15.11.2018

Smart lernt man nur, wenn die Umgebung stimmt

Wenn althergebrachte Methoden des Lernens im Unternehmen mit dem Schritttempo der Digitalisierung nicht mehr mithalten können, sind neue Ideen gefragt. Ein Vortrag auf dem Kongress der LEARNTEC 2019 zeigt einen ganzheitlichen Ansatz als Lösungsweg.

Es genügt nicht, in einem Unternehmen neue Technik und neue Lernmethoden einzuführen, will man die Kompetenzen der Mitarbeiter für die Anforderungen der Zukunft stärken. Der Ansatz, den Sirkka Freigang in Ihrem Vortrag „Smart Learning Environments“ verfolgt, bezieht noch viele weitere Faktoren mit ein. So spielt unter anderem die Gestaltung des persönlichen Arbeitsplatzes und der Räumlichkeiten eine große Rolle. Ihre Thesen basieren u.a. auf einer Studie, bei der die Bedingungen von über 150.000 Arbeitsplätzen in 50 Ländern ausgewertet wurden. Dabei wurde ein „Global Workplace Effectiveness Standard“ ermittelt, mit dessen Hilfe sich ein Effektivitätsindex bilden lässt. Darin sind nicht nur leicht messbare äußere Faktoren enthalten, sondern auch Aspekte, die den jeweiligen Angestellten betreffen.

Insgesamt definiert Freigang sechs Faktoren, die wichtig sind, um die Effektivität am Arbeitsplatz zu verbessern. Dazu gehört die Gestaltung der Arbeitsbereiche je nach Tätigkeit, die Verwendung multifunktionaler Möbel, die Beachtung von Umweltfaktoren wie Licht oder Lärm sowie generell der Aufbau einer Wohlfühlatmosphäre. Zum letzten Punkt tragen natürlich auch einzelne Maßnahmen wie ein Kickertisch und ein Ruheraum bei. Wichtiger ist es aber, durch Farben, die Auswahl von Einrichtungsgegenständen und die großzügige Ausstattung mit Pflanzen eine kreative und inspirierende Umgebung zu schaffen. Dabei sollten alle Entscheidungen nicht alleine von der Geschäftsleitung getroffen werden, sondern unter Einbeziehung aller Beteiligten in einem gemeinsamen kommunikativen Prozess entstehen.

Bedarfsgerecht lernen ist smart und vernetzt

Um ein Smart Learning Environment zu erzeugen, bedarf es zusätzlich zu den oben genannten Faktoren noch weiterer Gestaltungselemente am Arbeitsplatz. Das sind mittlerweile vor allem in die Arbeitsmöbel eingebaute kompakte IoT-Geräte. Die vermitteln nun aber nicht etwa konventionellen Lernstoff, sondern unterstützen den Menschen bei seiner Arbeit kontext- und bedarfsbezogen, etwa als Assistenz- oder Empfehlungssysteme. Vernetzt das Unternehmen diese persönlichen Lernsysteme, können auf dieser Datenbasis mittels künstlicher Intelligenz Empfehlungen zu Lerninhalten und Lernmethoden generiert werden.

Sirkka Freigang ist Head of Learning Environments bei Bosch Software Innovations. In ihrem Vortrag stellt sie auch ihr eigenes Framework vor, mit dessen Hilfe man effiziente Lernumgebungen der neuen Art entwickeln kann, ohne Gefahr zu laufen, den rein technischen Aspekten zu viel Gewicht zu geben.

Der Vortrag „Smart Learning Environment“ findet auf dem LEARNTEC Kongress am Dienstag, dem 29. Januar, 16.30 bis 17.15 Uhr im Konferenzraum 6/7 statt.

Pressekontakt

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