News Themenbereich Beruf

2020-01-10
Digitale Zertifikate: Fraunhofer setzt Blockchain im Bildungssektor ein
Im Umfeld der LEARNTEC 2020 gibt Fraunhofer ein Update zum aktuellen Projektstand.
Im Umfeld der LEARNTEC 2020 gibt Fraunhofer ein Update zum aktuellen Projektstand.

Dadurch wird die Blockchain für das Bildungssegment nutzbar, indem fälschungssichere digitale Zertifikate für Aus- und Weiterbildungen ermöglicht werden. Die Idee dahinter: Die Verifizierung von digitalen Zertifikaten erfolgt per Blockchain. So verfügen Lernende über ein digitales Archiv ihrer Zeugnisse, von denen sie Teile Dritten zugänglich machen können – etwa dem eigenen Arbeitgeber, potenziellen neuen Auftraggebern oder auch Kontrollstellen. In der Pilotphase hat sich bereits gezeigt, dass Zertifizierungsstellen durch die Digitalisierung bestehender Prozesse die Kosten um bis zu 30 Prozent reduzieren können. Auch Personalabteilungen tun sich mit dem Check von Unterlagen von Bewerbern, aber auch mit der Erfassung neuer Zertifikate von Mitarbeitern deutlich leichter.

Aus dem Projekt ist inzwischen ein Prototyp geworden, die ersten Zertifikate wurden Ende 2019 ausgestellt. Die Partner der Testphase, zum Beispiel die Technische Hochschule Lübeck, die RWTH Aachen sowie die gemeinnützige Organisation Kiron und die MOOC-Plattform oncampus, haben sich zur DigiCerts-Allianz zusammengeschlossen. Alle Partner haben sogenannte Knoten aufgebaut, um den Prototyp zu testen.

Aus dem Projekt ist inzwischen ein Prototyp geworden, die ersten Zertifikate wurden Ende 2019 ausgestellt. Die Partner der Testphase, zum Beispiel die Technische Hochschule Lübeck, die RWTH Aachen sowie die gemeinnützige Organisation Kiron und die MOOC-Plattform oncampus, haben sich zur DigiCerts-Allianz zusammengeschlossen. Alle Partner haben sogenannte Knoten aufgebaut, um den Prototyp zu testen.

„Blockchain for Education“ gilt als eines der Beispiele für konkrete Anwendungen der Trendtechnologie Blockchain. Die Beteiligten glauben, dass Blockchains eine zentrale Rolle in der Digitalisierung von Industrie und Handel einnehmen können. Deshalb werden die Fraunhofer-Institute FIT und AISEC sowie die Fraunhofer Academy an dem Projekt im nächsten Schritt als Spin-off unter dem Namen CertoTrust weiterarbeiten. Das Produkt richtet sich nicht nur an Hochschulen, sondern auch an Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen (etwa an die Finanzbranche), die Bedarf an solchen Zertifizierungen haben.

2020-01-03
In Umschulung bekommt Deutschland nur Note 6
© Boston Consulting

Eine international ausgelegte Studie hat untersucht, wie sich die Menschen weltweit darauf vorbereiten.

Über 366.000 Teilnehmer aus 197 Nationen haben die Umfrage für die Arbeitsmarktstudie Decoding Global Trends in Upskilling and Reskilling beantwortet, die von der Online-Jobplattform StepStone, der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und dem globalen Jobbörsennetzwerk The Network durchgeführt wurde. Mehr als 17.000 der Teilnehmer kommen aus Deutschland.

Das Ergebnis der Studie aus der BCG-Serie Decoding Global Talent offenbart, dass deutsche Arbeitnehmer im globalen Vergleich sehr zögerlich bei Umschulungen sind: Nur 38 % der Deutschen investieren aktuell regelmäßig Zeit in Weiterbildung – das ist der niedrigste Wert des gesamten Befragungsspektrums. Weltweit sind es durchschnittlich 65 %. Dabei erwarten im internationalen Vergleich ausgerechnet die Deutschen angesichts der zunehmenden Globalisierung und Automatisierung große Veränderungen für ihren aktuellen Job. Während weltweit im Schnitt 49 % aller Befragten durch neue Technologien große Veränderungen für ihren Job vorhersehen, sind es in Deutschland ganze 55 %.

„Ein Teil der Arbeitnehmer in Deutschland ist offen dafür, sich beruflich komplett neu zu orientieren – das ist ein gutes Zeichen“, sagt Rainer Strack, Senior Partner bei BCG. „Dass es aber nur 53 % sind, ist alarmierend. Weltweit sind im Schnitt zwei Drittel bereit, neue Fähigkeiten für einen komplett anderen Job zu erlernen. Damit liegt Deutschland unter den letzten 10 % der Länder.“ Mit anderen Worten: Deutsche Arbeitnehmer gehören zur Gruppe der „Zögernden“, also zu denjenigen, die große Veränderungen erwarten, aber noch nicht viel tun, um sich darauf vorzubereiten.

Daneben identifiziert die Studie „Beobachter“ (eine Gruppe, die zwar aktuell wenig Weiterbildung betreibt, aber auch nur geringe Auswirkungen der digitalen Megatrends erwartet), die „intrinsisch Lernenden“ (viel Weiterbildung, geringe Auswirkungen) sowie die „proaktiven Veränderer“ (viel Weiterbildung, große Auswirkungen), zu denen Länder wie Japan gehören.

In Deutschland gibt es allerdings große Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen: Arbeitnehmer aus dem Dienstleistungssektor sind eher offen für einen neuen Job und eine damit verbundene Umschulung (62 %). Im Gesundheitssektor zeigt dagegen nicht einmal jeder Zweite (45 %) diese Bereitschaft. „Die Digitalisierung wird viele standardisierte Tätigkeiten ersetzen, schafft aber gleichzeitig neue, oft anspruchsvolle Jobprofile, deren Anforderungen sich stetig weiter verändern werden“, betont StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Der Bedarf an Fachkräften kann nicht allein durch die Rekrutierung von Spezialisten gedeckt werden. Dieser Veränderungsprozess wird nur gelingen, wenn Mitarbeiter bereit sind, Neues zu lernen und von Unternehmen darin aktiv unterstützt werden.“

In einem Punkt aber sind sich alle Arbeitnehmer länderübergreifend einig: Um die Anforderungen von Globalisierung und Automatisierung erfolgreich zu meistern, sind Kommunikationsfähigkeiten die wichtigsten Kompetenzen, die Fachkräfte künftig mitbringen müssen. Nach Einschätzung der Deutschen werden sich diejenigen behaupten können, die zudem Problemlösungsfähigkeiten, Führungskompetenz und analytische Fähigkeiten besitzen.

2020-01-03
In EdTech steckt der Motor der Digitalisierung
© Springer Fachmedien Wiesbaden

Ein aktuelles Fachbuch will systematisch Klarheit schaffen.

Im Bereich EdTech ist sogar die europäische Start-up-Szene im internationalen Vergleich vernachlässigbar. Der Grund: Viele Menschen der alten Bildungsländer verbinden institutionell computerbasiertes Lernen mit Lernzwang, hohen Abbruchquoten und Langeweile – also dem genauen Gegenteil erfolgreichen Lernens. Die Möglichkeiten des Online-Lernens scheinen nach wie vor limitiert.

Um diese Vorurteile aufzubrechen, beschäftigen sich Dr. Martina Nieswandt, Dr. Roland Geschwill (beide aus der Denkwerkstatt für Manager) und Dr. Volker Zimmermann (NEOCOSMO) in ihrem gemeinsamen Buch „EdTech in Unternehmen“ damit, wie Unternehmen in Zeiten der digitalen Transformationen fit für die Zukunft werden können. Ihre klare Botschaft: Unternehmen müssen lernen, sich neu zu organisieren, um erfolgreich zu sein, und dazu muss intelligente Bildung dauerhaft in Unternehmen etabliert werden. Das Buch geht die Palette moderner Lernkonzepte systematisch durch, zeigt auf, wo jeweils die besonderen Stärken liegen, und bewertet sie einzeln nach dem Kernkriterium Zukunftsfähigkeit. Die Irrwege der Vergangenheit werden dabei ebenso beleuchtet wie etwa die neuen Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz. Interviews und praktische Realbeispiele runden die Analyse ab.

Das bei Springer erschienene EdTech-Fachbuch richtet sich insbesondere an Manager, Unternehmer, Personalverantwortliche und Leiter von Digitalisierungsprojekten sowie an Mitarbeiter von Bildungsinstitutionen. Sein Anliegen besteht darin, aufzuzeigen, was Unternehmen konkret in Angriff nehmen können, um den digitalen Wettlauf durch Bildung zu gewinnen.

2019-12-20
Ein Digi-Check zeigt auf, wo Schulungsbedarf besteht
VIWIS GmbH

Mit Digi-Check bietet der Full-Service-Bildungsanbieter VIWIS GmbH einen Online-Test für Unternehmen an: Mitarbeiter können im Selbsttest prüfen, wie es um ihre digitalen Kompetenzen bestellt ist. Der Test liefert eine ausführliche Beschreibung der Stärken und Defizite, in Zahlen und grafisch aufbereitet. Wichtig dabei: Die Soll-Kompetenzen sind individuell auf die jeweilige Rolle des Mitarbeiters zugeschnitten. Der Digi-Check ist laut VIWIS aber auch für Führungskräfte interessant, weil sie damit erfahren, wie stark ihre Mannschaft digital aufgestellt ist, wo sie Unterstützung benötigt und was die Mitarbeiter bereits ausgesprochen gut können.

