Andreas Schleicher, Generaldirektor Bildung der OECD im Rahmen der Eröffnung und die Keynote von Johannes Heinlein, Vice President Strategic Partnerships bei edX, zu „Reimagining Education“. Weitere Höhepunkte sind die Keynotes von Dr. Frithjof Netzer, Chief Digital Officer bei BASF zu „Bildung für die Digitalisierung“ und Dirk Röhrborn, Präsidiumsmitglied BITKOM e.V., zu „Digitale Bildung im Mittelstand – es gibt noch viel zu tun!“ Insgesamt werden an den drei Kongresstagen mehr als 120 Referenten und Moderatoren vor das Fachpublikum treten. Das umfangreiche Kongressprogramm der LEARNTEC 2019 ist unter www.learntec.de verfügbar.

Tickets ab sofort online erhältlich

Tages- und Dauerkarten für die Messe und den Kongress der LEARNTEC 2019 können im Online-Ticketshop unter www.learntec.de erworben werden. Vergünstigte Tickets für den Kongress gibt es noch bis zum 10. Dezember.

2018-09-04
LEARNTEC geht Partnerschaft mit Jane Hart ein
Jane Hart, international anerkannte Workplace Learning- Expertin
Jane Hart, international anerkannte Workplace Learning- Expertin

Der Kongress der LEARNTEC, Europas größter Veranstaltung für digitale Bildung, wird in Zukunft von Jane Hart mitgestaltet. Die weltweit anerkannte Expertin für Corporate Learning tritt dem Kongresskomitee der LEARNTEC bei und wird ab der LEARNTEC 2019 (29. bis 31. Januar 2019) einen Teil des Kongressprogramms konzipieren. Das Programm wird somit um einen vollständigen englischsprachigen Vortragsteil erweitert. Der hochkarätig besetzte Kongress findet begleitend zur Fachmesse statt und wirft mit nationalen und internationalen Keynote-Speakern einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes. Er stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte vor und verknüpft diese mit den Angeboten der Aussteller in der Fachmesse.

Jane Hart gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten für Corporate Learning und ist Gründerin des Centre for Learning & Performance Technologies (C4LPT) mit einer der weltweit angesehensten Websites. „Wir freuen uns, dass wir Jane Hart für den Kongress der LEARNTEC gewinnen konnten, nachdem sie 2015 bereits Keynote-Speakerin im Kongress war. Eine langfristige Kooperation mit ihr ist der richtige Schritt, um die LEARNTEC auch im Thema Modern Workplace Learning zu stärken und die Internationalisierung weiter auszubauen“, so Britta Wirtz, Sünne Eichler und Prof. Dr. Peter A. Henning, die weiteren Mitglieder des Kongresskomitees.

Auch Jane Hart freut sich über die Zusammenarbeit mit der LEARNTEC: „Ich bin erfreut, zukünftig mit der LEARNTEC zusammenzuarbeiten und einen englischsprachigen Vortragsteil zu Modern Workplace Learning zu gestalten. Der Kongressteil wird Präsentationen und interaktive Workshops beinhalten, die die sich schnell verändernde Welt des Lernens am Arbeitsplatz behandeln. Die Redner kommen aus Großbritannien, den USA und Kanada, darunter sind auch meine Kollegen von der Internet Time Alliance, Harold Jarche, Charles Jennings und Clark Quinn.“

Über die LEARNTEC

Als Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung lockt die LEARNTEC jährlich mehr als 10.000 Entscheider aus der Industrie, Beratungsbranche, dem Handel und Vertrieb sowie aus Bildungseinrichtungen nach Karlsruhe. Diese können sich bei über 300 Ausstellern zu den Möglichkeiten digitalen Lernens informieren und konkret für ihre Problemstellungen bei Wissensvermittlung und -management Lösungen suchen.

Der Kongress der LEARNTEC vermittelt an drei Tagen geballtes, praxisnahes Wissen. Insgesamt werden mehr als 120 Referenten in Vorträgen und Workshops ihr Wissen mit dem Publikum teilen. Open-Space-Sessions, gemeinsames Brainwriting und offene Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern.

2018-04-16
LEARNTEC 2019: Call for Papers
LEARNTEC 2019: Call for Papers

Der Call for Papers für den Kongress der LEARNTEC ist online. Der Kongress, der vom 29. bis zum 31. Januar 2019 parallel zur Fachmesse stattfindet, bietet einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes, stellt erfolgreich umgesetzte Bildungsprojekte vor und verknüpft diese mit den Angeboten der Aussteller in der Fachmesse. Interessierte haben bis zum 2. Mai 2018 die Möglichkeit, Vorschläge zu Themen und Referenten einzureichen und sich so aktiv am Kongress der kommenden LEARNTEC zu beteiligen.

