02.11.2017

Mission Digitale Schule – nur im Team kann sie gelingen

Gleich mehrere Panel-Workshops im Forum school@LEARNTEC beschäftigen sich mit den Gelingensbedingungen einer digitalisierten Schule.

So fragt Natalie Barkei, Bildungsexpertin beim Bitkom e.V. Wie wird meine Schule digital? und Julia Behrens, Projektleiterin bei der Bertelsmann Stiftung Teilhabe, Ganztag, Inklusion – wie kann die Digitalisierung hier unterstützen?

Mareike Müller vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und Dr. Lutz Goertz, Leiter Bildungsforschung am mmb Institut haben zu ihrem dreistündigen Workshop Experten von Kultusministerium, Schulträgern, Schul-(IT-) Ausstattern, Bildungsnetzwerken und Schulen eingeladen. Landrover statt Lamborghini? Wie machen wir Lerntechnologien für Schule robuster? Unter diesem Titel bieten Sie den Besuchern die Expertise aus unterschiedlichen Perspektiven an, um anhand praxisbezogener Empfehlungen Orientierungshilfen zu geben – und gemeinsam weiter zu entwickeln. Kooperieren und Kollaborieren sind nicht nur Kompetenzen, die es den Schülern im 21. Jahundert in der Schule zu vermitteln gilt, ohne Kooperieren und Kollaborieren aller Bildungsakteure ist die Transformation von der analogen zur digitalen Schule nicht zu realisieren.

In diesem Sinne ist der DigitalPakt von Kultusministerkonferenz (KMK) und Bund Ziel und Kompass in einem für das Gelingen des Projektes Bildung in der digitalen Welt. Unter diesem Titel hat die KMK im Dezember 2016 ihre Strategie zur Umsetzung des Bildungsauftrags im 21. Jahrhundert formuliert. Darin heißt es: „Die Länder beziehen in ihren Lehr- und Bildungsplänen sowie Rahmenplänen, beginnend mit der Primarschule, die Kompetenzen ein, die für eine aktive, selbstbestimmte Teilhabe in einer digitalen Welt erforderlich sind. Dies wird nicht über ein eigenes Curriculum für ein eigenes Fach umgesetzt, sondern wird integrativer Teil der Fachcurricula aller Fächer. Jedes Fach beinhaltet spezifische Zugänge zu den Kompetenzen in der digitalen Welt durch seine Sach- und Handlungszugänge. Damit werden spezifische Fach-Kompetenzen erworben, aber auch grundlegende (fach-)spezifische Ausprägungen der Kompetenzen für die digitale Welt. Die Entwicklung der Kompetenzen findet auf diese Weise (analog zum Lesen und Schreiben) in vielfältigen Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten statt.“

Es folgen dann auf vier DIN A4 Seiten detailliert und nach sechs Kompetenzbereichen gegliedert die Lernziele.

Die Kompetenzen in der digitalen Welt umfassen die nachfolgend aufgeführten sechs Kompetenzbereiche:

  1. Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
  2. Kommunizieren und Kooperieren
  3. Produzieren und Präsentieren
  4. Schützen und sicher Agieren
  5. Problemlösen und Handeln
  6. Analysieren und Reflektieren

Die Länder verpflichten sich dazu, dafür Sorge zu tragen, dass alle Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Grundschule eingeschult werden oder in die Sek I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben können.

Die dazu notwendige Infrastruktur und Ausstattung, also die technische Grundausstattung der Schulen ist laut Strategiepapier „Ausgangspunkt und Voraussetzung allen digitalen Lehrens und Lernens.“ Darunter fallen:

  • Breitband
  • Beratung und konzeptionelle Unterstützung
  • Schulhausvernetzung, WLAN und technischer Support
  • Endgeräte/Präsentationstechnik
  • Arbeits- und Kommunikationsplattformen
  • ID-Management-Systeme
  • Cloud/Interoperabilität

Das Strategiepapier der KMK und der DigitalPakt von Bund und Ländern zeigen, dass die Digitalisierung der Schulen Fahrt aufgenommen hat.

Dass die Digitalisierung nicht mehr nur eine Frage der Schulträger und Schulleitungen, sondern jedes einzelnen Lehrers ist, macht das Strategiepapier unmissverständlich deutlich: “Wenn sich in der „digitalen Welt“ die Anforderungen an Schule und damit an alle Lehrkräfte nachhaltig verändern, dann wird perspektivisch Medienbildung integraler Bestandteil aller Unterrichtsfächer sein und nicht mehr nur schulische Querschnittsaufgabe. Alle Lehrkräfte müssen selbst über allgemeine Medienkompetenz verfügen und in ihren fachlichen Zuständigkeiten zugleich Medienexperten werden.“

Das Strategiepapier stärkt damit allen Pädagogen den Rücken, die Fort- und Weiterbildungsangebote zur digitalen Bildung in ihren Fächern und/oder die dazu technische notwendige Ausstattung einfordern – nur so können sie ihrem Bildungsauftrag gerecht werden, die oben genannten Kompetenzen ab dem Schuljahr 2018/19 verbindlich zu vermitteln.

school@LEARNTEC hilft Ihnen, sich für diese Herausforderungen zu rüsten.

Autor: Jürgen Luga, Redaktionsbüro Education Mediengesellschaft mbH

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