23.08.2017

Digitale Grundbildung in der Schule – mehr als nur Medienkompetenz

In Schulen geht es schon lange nicht mehr um das Verhältnis der Anzahl von PC zu Schülern oder um Medienkompetenz. In der Dagstuhl-Erklärunghaben ...

... im letzten Jahr mehr als 30 führende Informatiker und Pädagogen formuliert: „Ohne Verständnis der grundlegenden Konzepte der digitalen vernetzten Welt können Bildungsprozesse heute nicht zukunftsfähig gestaltet werden.“ Phänomene der Digitalisierung müssen ihrer Ansicht nach „aus technologischer, gesellschaftlich-kultureller und anwendungsbezogener Perspektive in den Blick genommen werden.“

Abb.1: Perspektiven der Digitalen Bildung

Und, „Digitale Bildung im eigenständigen Lernbereich sowie innerhalb der anderen Fächer muss kontinuierlich über alle Schulstufen für alle Schüler_innen im Sinne eines Spiralcurriulums erfolgen.“

Im Rahmen der Diskussionsrunde „Phänomene einer digitalisierten Gesellschaft – Didaktik 4.0?“ am Mi., den 31.08.18 werden ein Vertreter der Dagstuhl Erklärung, Juliane Petrich (Bitkom) und Sebastian Staacks (RWTH Aachen) der Frage nachgehen, wie Schule Digitale Grundbildung vermitteln kann.

Digitale Grundbildung lautet also das Gebot der Stunde. Schulentwicklung ist dabei eine tragende Säule, eine andere wird in der Erklärung der Kultusministerkonferenz ebenfalls klar benannt: „Eine technische Grundausstattung der Schulen ist Ausgangspunkt und Voraussetzung allen digitalen Lehrens und Lernens. Hierzu zählt die Bereithaltung einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur zur Nutzung digitaler Endgeräte.“ Wie eine solche technische Grundausstattung beschaffen sein kann, dazu haben die Besucher der LEARNTEC vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren, zum auszuprobieren und sich mit anderen auszutauschen. Bereits 2017 ließ sich aus dem erfrischenden Generationen-Mix im Forum schließen, dass die Generation Y in den Lehrerzimmern angekommen ist. Kein Wunder, denn mit jährlich fast 30.000 Pensionierungen pro Jahr, findet derzeit ein gigantischer Generationswechsel in der Lehrerschaft statt.

“Generation Y – Frischer Wind in der Bildungslandschaft?“ fragen wir dann auch am Di., den 30.01.18 die Teilnehmer der zentralen Diskussionsrunde. Und am Do., den 01.08.18 lautet das Thema: „Schulentwicklung K 21 – Wie bildet sich eine Gesellschaft?“ Die Diskussionsrunden finden jeweils von 13.-14.00 Uhr statt.

Wie bereits 2017 wird das Forum school@LEARNTEC als offene Lernlandschaft mit Werkstattcharakter gestaltet. 2018 werden es sogar fünf statt vier parallel stattfindende Panels sein – dazugekommen ist die MakerArena. Hier werden Themen wie „Learners as Dsigners“, „3D-Druck", Robotik oder Coding zum Mitmachen angeboten. Frontalunterricht war gestern, im Forum school@LEARNTEC werden in den dreistündigen Panel-Sessions gemeinsam mit den Referenten Lernsettings erprobt und mobile Lernraumlösungen gesucht.

Die Panel-Experten kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz und teilen Ihre Erfahrungen mit den Besuchern, z.B. wie ein Smartphone als mobiles Physiklabor genutzt werden kann, warum Lernateliers Ressourcen für individualisiertes Lernen freisetzen oder sich Lehrer nicht zu, sondern mit digitalen Medieneinsatz fortbilden sollten.

Autor: Jürgen Luga, Redaktionsbüro Education Mediengesellschaft mbH

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