Selma Neumeyer ist Digital Learning Expert bei VIWIS und berät Unternehmen, wie sie ihre Mitarbeiter fit für den digitalen Wandel machen. Vor allem müssten sie „den Wandel aktiv gestalten und dürfen sich nicht von der digitalen Transformation vorantreiben lassen“, warnt sie. „Denn die Gefahr besteht, dass die Unternehmen von der Digitalisierung überrannt werden und am Ende auf der Strecke bleiben.“ Der Digi-Check ist für Neumeyer lediglich der erste Schritt auf der Reise zur digitalen Transformation: „Die Mitarbeiter erhalten im Anschluss Lernempfehlungen zu den Themen, bei denen noch Schulungsbedarf festgestellt wurde.“

Aus Erfahrung weiß sie, dass Nachholbedarf oft im Bereich der Soft Skills besteht. Das betrifft zum Beispiel das Führen von räumlich verteilten Teams oder die Kommunikation in Online-Meetings. Laut Neumeyer ist dann wichtig, bei den Mitarbeitern ein agiles Mindset zu verankern. Methoden wie Scrum und Kanban oder Design Thinking unterstützen die Mitarbeiter bei der Umsetzung. „Zur Orientierung stellen wir unseren Kunden Kurzfilme zur Verfügung, in denen die Begrifflichkeiten und Methoden mit ihren Vorteilen sehr anschaulich erklärt werden.“

Der digitale Wandel geht außerdem mit großen und rapide wachsenden Datenmengen einher. Data Analytics können aus diesen Big Data Schlussfolgerungen auf konkrete Kundenbedürfnisse ziehen. Das hat unter anderem Einfluss auf die Produktentwicklung und trägt wesentlich zur Risikominimierung bei. Allerdings müssen die gewonnenen Daten gesammelt und konsolidiert, kategorisiert und verarbeitet werden, was Know-how und Manpower erfordert. „Für Unternehmen bieten wir ein Lernprogramm an, das genau das beleuchtet, damit alle Mitarbeiter wissen, was sich hinter Data Analytics verbirgt“, erklärt Selma Neumeyer. „Außerdem arbeiten wir mit den Ausbildern und Verantwortlichen eng zusammen und schulen sie, wie aus dem vorhandenen Präsenzangebot ein kostengünstiges, digitales Lernszenario konzipiert wird.“

Die Lerninhalte und weiteres Material wie Filme, Dokumente und Zertifikate werden über ein spezielles Lernmanagement-System bereitgestellt. Ein Trainer kann zum Beispiel ein Lernprogramm zur Vorbereitung auf sein Seminar bereitstellen, sodass alle Kursteilnehmer auf dem gleichen Kenntnisstand starten. Für Unternehmen, die von diesen neuen Lernmethoden profitieren wollen, hat die VIWIS GmbH das neue Training Lab konzipiert. Es macht herkömmliche Seminare zum Blended Learning, gibt Ausbildern eine Reihe von Optionen an die Hand, wie sie Webinare lebendig und anregend moderieren, und zeigt, wie man ein digitales Lernprogramm ansprechend gestaltet.

Sämtliche VIWIS-Angebote können Unternehmen inhouse buchen, sie finden dann in den eigenen Firmenräumen exklusiv für die Mitarbeiter statt. Denn trotz digitaler Inhalte und Lernformen ist es der Mensch, der im Mittelpunkt steht: „Wir lassen die Lerner nicht allein“, betont Selma Neumeyer. „Die Teilnehmer der Qualifizierungen werden eng von uns begleitet.“ VIWIS empfiehlt herfür die Bildung von Lerntandems und -teams sowie regelmäßige Online-Meetings.

2019-12-19
76% der Online-Sprachschüler lernen am liebsten durch Gespräche
Credit: Behrendt und Rausch

Laut einer Studie von Preply, einer Plattform für Online-Sprachunterricht, verbringen 76% der Schüler den größten Teil ihres Unterrichts im Gespräch mit ihren Lehrern. 95% der Schüler sind mit dieser Struktur zufrieden.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Schüler nicht mehr nur traditionelle Methoden zum Erlernen von Sprachen anwenden, wie Lehrpläne, in denen Grammatik und Vokabelübungen im Vordergrund stehen. Diese Methoden stammen aus dem Klassenzimmer und bilden nach wie vor auch das Herzstück vieler moderner Sprachlern-Apps und -Programme.

Durch das Internet eröffnen sich den Schülern jedoch neue Möglichkeiten für das virtuelle Eintauchen in die Sprache. Dank der Videotelefonie-Technologie können Schüler echte Gespräche mit muttersprachlichen Lehrern aus der ganzen Welt führen.

Für die Studie befragte Preply 154 Schüler, die über ihre Plattform Unterricht nehmen. Preply-Lehrer bieten Sprachunterricht mit einer Vielzahl von Methoden an, die auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele jedes Schülers zugeschnitten sind.

Preply ist eine Plattform für Online-Sprachunterricht und bringt Schüler und Lehrer aus der ganzen Welt für einen effektiven Einzelunterricht zusammen. Preply wurde 2012 gegründet, bietet Unterricht in mehr als 50 Sprachen an und betreut über 100.000 Schüler pro Jahr.

2019-12-19
Fehlerbewältigung beim Social Learning

In wie fern unterscheidet sich die Fehlerbewältigung beim Social Learning von jener bei anderen computergestützten Lernformen?

Sandra Dundler: Beim Social Learning geht es um Wissens- und Kompetenzerweiterung durch gemeinsame soziale Interaktion. Also den Austausch von eignen Erfahrungen, Know-How und Faktenwissen. Der inhaltliche Prozess, also wohin die Diskussion führt, ist nicht exakt vorhersehbar. Dementsprechend ohne moderative Begleitung auch das Ergebnis bzw. die Qualität des Ergebnisses. Die Gruppe ist abhängig von der Eigeninitiative, also dem mindset, der „Teilgeber“. Das bedeutet, dass Social Learning zwangsläufig mehr Struktur und Rahmen, mehr Aufmerksamkeit vom „Lehrenden“ braucht.

Social Learning ist derzeit in aller Munde, aber eigentlich kein neues Konzept. Denn aus anthropologischer Sicht ist eine der wichtigsten Leistungen unseres Gehirns, wenn es um Lernen geht, die Steuerung der Aufmerksamkeit. Denn diese war in der Interaktion in der Gruppe elementar für die Kooperation. Biologisch gesehen, hat sich im Lauf der Evolution der Neokortex am stärksten von allen Gehirnarealen entwickelt. Und dieser ermöglichte es, in Gruppen ein soziales Zusammenleben zu entwickeln. Ein Faktor für unser Überleben und die heutige Entwicklung unserer Spezies.

Aus diesem Blickwinkel heraus wird deutlich, dass soziales Lernen schon immer stattgefunden hat und in jedem Kontext (z.B. bei kleinen Kindern) und das sowohl positiv als auch negativ (wie etwa bei kollektiver Übernahme schlechter Angewohnheiten wie geduldetes zu spät kommen in Besprechungen).

Nachdem wir geklärt haben, was Social Learning ist, gelten bei der Computerunterstützung dieselben Regeln wie im realen Schulungskontext:

• Wie interessiere und aktiviere ich den Lernenden für den jeweiligen Content?

• Wie sorge ich für Interaktion und Kollaboration?

• Etc.

Zusätzlich ist zu klären, welches Tool zu meinen Mitarbeitern passt, wie ich es gemeinsam ins Unternehmen einführe und begleite (Mensch & KI).

Sandra Dundler

Da Social Learning im bekannten 70:20:10-Modell die 20% ausmacht, können die übrigen 80% zur Fehlerbewältigung herangezogen werden?

Sandra Dundler: Das 70:20:10-Modell besagt, dass der wesentliche Teil unserer Lernaktivitäten außerhalb von organisierten Weiterbildungsmaßnahmen stattfindet. Nämlich zu 70% on the job, also über unmittelbare Erfahrungen am Arbeitsplatz. Die 20% entstehen über den Austausch mit Kollegen, Geschäftspartnern, Führungskräften, usw. und die restlichen 10% dementsprechend über die formale Weiterbildung in Präsenz-, Online-, Blended Formaten.

Wenn wir uns die gängigen Lerntheorien zu Rate ziehen, wird deutlich, dass die unterschiedlichen Theorien auf unterschiedliche Wissensarten abzielen (vereinfacht):

• Behaviorismus (Reiz - Reaktion): Faktenwissen

• Kognitivismus (Denken – Schlussfolgern – Einsichten gewinnen): Logisches Wissen

• Konstruktivismus (Sinn – individuelle Konstruktion): Handlungswissen

• Social Learning (Lernen durch Kommunikation): Mutuales Wissen

Das bedeutet, dass wir im Social Learning implizites Wissen (Erfahrungswissen) durch kreative Prozesse erschließen und der Gemeinschaft zugänglich machen. Es geht also nicht darum, dass ein Lehrender seinen Teilnehmern sein Expertenwissen vermittelt, sondern dass über zum Beispiel fachliche Diskussionen ein Thema gemeinsam erschlossen wird, oder Verhaltensänderungen über Reflektionen oder Best Practices angestoßen bzw. bewirkt werden. Der Lernerfolg kann durch die Dynamik und hohe Praxisorientierung dabei deutlich besser ausfallen, als bei klassischen Methoden.

