Die Hochschullehre wird digital

Für die heutige Studentengeneration ist das Arbeiten mit Textdokumenten, Videos und dem Internet alltäglich. Auch die Hochschulen selbst haben damit begonnen, sich auf die Erfordernisse der digitalisierten Gesellschaft einzustellen. Experten und Praktiker berichten auf der LEARNTEC 2019 über unterschiedliche Ansätze.

Das Thema Digitale Hochschule auf der LEARNTEC 2019

Die LEARNTEC widmet dem Thema „Digitale Hochschule“ am Dienstag, 29. Januar 2019, eine eigene Tagung. Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten diskutieren mit Vertretern von Hochschulleitungen und IT-Verantwortlichen und stellen ihre Konzepte und Erfahrungen vor.

Das Thema Digitalisierung der Hochschulen ist nicht neu – bereits vor rund zehn Jahren entstanden die ersten Massive Open Online Courses, kurz MOOC, also frei zugängliche Online-Kurse, die zur Wissensvermittlung digitalisierte Materialien genauso einsetzen wie Online-Foren. Um die Erkenntnisse aus dieser Unterrichtsform geht es im Vortrag von Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier. Er spricht über „Ausflüge in die Akronymwelt. Was haben wir aus der MOOCs-Debatte gelernt?“.

Berichte aus der Praxis

Ihre praktischen Erfahrungen mit digital und online vermittelter Hochschulbildung skizzieren zwei der erfahrensten Expertinnen auf diesem Gebiet. Dr. Steffi Widera ist Geschäftsführerin der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb), die eine Art gemeinsamen virtuellen Campus der bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bildet. Für Studierende an einer bayerischen Hochschule sind die übers Internet vermittelten Lehr- und Lernangebote mit ihren rund 500 Kursen kostenlos, für andere Nutzer gegen Zahlung einer Gebühr zugänglich. Das Konzept der vhb ist in Europa derzeit einmalig. Dr. Widera berichtet darüber in ihrem Vortrag „Lehren und Teilen im digitalen Hochschulzeitalter“.

Ebenfalls als Referentin gewinnen konnte die LEARNTEC Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der Fernuniversität Hagen. Die Hochschule ist die einzige staatliche Fernuniversität im deutschen Sprachraum und gleichzeitig die größte Universität Deutschlands. Sie bietet bereits seit mehreren Jahren MOOCs an. Seit 2017 können über die neu eingerichtete offene Lernplattform auch Außenstehende an Online-Kursen der Fernuniversität teilnehmen. Das Thema von Prof. Pellerts Vortrag lautet „Digitalisierung und gute Lehre“.

Zukunftskonzepte

Auch andere Hochschulen arbeiten an ihrer digitalen Zukunft. Der Bildungsforscher Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg beschäftigt sich auf der Tagung der LEARNTEC mit dem Thema „Wie Hochschulen die Digitalisierung von Studium und Lehre angehen: Erfahrungen mit der Strategieentwicklung“. Aus eher technischer Sicht wird das Thema von Torsten Prill beleuchtet, dem ersten CIO (Chief Information Officer) der Freien Universität Berlin. Er spricht über „Das Hochschulrechenzentrum der Zukunft“.

Die Digitalisierung der Hochschulen wirft auch im Zusammenhang mit dem Datenschutz völlig neue Fragen auf. Sie stellt und beantwortet der Rechtswissenschaftler Dr. Alexander Roßnagel von der Universität Kassel in seinem einleitenden Vortrag „Was dürfen wir an den Hochschulen überhaupt noch. Digitalisierung und Datenschutz“. Veranstalter der Tagung sind die Virtuelle Hochschule Bayern und das Informationsportal e-teaching.org. Die Teilnahme ist kostenlos, zur Anmeldung genügt eine formlose Nachricht an die E-Mail-Adresse university@learntec.de.

Am zweiten Messetag, dem 30. Januar, findet ein ganztägiges Vortragsprogramm statt, das sich mit digitalen Medien und den darauf abgestimmten Lernkonzepten befasst. Hier berichten Referenten von ihren konkreten Erfahrungen, etwa über „Einsatzszenarien digitaler Mathematikaufgaben“ oder über die Agrar-App „Digitaler Lehrgarten“.

Pressekontakt

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Tanja Stopper
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