Im Fokus des Call for Papers für den Kongress der LEARNTEC 2019 stehen folgende Themenfelder der beruflichen Bildung:

  • Lerninhalte und ihre Produktion
  • Lernsoftware
  • Wissensmanagement
  • Vernetztes Lernen
  • Bildungsmanagement
  • Personal, Learning und Coaching
  • Hardware und Ausstattung zum professionellen Lernen
  • Bildungsprojekte, Bildungsprogramme und Bildungsorganisationen

Zudem sind Einreichungen zur digitalen Bildung in Schule und Hochschule möglich, die in das Programm der Messeforen integriert werden. „Ziel des Kongresses ist es, Trends und Themen aus Bildung und Weiterbildung aufzuzeigen. Besonders angesprochen sind Vertreter aus Unternehmen und Organisationen, die aus der Praxis berichten können. Aber auch Einreichungen aus der Wissenschaft und Vorschläge zu innovativen Lernkonzepten sind willkommen“, so Sünne Eichler und Prof. Peter A. Henning, Mitglieder des Kongresskomitees der LEARNTEC. „Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Kongresses freuen wir uns zudem über Einreichungen zu englischsprachigen Vorträgen.“

Die Beiträge sollten den Titel des Vortrags, eine Beschreibung des Vortragsinhaltes, Name, Position und Unternehmen eines möglichen Referenten sowie Angaben zur Person des Referenten und dessen Kontaktdaten enthalten. Auch sollte dargestellt werden, in welches übergeordnete Thema, zum Beispiel Mobile Solutions, sich die Einreichung einordnen lässt. Das Gremium der LEARNTEC wird nach der Einreichung die Papers nach verschiedenen Qualitätskriterien bewerten, die sich aus den Elementen Best Practice, Wissenschaftliche Excellence, Innovation und Erfahrung zusammensetzen, und über die Aufnahme in die finale Programmstruktur entscheiden.

Interessierte können sich bis zum 2. Mai unter folgendem Link am Call for Papers beteiligen: www.learntec.de/cfp_de.

2018-02-01
LEARNTEC mit Rekordergebnissen

Größer, internationaler, innovativer und digitaler präsentierte die LEARNTEC sich in den vergangenen drei Tagen. Mehr als 10.000 Fachbesucher (2017: über 7.500 Besucher) und damit mehr als je zuvor kamen vom 30. Januar bis zum 1. Februar in die Karlsruher Messehallen, um sich bei 302 Ausstellern (2017: 257 Aussteller) und im hochkarätig besetzten Kongress über die aktuellen Trends und zukünftigen Entwicklungen in der digitalen Bildung zu informieren und auszutauschen. Die Besucher kamen vor allem aus Industrie, Beratung, Consulting, Handel und Vertrieb sowie Bildungseinrichtungen.

LEARNTEC mit Rekordergebnissen

„Die LEARNTEC ist Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung und weiterhin auf Erfolgskurs. Wer sich mit digitalen Lernszenarien beschäftigt, kommt an der LEARNTEC nicht vorbei. Steigende Besucher- und Ausstellerzahlen sowie die zunehmende Internationalität untermauern die Spitzenposition“, betonte Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. „Karlsruhe als Digital Hub konnte in den vergangenen Tagen 10.000 digitale ‚Köpfe‘ begrüßen, die wiederum die Stärken und Themen des IT-Standorts über die Landesgrenzen hinaustragen.“ Die zunehmende Bedeutung der digitalen Bildung spiegelte sich in Fachmesse und Kongress wider. Knapp 60 Prozent der Besucher waren erstmals auf der LEARNTEC. 95 Prozent der Besucher waren mit ihrem Messebesuch zufrieden und gaben Top-Noten.

Bitkom-Preisverleihung auf der LEARNTEC

Die wichtigste Preisverleihung auf der LEARNTEC war die des Innovationspreises für digitale Bildung (delina). Der Bitkom vergab den delina bereits zum sechsten Mal auf der LEARNTEC. Für die neuen Kategorien „Aus- und Weiterbildung", „Hochschule" sowie „Gesellschaft und lebenslanges Lernen" gingen rund 100 Einreichungen ein. Die Preise gingen in diesem Jahr an „Das FutureLab: Digitales Lernen mit Inhalten von morgen" der Carl-Benz-Schule Koblenz, die RWTH Aachen mit einem Mixed-Reality-Stimmtraining für Lehrende und den Verein JOBLINGE aus München für die App „Mathe als Mission“. „Die LEARNTEC bietet für uns die ideale Plattform für die Verleihung des delina. Wir freuen uns, dass wir den Nominierten mit einer eigenen Ausstellungsfläche die Möglichkeit geben konnten, sich auf der LEARNTEC zu präsentieren", so Natalie Barkei, Projektmanagerin beim Bitkom e.V.. Als führender Branchenverband steht der Bitkom der LEARNTEC als langjähriger ideeller Träger zur Seite und präsentierte sich auch mit einem eigenen Stand.