Möchte ein Unternehmen Social Learning aktiv zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter und somit des Unternehmens selbst zur Lernenden Organisation entwickeln, braucht dies einen klaren Rahmen und persönlichen Einsatz des Managements. Denn eines ist Social Learning im Sinne der Weiterbildung nicht: ein Selbstläufer. Denn neben einer gewissen technischen Affinität geht es, wie oben angedeutet, auch um die Qualität des Austausches, die Bereitschaft für Wissensweitergabe. Weg vom „alten“ Paradigma, dass Wissen gleichzusetzen sei mit Macht. Und es geht um Durchhaltevermögen, wenn die erste Euphorie verpufft ist. Ein Pilot dazu bei Credit Suisse mit internen facebook Learning Communities wurde nach wenigen Monaten eingestellt, weil sich langfristig nur ca. 1% User aktiv beteiligten.

Sollen die „verbleibenden 80%“ also im Sinne der Fehlervermeidung genutzt werden, müsste in den 70% on the job entsprechend Freiraum (-zeit) für die Beteiligung an Social Learning Kanälen geschaffen werden. Außerdem ein entsprechendes Vorbild und Commitment des Managements und der direkten Führung. Social Learning müsste als „normaler“ Teil der täglichen Arbeit implementiert sein und die digitalen Medien in den Arbeitsablauf integriert sein (z. B. Expertennetzwerk in einem Wiki, das aktiv gemeinsam weiterentwickelt und als zentrale Informationsplattform genutzt wird).

Die 10% der formalen Weiterbildung könnten entsprechend generell mit zielgruppenorientierten Gruppendiskussionen begleitet werden. Wichtig ist ein Gesamtkonzept für Social Learning, wenn die Potenziale zum Vorteil des Unternehmens genutzt werden sollen.

Welche Tools sind Ihres Erachtens besonders geeignet für das Social Learning, - möglicherweise sogar fehlervermeidend?

Sandra Dundler: Jane Hart, die Gründerin des „Centre for Learning & Performance Technologies“, hat in ihrem 13ten jährlichen „Learning Tools Survey“ von 100 Tools aus dem Bereich „Arbeitsplatznahes Lernen“ mehr als jedes dritte Tool dem Social Learning und der Collaboration zugeteilt. Das zeigt, dass der Markt unzählige geeignete Tools bereithält.

Es geht weniger darum, welches einzelne Tool geeignet ist. Viel entscheidender ist die ganzheitliche Betrachtung. Klare Ziele aus Unternehmenssicht (Teil der Strategie), ein didaktisches Konzept, das die Bedürfnisse der Zielgruppe analysiert und bedient. Wie findet die Verknüpfung zu bestehenden Trainingsangeboten statt, usw. Und darauf aufbauend die Auswahl benutzerfreundlicher, mobilfähiger, intuitiver Tools bzw. deren geschickte Kombination. Nicht zu unterschätzen auch der Gedanke aus der Pädagogik, dass Lernen auch von Beziehungsgestaltung abhängt. Einfaches Beispiel: Bei welchen Lehrern hatten Sie Spaß in der Schule, bei welchen nicht? Das ist stark abhängig, wie die Beziehung zu der lehrenden Person ist.

Das gilt auch im Kontext der beruflichen Weiterbildung – vielleicht waren Sie schon einmal in einem Seminar, bei dem Sie den Trainer/die Trainerin nicht leiden konnten? Wieviel vom Inhalt ist wirklich hängen geblieben? Das bedeutet mit Blick auf Social Learning im Unternehmen – auch mit Blick auf die Toolauswahl, dass hier ebenfalls die Beziehungsebene mitschwingt und über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Die Social Learning Tools dürfen keine digitale Distanz aufbauen – gerade im Unternehmenskontext bedeutet das z. B. mit Klarnamen und Fotos zu arbeiten. Persönliche Videobotschaften von Führungspersönlichkeiten einzubauen, usw.

Der Schlüssel zur „Fehlervermeidung“ sind im Anschluss konsequente Umsetzung, klarer Rahmen, Verantwortlichkeiten und Beharrlichkeit – immer wieder zum Mitmachen aufzufordern, zu aktivieren. Wichtig: IT-Sicherheit, Datenschutz und Mitbestimmung frühzeitig ins Boot holen.

Welche besonderen Regeln gelten für die Kommunikation?

Sandra Dundler: Generell gilt es darauf zu achten, dass ein wertschätzender und respektvoller Kommunikationsstil vorherrscht und dass immer klar ist, von wem welcher Beitrag stammt. Hilfreich ist zudem sicherzustellen, ob es sich um Faktenwissen oder persönliche Interpretationen/Meinungen handelt. Hierarchie sollte an den Beteiligungschancen an z. B. Diskussionen keine Rolle spielen, d. h. auch der Mitarbeiter auf der untersten Managementebene darf seinen Kommentar beitragen und wird dafür geschätzt.

Eine verbindliche „Etikette“ ist auf jeden Fall hilfreich (im Übrigen für alle Arten medialer Kommunikation). Hier ein paar Beispiele dafür:

• Eigene Beiträge auf respektvollen Stil und Mehrwert zum Thema prüfen

• Beiträge als Fakten oder Interpretationen kennzeichnen

• Kurze, verständliche Sätze

• Quellen, weiterführende Literatur, Videos, etc. angeben

• Ehrlichkeit vor Anonymität – auch um die Chance zu echter Diskussion und Meinungsaustausch zu geben

• Stil der Anrede für das Unternehmen festlegen

Der Beitrag „Fehlerbewältigung und Kommunikation beim Social Learning“ findet im LEARNTEC Kongress am 29. Januar 2020 um 15.30 Uhr statt.

2019-12-18
Praktische Apps lassen Innen- und Außendienst mobil lernen

Die Vertikom Academy ist ein Mobile-Learning-System, das vom Hamburger Unternehmen Lemon Systems GmbH entwickelt wurde. Es besteht aus nativen Apps für mobile Geräte, einer Webversion und einem Backend zur Administration. Die Vertikom Sales GmbH entwickelt maßgeschneiderte Vertriebskonzepte, von der Definition des Absatzmarktes bis hin zur Erreichung eines anvisierten Zielumsatzes, und setzt diese Konzepte im Dialog mit dem Kunden erfolgreich um. Mit der Vertikom Academy stellt das Unternehmen nun allen internen Mitarbeitern und den Kollegen im Außendienst sowie allen Trainern und Promotern sämtliche relevanten Informationen und Schulungsunterlagen auf mobilen Endgeräten (Smartphones und Tablets mit iOS- oder Android-Betriebssystem) zur Verfügung.

Bildnachweis: Lemon Systems GmbH

Die native Systemumgebung der Academy-Apps garantiert die On-demand-Verfügbarkeit aller Inhalte, sowohl online als auch offline. Gleichzeitig steht der Content auch in einer identischen Browser-Version zur Verfügung. Lernfortschritte und Favoriten werden geräteübergreifend beim Nutzer gespeichert, sodass Anwender zum Beispiel im Browser begonnene Inhalte unterwegs auf dem Smartphone weiterbearbeiten können. Ein Reporting Tool liefert berechtigten Administratoren oder Trainern umfangreiche Auswertungen zum individuellen Fortschritt der Lerner und zu den Erfolgsquoten der einzelnen Zertifizierungsmaßnahmen.

Die Sales-Agentur stellt in der Vertikom Academy ganz unterschiedliche Themen für ihre Mitarbeiter bereit. So wird beispielsweise das Onboarding neuer Mitarbeiter über das mobile System abgewickelt, ebenso wie die Bereitstellung interner Compliance-Themen. Das System ergänzt zudem die bestehende Blended-Learning-Strategie von Vertikom für die interne Weiterbildung und wird auch für die Ausbildung der Mandanten (Kunden) genutzt. Darüber hinaus ermöglicht das System die Kommunikation mit dem Außendienst und stellt den Mitarbeitern Planogramme, Richtlinien und Dokumente zur Verfügung. Ein zusätzlich eingerichtetes Forum dehnt die Kommunikationsmöglichkeiten der Lerner noch weiter aus. „Durch das System von Lemon passen wir uns den Rahmenbedingungen der Lernenden an, die zeitlich und örtlich flexibel Wissen konsumieren müssen, und nicht umgekehrt. Dies ist effektiv, motivierend und zeitgemäß“, meint Marcel Reinert, Senior Manager Training der Vertikom Sales GmbH.

Seit dem Go-live des Systems im Sommer 2019 nutzen bereits rund 300 Vertikom-Mitarbeiter im Innen- und Außendienst das mobile Lernsystem für ihre Weiterbildung. Zwei Mandantenprojekte inklusive Zertifizierungsmaßnahmen sind in der finalen Umsetzung und werden zeitnah an weitere 100 Promoter und Trainer ausgespielt.

2019-12-16
Eine digitale Lernplattform für Künstliche Intelligenz

Das hierzu vom BMBF geförderte Pilotprojekt "KI-Campus – die Lernplattform für Künstliche Intelligenz" ist auf drei Jahre angelegt.

Umgesetzt wird das Vorhaben von einem Konsortium, an dem neben dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie das saarländische Unternehmen NEOCOSMO mitwirken. Als Plattformpartner ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI) vorgesehen.

Künstliche Intelligenz nimmt als Schlüsseltechnologie bereits heute eine große Rolle im privaten und beruflichen Alltag ein und wird das Leben in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Um für die Herausforderungen der damit verbundenen technischen und gesellschaftlichen Veränderungen gewappnet zu sein, bedarf es einer breiten Befähigung im Umgang mit KI. Der KI-Campus wird diesem Bedarf durch die Entwicklung einer offenen Lernplattform begegnen, auf der sich die Nutzer untereinander sowie mit Professoren und anderen Fachexperten vernetzen und sich mit hochwertigen, digitalisierten Lernangeboten weiterbilden können.

Florian Rampelt, Projektleiter des Gesamtvorhabens beschreibt das Ziel des Projekts: "Mit dem KI-Campus wollen wir einerseits dem akuten Fachkräftemangel begegnen, indem wir qualitativ hochwertige Kurse und Lerninhalte anbieten, gleichzeitig aber auch in der Breite einen mündigen Umgang mit KI stärken. Wir wollen mehr Menschen für das Thema und den Einstieg in ein zukunftsfähiges Berufsfeld begeistern."

Dr. Volker Zimmermann, Geschäftsführer von NEOCOSMO GmbH, freut sich über das wichtige Projekt in Deutschland: "Wir sind stolz, mit unserer Bildungs- und Technologiekompetenz gemeinsam mit dem DFKI und weiteren Partnern die Plattform für den KI-Campus zu realisieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Lernprozessen liegen, bei denen man von Experten begleitet wird und mit anderen Nutzern gemeinsam Inhalte erlernen kann."

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz wird neben seinem deutschlandweiten Netzwerk an führenden Forschern auch eigene Kurs- und Lernangebote in das Projekt einbringen. Kinga Schumacher vom DFKI betont: "Um international wettbewerbsfähig zu bleiben und Spitzenforschung betreiben zu können, müssen wir neue, innovative Wege finden, um den Nachwuchs zu fördern. Der KI-Campus kann hier wichtige Impulse setzen."

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans freut sich über die wichtige Rolle des Saarlandes in dem Zukunftsprojekt: "Mit dem DFKI und dem Start-up NEOCOSMO bringen wir sowohl unsere KI-Kompetenz als auch Technologien aus dem Saarland in eine international sichtbare digitale Bildungsplattform ein."

Der KI-Campus wird gemeinsam mit dem BMBF ab Ende des Jahres 2019 einen Wettbewerb zur Produktion innovativer Lernangebote im Themenfeld "Künstliche Intelligenz" ausschreiben. Hochschulen und andere Akteure sollen durch den KI-Campus neue Möglichkeiten der Kompetenzvermittlung erproben und gleichzeitig dazu ermutigt werden, innovative, offene Lernangebote auch selbst zu entwickeln.

Das Pilotprojekt ist am 01.10.2019 gestartet und wird für 3 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen

Autorin: Thea Payome

2019-12-10
Diskriminierungsrisiko: Vom Algorithmus benachteiligt

Ihre Effizienz spart Zeit und Geld – birgt jedoch vielfältige Gefahren der Benachteiligung einzelner Menschen und ganzer Bevölkerungsgruppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt vorgestellte Studie der Technikfolgenabschätzung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Ob bei der Kreditvergabe, der Auswahl neuer Mitarbeitender oder bei juristischen Entscheidungen – in immer mehr Bereichen werden Algorithmen dazu eingesetzt, menschliche Entscheidungen vorzubereiten oder sie ihnen gleich ganz abzunehmen. „Dass dies zwangsläufig zu objektiveren und damit faireren Entscheidungen führt, erweist sich heute leider oft als Trugschluss“, so Carsten Orwat, vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT. „Kritisch wird es insbesondere dann, wenn die Algorithmen mit tendenziösen Daten arbeiten und auf eigentlich geschützte Merkmale zurückgreifen“, so der Autor. Hierzu gehören vor allem Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder Behinderungen.

Welche Ursachen diese Formen der Diskriminierung haben, wie sie sich auf die Gesellschaft auswirken und sich Diskriminierungsrisiken künftig verringern lassen, hat Carsten Orwat im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingehend untersucht. Die Studie „Diskriminierungsrisiken durch Verwendung von Algorithmen“ veranschaulicht anhand von 47 Beispielen, wie Algorithmen auf unterschiedliche Weise diskriminieren können und wie man dies nachweisen kann.

Ausstellerin präsentieren ihr Produkt auf der LEARNTEC 2020
Ausstellerin präsentieren ihr Produkt auf der LEARNTEC 2020

Immobilien, Kredite, Justiz und mehr

Der Autor der Studie beschreibt beispielsweise Vorgänge auf dem Immobilien- und Kreditmarkt oder im Strafvollzug. In den USA gebe es mehrere dokumentierte Fälle, in denen die Algorithmen Sozialer Medien Wohnungsanzeigen zugelassen hätten, die durch den ‚Fair Housing Act‘ geschützte Personengruppen nicht zu sehen bekamen – etwa Migranten, Menschen mit Behinderung oder Nicht-Weißer Hautfarbe, so der Studienautor.

In Finnland wurde ein Kreditinstitut zu Strafzahlungen verurteilt, weil sein Algorithmus bei der automatisierten Online-Kreditvergabe Männer gegenüber Frauen und finnische gegenüber schwedischen Muttersprachlern bei der Kreditvergabe benachteiligte. Eine Ungleichbehandlung, die nach dem finnischen Antidiskriminierungsrecht verboten ist. US-amerikanische Richter arbeiten bei der Entscheidung über vorzeitige Haftentlassungen mit einem umstrittenen System, das Risikoscores berechnet. Journalisten- und Menschrechtsverbände kritisieren, dass das System das Rückfallrisiko von Schwarzen Menschen systematisch zu hoch bewertet.

„Bei Systemen des maschinellen Lernens wird es häufig problematisch, wenn KI-Systeme mit Daten trainiert werden, die Ungleichbehandlungen oder Stereotypen abbilden“, erklärt Carsten Orwat. „Dann spiegeln auch die so erzeugten Algorithmen die Ungleichbehandlungen oder Stereotypen wider. Werden Daten verarbeitet, die Bewertungen von Menschen über anderer Menschen beinhalten, so können sich Ungleichheiten und Diskriminierungen sogar verbreiten oder verstärken.“ Das zeigte sich beispielsweise in den USA bei einem System für Lebensmittel- und Gesundheitskontrollen, das auf diskriminierenden Bewertungen von Restaurants basierte.

Empfehlungen zur Regulierung

Die Gesellschaft muss diese Ungleichbehandlungen aber nicht tatenlos hinnehmen. Die Studie nennt mehrere Ansatzmöglichkeiten, um Diskriminierungen bei algorithmenbasierten Differenzierungen zu begegnen. „Am sinnvollsten erscheinen präventive Maßnahmen“, sagt Carsten Orwat. So könnten Firmen ihre Personal bzw. IT-Mitarbeiter von Antidiskriminierungsstellen beraten lassen. Diese Angebote könnten auch dazu sensibilisieren, nur solche Datensätze zu verwenden, die keine diskriminierenden Praktiken oder Ungleichheiten widerspiegeln.

Das Ziel sei es, so Orwat, dass Algorithmen in Zukunft „diskriminierungsfrei by design“ werden. Dazu müssten Programme bereits während ihrer Entwicklung geprüft werden. Letztlich gehe es dabei immer um den Schutz von gesellschaftlichen Werten wie Gleichheitsziele oder Schutz der freien Entfaltung der Persönlichkeit. Damit diese auch angesichts der rasanten Entwicklungen von „Big Data“ und KI gewährt bleiben, sei es an verschiedenen Stellen nötig, das Antidiskriminierungs- und Datenschutzrecht zu verbessern.

Autorin: Thea Payome

2019-12-05
Neue E-Learning-Plattform für IT-Expertinnen

Frauen sind in der IT-Branche deutlich unterrepräsentiert. Das wollen Wissenschaftler*innen der Universität Duisburg-Essen (UDE) ändern und haben die Plattform IT&me entwickelt. Expertinnen können sich hier untereinander vernetzen und weiterbilden.

Trotz vieler Vorteile einer diversen Belegschaft haben es weibliche Fachkräfte immer noch schwer, in der männerdominierten IT-Branche Fuß zu fassen. Sie werden häufig mit Vorurteilen konfrontiert, und vielen fehlt die Zusammenarbeit mit Kolleginnen. Dies führt unter Umständen dazu, dass die ohnehin schon wenigen Frauen die IT-Branche wieder verlassen und andere gar nicht erst einsteigen.