Hochkarätiger Kongress mit starkem Zuspruch

Vom Einsteiger bis zum E-Learning-Experten – insgesamt 60 Stunden Kongressprogramm mit sechs Keynotes, 66 Vorträgen und sechs interaktiven Workshops boten gebündeltes praxisnahes Wissen für alle Zielgruppen. Die zunehmende Relevanz des Kongresses zeigte sich am deutlichen Zuwachs an Teilnehmern, die zudem einen weiteren Anreiseweg auf sich nahmen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer besuchte den Kongress an allen drei LEARNTEC-Tagen, 90 Prozent planen den Kongress auch im nächsten Jahr zu besuchen. „Der starke Zuspruch zeigt, dass die Mischung aus Best Practice-Beispielen, dem Stand der Forschung und Grundlagenwissen der richtige Weg ist. Innovative Lernkonzepte gepaart mit konkreten Tipps aus der Praxis bieten den Teilnehmern wertvolle Impulse. Dies bestätigen die Teilnehmer uns immer wieder“, so Sünne Eichler und Prof. Dr. Peter A. Henning, Mitglieder des Kongresskomitees der LEARNTEC. Besonderen Anklang fanden die Keynotes von Charles Jennings, Co-Founder, 70:20:10 Institute (UK), und Dr. Henning Beck, Biochemiker, Neurowissenschaftler und Deutscher Meister im Science Slam.

Die Bedeutung der LEARNTEC als Austausch- und Informationsplattform zeigte sich auch an der Beteiligung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Das Ministerium war mit einem eigenen Stand vertreten und inhaltlich am Programm von school@LEARNTEC beteiligt. Auch für die kommende Veranstaltung plant Michael Zieher, Leiter des Referats Medienpädagogik, digitale Bildung im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport bereits einen Auftritt: „Die LEARNTEC in der IT-Hochburg Karlsruhe ist für uns die optimale Plattform, um unsere digitale Bildungsplattform „ella@bw“ für baden-württembergische Schulen vorzustellen. Wir sind vom Interesse und der positiven Resonanz überwältigt und wollen im kommenden Jahr wieder deutlich Präsenz zeigen.“

Kräftemessen im Boxring: Start-up Pitches auf der LEARNTEC

In der Start-up Area, die im Vergleich zum Vorjahr noch einmal vergrößert wurde, präsentierten sich 20 junge und innovative Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand, der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wurde. Erstmals traten die Start-ups auf einer eigenen Aktionsbühne in Start-up Pitches gegeneinander an. Einer der Gewinner des Hochschul-Pitchs war das Start-up Sdui. „Für uns als Start-up ist es eine große Chance, auf Europas Nummer 1 in digitaler Bildung die ersten Schritte im Markt zu tätigen, Kooperationspartner zu finden und unsere Zielgruppe aus dem Schul- und Hochschulbereich zu treffen. Besonders freut es uns, dass Fachbesucher bereit sind, ihre Ideen mit uns zu teilen. Davon können wir als Start-up sehr profitieren“, so Daniel Zacharias, Gründer und Geschäftsführer von Sdui.

Neue Aussteller wie die CASIO Europe GmbH sind von der Resonanz überwältigt: „Wir sind zum ersten Mal als Aussteller auf der LEARNTEC. Wir hatten vorab eine hohe Erwartungshaltung, diese ist jedoch noch übertroffen worden. Wir haben hier genau unsere Zielgruppe getroffen und die Qualität der Gespräche war sehr hoch. Wir freuen uns bereits auf 2019“, so Frank Aßmann, Sales Manager bei CASIO. Langjährige Aussteller wie die tts GmbH betonten vor allem die großartige Entwicklung der LEARNTEC. Ulrich Ude, Managing Director bei tts: „Es war die bisher erfolgreichste LEARNTEC für uns. Sowohl Qualität als auch Quantität der Besucher waren noch nie so hoch. Digitaler Wandel lebt und treibt viele Unternehmen um. Als langjähriger Aussteller freuen wir uns, die großartige Entwicklung der LEARNTEC zu begleiten. Für uns ist sie ein fester Termin – wir haben bereits unseren Stand für die nächste Veranstaltung gebucht.“

Isabelle Kühl, Key Account Manager bei der Core Learning Production GmbH, ist mit dem Verlauf der LEARNTEC sehr zufrieden: „Ich freue mich, dass E-Learning nicht nur in großen Konzernen, sondern auch in mittelständischen Unternehmen zunehmend als essentieller Bestandteil der Aus- und Weiterbildung gesehen wird und sich dies auch im Wachstum der LEARNTEC widerspiegelt. Die LEARNTEC ist jedes Jahr ein Pflichttermin für uns. Wir nutzen die Fachmesse, um bestehende Kontakte auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen.“

Die nächste LEARNTEC findet vom 29. bis 31. Januar 2019 erneut in der Messe Karlsruhe statt.

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