Um dem entgegenzuwirken, bietet die Plattform IT&me einen Raum, in dem die Kombination „Frau“ und „IT-Expertin“ der Normalfall ist. Frauen können sich hier fachlich weiterbilden und ein Netzwerk mit Gleichgesinnten aufbauen. Die Lernumgebung wurde im Rahmen des gleichnamiges Projektes IT&me am Lehrstuhl für Software Engineering am Softwaretechnik-Institut paluno entwickelt.

Aussteller präsentieren ihr Produkt auf der LEARNTEC 2020
Aussteller präsentieren ihr Produkt auf der LEARNTEC 2020

Lernen in jeder Lebenslage

IT&me setzt die Wünsche und Bedürfnisse um, die in Umfragen und Gesprächen mit IT-Expertinnen ermittelt wurden. Hierzu zählt z.B., dass die Plattform das Lernen in jeder Lebenslage unterstützt – egal ob Vollzeit-Job oder Elternzeit. So wurden kurze Lerneinheiten entwickelt, die sowohl bei konkretem Bedarf also auch entlang eines didaktisch konzipierten Lernpfades bearbeitet werden können. Speziell entwickelte Empfehlungsalgorithmen wählen passende nächste Lerneinheiten aus und erleichtern den Nutzerinnen die Suche nach neuen oder sich anschließenden Themen.

Testerinnen gesucht

Die kommenden Monate werden dazu genutzt, die Plattform auf Funktionalität und Bedienbarkeit zu evaluieren. Dafür wird Feedback von Nutzerinnen gesammelt und ausgewertet. Interessentinnen können sich unter: www.itand.me ein Profil anlegen und die Plattform kostenlos nutzen und testen.

Das Verbundprojekt, das der UDE-Lehrstuhl für Software Engineering der mit Partnern umsetzt, wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Autorin: Thea Payome

2019-11-28
Open Source Business Alliance - Bundesverband für digitale Souveränität e.V.

Spätestens seit dem Digitalgipfel 2018 beherrscht das Schlagwort "Digitale Souveränität" sowohl die digital- als auch die industriepolitische Diskussion. Viele Verantwortungsträger in Politik und Wirtschaft haben erkannt, dass nicht nur Einzelpersonen und Gesellschaft, sondern auch staatliche Institutionen und Unternehmen in Deutschland und Europa Gefahr laufen, die Kontrolle über die von ihnen generierten Daten zu verlieren oder diese schon verloren haben.

Aus Sicht des Verbands sind Open Source Software und offene Standards notwendige und wesentliche Voraussetzungen für digitale Souveränität. Die OSB Alliance steht deswegen schon seit vielen Jahren für die Ideen von Offenheit und digitaler Souveränität. Als bundesweiter Interessenvertreter der Open Source Wirtschaft und Anwendern hat die OSB Alliance ihren Namen erweitert, um diese Zielsetzung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bewusster zu machen.

Auf ihrer jährlich in Berlin stattfindenden Mitgliederversammlung fand der Vorschlag der Namensänderung die breite Unterstützung der anwesenden Mitglieder. Und auch auf der darauf folgenden Veranstaltung "Open Source Day - Forum für digitate Souveränität" wurde die Bedeutung von Open Source Technologie als Grundvoraussetzung digitaler Souveränität in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion weiter aufgegriffen und vertieft.

Aussteller in Gesprächen mit Gästen der LEARNTEC 2020
Aussteller in Gesprächen mit Gästen der LEARNTEC 2020

Die Open Source Business Alliance (OSB Alliance) - Bundesverband für digitale Souveränität e.V. ist der Verband der Open Source-Industrie in Deutschland. Er vertritt rund 160 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 10.000 Mitarbeiter beschäftigen und jährlich mehr als 1,7 Mrd Euro erwirtschaften. (Stand 09/18)

Gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Anwenderorganisationen setzt er sich dafür ein, die zentrale Bedeutung von Open Source-Software und offenen Standards für einen erfolgreichen digitalen Wandel im öffentlichen Bewusstsein nachhaltig zu verankern. Dieser digitale Wandel soll Unternehmen, Staat und Gesellschaft gleicherweise zugutekommen. Zudem sollen Innovationen im Bereich Open Source vorangetrieben werden.

Autorin: Thea Payome

2019-11-26
Bei der Digitalisierung kommt es auf die Menschen an

Bei der Digitalisierung rückt in deutschen Unternehmen immer öfter neben dem Einsatz neuer Technologien die Gestaltung der notwendigen Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt. So setzt aktuell rund jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern Change Management-Methoden ein, um Strukturen anzupassen und die Belegschaft mitzunehmen. Vor zwei Jahren lag der Anteil gerade einmal bei 36 Prozent.

Vor allem Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern greifen auf Change Management-Methoden zurück, hier beträgt der Anteil sogar 57 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Dabei wird der Veränderungsprozess am häufigsten von eigenen Digitalisierungseinheiten oder dem Chief Digital Officer (CDO) verantwortet (35 Prozent). In rund jedem vierten Unternehmen ist dafür die Geschäftsführung bzw. der Vorstand (26 Prozent) oder die interne Unternehmenskommunikation (23 Prozent) zuständig.

"Um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten genügt es nicht, neue Geräte anzuschaffen oder Technologien einzusetzen. Digitalisierung im Unternehmen bedeutet die Veränderung von Prozessen und Strukturen, und so eine Veränderung muss aktiv gestaltet und begleitet werden. Change Management bedeutet, notwendige Veränderungen zu kommunizieren und jeden Einzelnen mitzunehmen", sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. Und Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research, hebt hervor: "Die Studie zeigt, dass sich in den vergangenen Jahren die Erkenntnis immer weiter verbreitet hat, dass Digitalisierung nur zusammen mit den Mitarbeitern gelingen kann. Gut ausgebildete Fachkräfte sind kostbar für Unternehmen."

Verschiedene Aussteller informieren auf der LEARNTEC 2020 im Bereich Digitalisierung
Verschiedene Aussteller informieren auf der LEARNTEC 2020 im Bereich Digitalisierung

Beim Projektmanagement setzen die Unternehmen häufiger auf agile Methoden. So geben inzwischen 43 Prozent der Unternehmen an, manchmal, größtenteils oder immer agile Methoden einzusetzen. Vor einem Jahr waren es erst 35 Prozent. Nur jedes Vierte (25 Prozent) verzichtet vollständig auf agiles Projektmanagement (2018: 36 Prozent). Noch deutlicher ist die Entwicklung bei Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern. Hier setzt mehr als jedes Zweite (52 Prozent) vermehrt auf agile Methoden, ein Plus von zehn Prozentpunkten verglichen mit 2018 (42 Prozent).

Unverändert 18 Prozent nutzen keine agilen Methoden. "So wie sich die Technologien verändern, die im Unternehmen eingesetzt werden, so sollten sich auch die Projektmanagement-Methoden verändern. Die Digitalisierung erhöht das Veränderungstempo, agile Methoden sind ein Schlüssel, das eigene Tempo ebenfalls zu erhöhen", so Müller-Jones.

Um die Digitalisierung zu gestalten erwarten die Unternehmen immer öfter Digitalkompetenzen von ihren Mitarbeitern. So sagen 8 von 10 Unternehmen (84 Prozent), die Mitarbeiter sollten über allgemeine Digitalkompetenz verfügen, um die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Das ist ein deutlicher Anstieg zu den Vorjahren mit 74 Prozent (2018) und sogar nur 66 Prozent (2017). Entsprechend geben auch 8 von 10 Unternehmen (81 Prozent) an, dass sie die Digitalkompetenz der Mitarbeiter gezielt fördern.

Vor einem Jahr waren es 77 Prozent, vor zwei Jahren 75 Prozent. "Die Unternehmen beklagen seit Jahren einen Fachkräftemangel und einen Mangel an Mitarbeitern mit ausgeprägten Digitalkompetenzen. Die Mehrheit der Unternehmen hat inzwischen die Notwendigkeit erkannt, selbst aktiv zu werden und die eigenen Mitarbeiter weiterzubilden – für die verbleibende Minderheit dürfte es allerdings höchste Zeit sein, hier aktiv zu werden", sagt Pols.

Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) gibt an, dass die Mitarbeiter neue Technologien schnell annehmen. Ähnlich viele (44 Prozent) beklagen allerdings auch, dass der Aufwand, die Mitarbeiter vom Einsatz neuer Technologien zu überzeugen, sehr groß ist. Nicht zuletzt aus diesem Grund bildet eine große Mehrheit von zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) ihre Mitarbeiter gezielt zum Einsatz neuer Technologien weiter.

Autorin: Thea Payome

2019-11-18
Cornelsen übernimmt inside Unternehmensgruppe

Mit der Investition in die berufliche Qualifizierung will Cornelsen erste Anlaufstelle für Unternehmen sein, um Fachkräfte auf die digitalisierte Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten. Vor einem Jahr hatte Cornelsen bereits eCademy übernommen, um digitale Lösungen die Ausbildung in Betrieben zur Verfügung zu stellen. Jetzt führt Cornelsen den Kurs konsequent fort und nutzt Erfahrungen aus Schule und Erwachsenenbildung, um Arbeitskräfte im lebenslangen Lernen am Arbeitsplatz zu begleiten.

Die inside Unternehmensgruppe gehört zu den wichtigsten Anbietern für Digitale Weiterbildung und elektronische Unterstützung am Arbeitsplatz. Das Aachener Unternehmen hat bereits mehr als 700 Firmen bei einem individuell angepassten Lern- und Wissensmanagement unterstützt. Führende Großunternehmen bauen auf Lösungen von inside, darunter Allianz, Deutsche Bahn oder LSG Sky Chefs, dazu zählen Angebote für eLearning, Blended Learning, Mobile Learning, Performance Support und Workplace Learning. Ein mehrfach prämiertes, cloudbasiertes Autorensystem unterstützt sie dabei, Lern-, Trainings- und Arbeitsmedien unternehmensspezifisch zu erstellen, zu pflegen und Standardmedien anzupassen.

Verschiedene Aussteller informieren auf der LEARNTEC 2020 über digitale Lösungen im Bereich Bildung.
Verschiedene Aussteller informieren auf der LEARNTEC 2020 über digitale Lösungen im Bereich Bildung.

Die Expertise von eCademy und inside führt Cornelsen in einer neuen Einheit zusammen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren jeweiligen Standorten werden übernommen. Inside Gründer und Geschäftsführung der Cornelsen eCademy führen das neue Unternehmen gemeinsam. Durch den Zusammenschluss werden digitale Lernangebote möglich, die technische Inhalte, Grundlagenwissen und Sprachkompetenz verknüpfen.

Mark van Mierle, CEO von Cornelsen: "Die digitale Transformation stellt Firmen vor einen massiven Qualifizierungsbedarf. Im Zusammenschluss können Cornelsen eCademy und inside Auszubildende und Fachkräfte noch besser qualifizieren." Dr. Jan Peter aus dem Moore aus der Geschäftsführung der Cornelsen eCademy: "Gemeinsam ermöglichen wir didaktisch ausgereifte Digitalangebote, die nachhaltig den Lernerfolg und die Leistung am Arbeitsplatz steigern."

inside Gründer Dr. Patrick Blum: "Der Zusammenschluss hält große Potenziale bereit. Mit der didaktischen Kompetenz, der starken Marke und den weitreichenden Erfahrungen von Cornelsen und dem fortschrittlichen Know-how von inside in der Softwaretechnologie können wir Kunden in Zukunft viele zusätzliche Weiterbildungsangebote bieten." Sein Mitgründer Marcel Dübner ergänzt: "Mit dem Rückenwind aus der Cornelsen Gruppe können wir dem enormen Weiterbildungsbedarf noch schneller, nachhaltiger und kundenorientierter nachkommen."

Autorin: Thea Payome

2019-11-15
Deutscher App-Markt auf Umsatz-Rekordhoch
In der LEARNTEC App finden Sie gebündelt alle Informationen zur Fachmesse.
In der LEARNTEC App finden Sie gebündelt alle Informationen zur Fachmesse.

Rund zwei Drittel (67 Prozent; 1,4 Milliarden Downloads) entfielen dabei auf den Play Store von Google und ein Drittel (33 Prozent; 704 Millionen Downloads) auf den App Store von Apple. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit.

"Ohne Apps wäre selbst das smarteste Smartphone einfach nur ein Telefon.", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Apps bieten heute eine ganz andere Benutzererfahrung als noch vor wenigen Jahren. Viele Menschen organisieren ihr halbes Leben über Apps. Ohne Apps wüssten viele nicht mehr, wie das Wetter wird, wie der Kontostand lautet, wo der nächste Stau wartet oder wie sich ihr Lieblingsverein gerade schlägt. Wie Apps den Alltag prägen, zeigt sich immer dann, wenn das eigene Smartphone einmal ohne Internetverbindung auskommen muss: Ganz schnell hat man dann nur noch ein einfaches Telefon in der Hand."

Für 2019 wird in Bezug auf die Downloads ein Plus von 7 Prozent erwartet. Insgesamt 2,3 Milliarden Downloads sollen bis Ende des Jahres getätigt werden, darunter 1,5 Milliarden Downloads im Play Store von Google und 768 Millionen Downloads im App Store von Apple.

"Diese kleinen Programme ersetzen eine ganze Batterie von Einzelgeräten und Gegenständen: Wecker, Taschenlampe, Fotoapparat, Videokamera, Uhr, Notizbuch, Kalender, Navigationsgerät, MP3-Player, Fernsehempfänger, Babyphone, Fernsteuerung, Geldbörse, CD-Sammlung – bis hin zum Bücherschrank und dem Zeitschriftenregal. Und das ist erst der Anfang", sagt Berg.

Apps für Mobilspiele dominierten den Markt, aber auch Apps zu Bildung oder Lifestyle, Reisen, Gesundheit und Fitness wie auch für den geschäftlichen Einsatz seien mengenmäßig besonders häufig vertreten.

"Auch im Bereich Mobile Commerce gab es im vergangenen Jahr viel Dynamik: Immer mehr Händler und Anbieter bringen Apps auf den Markt, mit denen das Einkaufserlebnis noch komfortabler werden soll."

Im vergangenen Jahr wurden außerdem erstmals 1,6 Milliarden Euro mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets umgesetzt. Das ist fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Gegenüber 2017 entspricht das einem Plus von mehr als 4 Prozent, damals betrug der Umsatz 1,5 Milliarden Euro.

2019 liegt das prognostizierte Marktvolumen bei 1,7 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zu 2018. Die meisten Apps können kostenlos heruntergeladen werden. Das Gros des App-Umsatzes wurde 2018 mit 1,2 Milliarden Euro (77 Prozent) über kostenpflichtige Angebote innerhalb der App erzielt, etwa für die Erweiterung von Spielen. 276 Millionen Euro (18 Prozent) entfielen auf Werbung und 76 Millionen (5 Prozent) direkt über den Kaufpreis.

Autorin: Thea Payome

Entwickler der LEARNTEC APP: Die Eyeled GmbH entwickelt seit fast 20 Jahren anspruchsvolle mobile Anwendungen für führende Unternehmen. Die Lösung eyeGuide wurde speziell für die Besucherinformation auf Fachmessen entwickelt.

2019-11-13
Zum Stand der digitalen Bildung in Deutschland

Im Jahr 2018 gaben bei einer Umfrage acht von zehn Unternehmen an, bereits digitale Medien in der Aus- und Weiterbildung einzusetzen. Dies zeigt eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zum Stand der digitalen Bildung in Deutschland. Schwierigkeiten für einen noch intensiveren Einsatz digitaler Formate sehen Betriebe in der eigenen Unsicherheit, wie sich digitale Medien sinnvoll in den Betriebsalltag integrieren lassen.

Die fortschreitende Digitalisierung sowie zunehmende Fachkräfteengpässe machen es für Unternehmen unerlässlich, kontinuierlich in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden zu investieren. So wissen insbesondere kleine Unternehmen digitale Lernmedien zu schätzen und profitieren von der Flexibilität, die mit deren Einsatz verbunden ist. Neben IT-Kompetenzen werden auch Soft Skills im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger. Insbesondere Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit gewinnen an Bedeutung. Unter den personalen und sozialen Kompetenzen steht bei 78,7 Prozent der Unternehmen die Offenheit ihrer Mitarbeitenden für neue Ideen im Vordergrund.

Bei der LEARNTEC 2020 können Besucher die Neuerungen im Bereich digitales Lernen live erleben.
Bei der LEARNTEC 2020 können Besucher die Neuerungen im Bereich digitales Lernen live erleben.

Gut zwei Drittel aller Unternehmen sieht in der Nutzung digitaler Lernmedien ein wichtiges Instrument, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können. Nur wenige Unternehmen geben an, dass ihre Mitarbeitenden oder das Personal in der Aus- und Weiterbildung digitalen Lernmedien skeptisch gegenüber eingestellt sind. Dennoch geht fast die Hälfte der Unternehmen davon aus, dass es in den Teams an der benötigten technischen bzw. Medienkompetenz fehle, um vermehrt digitale Lernmedien in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung einsetzen zu können.

„Viele Arbeitnehmer verfügen bereits durch die private Nutzung digitaler Medien über beachtliche Kompetenzen. Diese sollten sich Unternehmen verstärkt zu Nutze machen und in den Kontext der betrieblichen Aus- und Weiterbildung übertragen. Hier eignet sich eine Kombination aus klassischem Unterricht und computergestützten Lerneinheiten, dem sogenannten Blended Learning“, empfiehlt Dr. Regina Flake, Bildungsexpertin und Mitautorin der Studie.

Verunsicherung besteht zudem bei der vorhandenen Vielfalt der E-Learning-Angebote. So fehlt fast zwei Drittel der Unternehmen der Überblick über den E-Learning-Markt und nur 47,8 Prozent fühlen sich beim didaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Lernmedien sicher.

Autorin: Thea Payome

2019-11-08
Neun Kennzeichen eines erfolgreichen Workforce Managements

Der moderne Arbeitsplatz befindet sich in einem ständigen Wandel. Das erfolgreiche Management dieser immer schneller voranschreitenden Entwicklungen ist eine Herausforderung für alle Geschäftsbereiche. Dies betrifft nicht nur Abteilungen wie Vertrieb, Finanzen, die allgemeine Geschäftsstrategie und die Geschäftsprozesse, sondern auch das Personalmanagement. Besonders die Integration von Lern- und Talent Management hat sich zu einem zunehmend wichtigen Hebel entwickelt, um bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Unternehmen, die die Kommunikation mit ihren Mitarbeitern verbessern und Lernangebote sowie Talent Management gezielt auf die Unternehmensziele ausrichten, können so den Geschäftserfolg maßgeblich positiv beeinflussen. Aber woran lässt sich erkennen, ob Workforce Management im eigenen Unternehmens erfolgreich ist? Doris Niederwieser vom Talent Management Experten SumTotal Systems nennt neun Faktoren, die eine erfolgreich umgesetzte Integration von Talent und Workforce Management sowie Weiterbildungsangebote kennzeichnen.

1. Der Mensch steht im Mittelpunkt

Eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter als wichtigstes Kapitel in den Mittelpunkt stellt, ist ein Schlüsselfaktor, um die Belegschaft zu motivieren, zu fördern und so Bestleistungen zu erzielen. Ein solcher Ansatz wirkt sich in der Regel auch auf die Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter aus. Eine erfolgreiche Umsetzung zeigt sich unter anderem im Umgang der Mitarbeiter untereinander sowie daran, wie die Organisation insgesamt funktioniert. Unternehmen, die eine gesunde Mitarbeiterkultur pflegen, erkennen, dass diese in direktem Zusammenhang mit dem Engagement, der Zufriedenheit und der Produktivität der Mitarbeiter steht. Bei der Wahl des Arbeitgebers spielt die Unternehmenskultur außerdem für viele Arbeitnehmer heute eine genauso wichtige Rolle wie Gehalts- und Leistungspakete.

2. HR- und Talent Management sind erfolgreich positioniert

Viele Personalabteilungen haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter auch nach dem Einstellungsprozess in HR-Programme einzubinden. Um hier erfolgreicher vorzugehen, sollten Unternehmen den Karriereweg ihrer Mitarbeiter verfolgen und auswerten, um diese gezielter und persönlicher ansprechen zu können. Organisationen, die dieses Ziel angehen, setzen häufig einen Chief People Officer (CHRO) ein, um beispielsweise Lernangebote und Förderungsprogramme zu positionieren und diese als wichtige Erfolgsfaktoren für das Unternehmen zu fördern. Aber auch ohne diese Position ist es wichtig, dass HR- und Personalverantwortliche die genannten Angebote bei der gesamten Belegschaft positionieren, um eine hohe Adoptionsrate sicherzustellen.

3. Es gibt eine aktive Ausrichtung auf Unternehmensziele

Lernangebote entwickeln sich von reaktiven internen Schulungsprogrammen zu innovativen Initiativen, die mithilfe moderner Plattformen die Mitarbeiter dazu ermutigen, sich selbst weiterzuentwickeln. Die Angebote orientieren sich dabei an den organisatorischen Anforderungen. Vorausschauend können so beispielsweise Kompetenzlücken geschlossen und Mitarbeiter gezielt gefördert werden, um zukünftige Stellen zu besetzen. Bei Organisationen in denen dies erfolgreich umgesetzt wurde, sind Mitarbeiter motiviert und übernehmen eine aktive Rolle in ihrer beruflichen Weiterentwicklung. In einigen Fällen binden Unternehmen neben Fachexperten auch die eigenen Mitarbeiter in die Entwicklung von Lerninhalten ein.

4. Die Benutzererfahrung steht im Fokus

Anwender erwarten heute mehr von HR- und Lernangeboten als die häufig umständlich anwendbaren und vom Arbeitsalltag abgetrennten Programme der Vergangenheit. Die Anwendererfahrung sollte heute bei Talent Management und Lernangeboten genauso effektiv und unterhaltsam sein, wie bei der Nutzung von e-Commerce- oder Streaming-Plattformen aus dem privaten Umfeld. Eine ansprechende Benutzeroberfläche, das einfache Auffinden sowie aktive Kuration von unterhaltsam aufbereiteten Angeboten und Inhalten, die auf das persönliche Profil, die Rolle und aktuelle Bedürfnisse des jeweiligen Anwenders abgestimmt sind, laden die Mitarbeiter dazu ein, ihre Fähigkeiten auszubauen und Entwicklungspotenziale zu entdecken.

5. Moderne Technologie sorgt für Agilität und Planungssicherheit

Das Anlegen von umfassenden Mitarbeiterprofilen und deren Verknüpfung mit intelligenter Lern- und Talent Managementsoftware bietet viele Vorteile. Erfolgreiche Unternehmen nutzen Big-Data-Algorithmen und bauen intelligente Systeme auf, die mit der Zeit intuitiver werden. So erhalten sie Einblicke in Belegschaftskapazität, vorhandene Fähigkeiten der Mitarbeiter und die Option, diese für zukünftige Anforderungen aktiv zu fördern, um die Organisationsagilität sicherzustellen. Diese Fähigkeit ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Anpassung an sich ändernde Industriedynamiken, gesetzliche Vorschriften und Informationstechnologiestandards erleichtert.

6. Lerninhalte und Förderungsangebote werden zum Selbstläufer

Der Entwicklungsgrad einer Organisation im Bereich Mitarbeiterentwicklung lässt sich auch an der Annahme der Trainings sowie der Beteiligung der Mitarbeiter an den Talent- und Lernangeboten messen. Im Idealfall profitieren Unternehmen von Befürwortern aus allen Ebenen. Mitarbeiter engagieren sich selbstständig, um ihre Fähigkeiten weiter auszubauen und ihre Karrieren zu fördern. Die Anziehungskraft und Annahme von Angeboten steigt deutlich, wenn Inhalte kontextbezogen zu aktuellen beruflichen Situationen zur Verfügung stehen, bzw. sogar aktiv angeboten werden.

7. Der Stellenwert von Talent Management ist etabliert

Unternehmen, die ihr Talent und Workforce Management gerade auf- oder ausbauen, bilden häufig Lenkungsausschüsse für wichtige Stakeholder aus dem gesamten Unternehmen. Ist die Entwicklung weiter fortgeschritten, ist die Unterstützung durch die Managementebenen gesichert, und die Zuständigkeit für Lernangebote sowie Talent Management sind klar definiert.

8. Lern- und Entwicklungsprogramme sind als gezielte Investitionen eingeplant

Zukunftsorientierte Unternehmen begreifen ihre Mitarbeiter als Investition, die den strategischen Erfolg des Unternehmens direkt beeinflusst. Daher übersteigen die Investitionen in Lern- und Entwicklungsprogramme bei einem höheren Reifegrad der Organisationen häufig die branchenüblichen Benchmarks.

9. Maßnahmenverfolgung und Auswertung belegen die Wirkung

Informationen sind der Schlüssel. Datengesteuerte Entscheidungen statt Blindflug oder reines „Bauchgefühl“ setzen sich immer stärker durch – die Personalentwicklung ist dabei keine Ausnahme. Da heutige Talent Management Programme weit über traditionelle HR-Praktiken hinausgehen, ist es sinnvoll, eine klare und umfassende Aus- und Bewertungsstrategie für alle Lern- und Entwicklungsmaßnahmen zu definieren. Je klarer die Auswirkung der Maßnahmen als Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg erkennbar gemacht werden kann, desto einfacher lässt sich eine Weiterentwicklung umsetzen.

Autorin: Thea Payome

2019-11-05
Hamburg gründet Kompetenzzentrum für KI

Das Kompetenzzentrum soll im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) das Know-how disziplin- und branchenübergreifend bündeln und das KI-Ökosystem in Hamburg voranbringen.

Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen sowie Wissenschaftsakteure aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben das ARIC als Bindeglied zwischen praxisbezogener Anwendung und anwendungsorientierter Forschung im Bereich Künstlicher Intelligenz initiiert. Die Gründungsmitglieder wollen mit Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg in den kommenden Monaten den Aufbau und die Entwicklung des Zentrums vorantreiben und interessierte Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft integrieren.

Übersicht Learntec / Behrendt und Rausch
Künstliche Intelligenz (KI) im Bereich Lernen ist 2020 eines der Kernthemen der Learntec. / Behrendt und Rausch

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg, dazu: „Das Zukunftsthema KI bereitet den Boden für die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Die Stärkung und Förderung dieses Potentials ist daher für Hamburg von zentraler Bedeutung. Das neu gegründete Kompetenzzentrum ARIC ist ein zentraler Anlaufpunkt, um die verschiedenen Initiativen und Aktivitäten im Bereich der KI branchen- und themenübergreifend zu bündeln und noch stärker zu fördern.“

Bernd Appel, Geschäftsführer Lufthansa Industry Solutions GmbH & Co. KG, betont: „Künstliche Intelligenz ist ein bedeutender Zukunftsfaktor und Innovationsmotor, ihre Erforschung und Nutzung in Wissenschaft und Wirtschaft ist unentbehrlich. Wichtig ist jetzt, Ressourcen, Kapazitäten und Investment bereitzustellen und anzufangen, an konkreten Cases zu arbeiten. Mit dem Kompetenzzentrum haben wir den passenden Rahmen, um das Thema KI gemeinsam voranzubringen.“

Autorin: Thea Payome

2019-10-24
Wie Erklärbilder in der Industrie die Kommunikation vereinfachen

Erklärbilder gehen einen Schritt weiter als Infografiken und sprechen Menschen auch auf der emotionalen Ebene an. Zusammenhänge und Prozesse werden somit nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch in einen erzählerischen Rahmen gesetzt. Darüber hinaus werden interaktive Elemente eingebunden, die dem Nutzer weiterführende Informationen geben. Der Nutzer kann die Bildgeschichte auf diese Weise spielerisch und individuell erschließen, ohne den Überblick zu verlieren.

Erklärbilder
Erklärbilder für mehr Transparenz

Typischerweise werden Erklärbilder für die interne Kommunikation, das Change Management, für Produktanwendungen, Strukturvisualisierungen oder Prozessabläufe eingesetzt. Insbesondere bei Prozessabläufen können die interaktiven Infografiken helfen, die Produktionsschritte zu visualisieren und damit bei Externen mehr Transparenz schaffen.

Ein Beispiel in diesem Kontext wäre ein Autohersteller, der den Fertigungsablauf in einer Produktionsstraße mithilfe eines interaktiven Erklärbildes aufzeigt und damit seiner Kundschaft tiefergehende Einblicke gewährt. Das interaktive Erklärbild erscheint hier nicht nur als einfache Infografik, sondern wird mit zusätzlichen Inhalten versehen, die individuell und je nach Interesse abrufbar sind. Dies können etwa aktuelle Produktionsstatistiken oder ein Live-Stream aus der Fertigungshalle sein. So erhalten potenzielle Käufer oder Händler ein exaktes Bild.

Autorin: Thea Payome

2019-10-24
Workhacks als Antrieb veränderter Lernkultur

„Lernen und Entwickeln sind wesentliche Erfolgsfaktoren für eine positive Unternehmenskultur. Für profitables Wachstum und dauerhaften Erfolg sind die Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund wollen wir unsere Lernkultur weiter modernisieren und lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen noch stärker fördern.“, heißt es im Konzernbericht 2018 der BASF. Welche Rolle „Workhacks“ für den Wandel der Lernkultur – speziell am Standort Berlin - spielen, erklärt Personalentwicklerin Patricia Ohnhaus.

Wo stand die BASF Berlin in Bezug auf die Lernkultur und wohin soll sie sich entwickeln?

Patricia Ohnhaus: In der BASF Berlin wurde bis noch vor zwei Jahren klassisch durch Präsenztrainings gelernt, auf die Mitarbeiter verpflichtend oder optional „geschickt“ wurden. Die Entwicklung geht in Richtung selbstgesteuertes Lernen – ob Präsenz, Blended oder Online. Kollegiale Beratung nimmt einen immer höheren Stellenwert ein, sowohl mit Moderation von außen als auch unter den Mitarbeitern ohne externen Moderator. Mittlerweile haben wir zusätzlich „Working out loud“ als Methode des selbstgesteuerten Lernens eingeführt. Das Online-Learning wird z.B. durch kostenfreie Zugänge auf Linkedin Learning unterstützt oder auch durch selbst gebaute interne Online-Trainings.

Was verstehen Sie unter einem „Workhack“?

Patricia Ohnhaus: Workhacks sind für mich kleinste Änderungen in der Arbeitsweise durch die die Zusammenarbeit und das Lernen enorm verbessert und effektiver gestaltet werden kann.

Wie binden Sie diesen in Ihr Change Management-Konzept ein?

Patricia Ohnhaus: Die Einführung von Workhacks in der BASF Berlin war eingebunden in unsere große Kulturveränderung „New Logic“, die mit der Leadership Intervention (dreitägiger Workshop für alle Führungskräfte der drei Shared Service Center aus Berlin, Montevideo und Kuala Lumpur) ihren großen Anfang nahm. Dort wurden unter anderem Workhacks vorgestellt und Teams konnten sich freiwillig melden, wenn sie Workhacks ausprobieren wollten. Nachdem sich acht Teams gemeldet hatten und nacheinander gestartet sind, gab es mehrere Best Practice-Sharing-Treffen, um voneinander zu lernen und weiteren Teams die Erfahrungen weiterzugeben. Mittlerweile ist Workhacks bei uns im Haus bekannt und teilweise werden weitere eigene Workhacks erfunden und eingeführt. Workhacks stärkt die Zusammenarbeit und lässt Teams motivierter und effektiver arbeiten. Dadurch werden Freiräume und mehr Akzeptanz für eigenständiges und gemeinsames Lernen geschaffen.

Welche Zeiträume fassen Sie ins Auge, um die Veränderungen zu konzipieren, den Mitarbeitern nahe zu bringen, sie zu verankern, um sie dann zu einer „Selbstverständlichkeit“ werden zu lassen?

Patricia Ohnhaus: Um Workhacks in einem einzelnen Team einzuführen, braucht es einen Workshop und anschließend mindestens zwei Monate, um den Workhack auszuprobieren und ggf. den speziellen Bedürfnissen des Teams und der Kunden anzupassen. Nach den zwei Monaten sollte eine Retrospektive stattfinden um zu entscheiden, ob und wie der Workhack weiter geführt wird. Erst danach ist das Team so weit, einen zweiten Workhack einzuführen. Bei den meisten unserer Teams wurden zwei bis drei Workhacks innerhalb von acht Monaten eingeführt. Bis sich Workhacks als Instrument im Unternehmen etabliert und sich positiv auf die Lernkultur ausgewirkt haben, würde ich sagen, hat es ein gutes Jahr gedauert. An der Lernkultur arbeiten wir natürlich weiterhin, da Workhacks nur ein Teil sind, der darauf positiven Einfluss nehmen kann.

Autorin: Thea Payome

2019-10-22
Rettungswagen-Simulator und Ingenieur-Training
VR-Brille
VR-Brille im Test

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD stellt sein virtuelles Trainingstool Machine@Hand für die ehrenamtliche Rettungssanitäter-Ausbildung zur Verfügung. Ähnlich wie bei der Pilotenausbildung im Flugsimulator soll künftig jeder Auszubildende im DRK-Kreisverband Herford-Stadt e.V. eine bestimmte Stundenzahl im Rettungswagen-Simulator geübt haben, bis er oder sie blind weiß, welche Schublade in welchem Fall zu öffnen ist. Das soll nicht nur für Handlungssicherheit im Einsatz sorgen, sondern die Ausbildung auch weniger zeitintensiv gestalten.

Der Zeitaufwand von bis zu 800 Stundenfür die gesamte Ausbildung kann dadurch langfristig reduziert werden. Ein wichtiger Schritt, wenn es darum geht, ehrenamtliche Arbeit attraktiver zu gestalten.

Machine@Hand wurde als visuelles Assistenzsystem für die produzierende Industrie entwickelt, wo Handlungs- und Wartungsabläufe immer anspruchsvoller und komplexer werden. Große Maschinen zu reinen Übungszwecken zu zerlegen und wieder zu montieren, ist häufig fast unmöglich. So ist Machine@Hand beispielsweise bei der Heidelberger Druckmaschinen AG im Einsatz, um Service-Ingenieure auszubilden.

Autorin: Thea Payome

2019-10-17
20 Jahre Hasso-Plattner-Institut

Das HPI zelebriert 20-jähriges Bestehen! Vom 28. bis 30. Oktober verwandelt sich der Campus des Hasso-Plattner-Instituts zur Location für eine große Geburtstagsfeier. Neben dem Jubiläum wird mit einer Fachkonferenz der 50. Geburtstag des Internets und der 10. Geburtstag der HPI Academy gefeiert.

Zahlreiche Veranstaltungen werden in diesem Zeitraum stattfinden. Den Auftakt macht ein großer Festakt am 28.10.2019. Gemeinsam mit bekannten nationalen und internationalen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur in Potsdam sollen die vergangenen 20 Jahre Revue passieren.

Die Entwicklung des Instituts in zwei Jahrzehnten ist beachtlich. Jedoch soll der Blick gemeinsam nicht nur zurück, sondern vor allem in die Zukunft gerichtet sein. Somit wird der runde Geburtstag auch mit den Kollegen der HPI-Außenstellen, zum Beispiel in den USA, China oder Südafrika gefeiert.

Die inhaltliche Erweiterung des Instituts wird sich im Festakt ebenso widerspiegeln wie in der die Veranstaltung begleitenden Ausstellung und Konferenz.

Autorin: Thea Payome

Bildrechte: HPI/ K. Herschelmann

Hasso-Plattner-Institut
2019-10-15
mmb-Branchenmonitor

Um als Unternehmen in der ausführlichen eLearning-Anbieterübersicht im mmb-Branchenmonitor 2019 gelistet zu werden, müssen Interessierte einen Teilnahmebogen ausfüllen. Die Möglichkeit zur Beteiligung besteht bis zum 31. Oktober 2019.

Der mmb-Branchenmonitor "E-Learning-Wirtschaft" ermittelt jährlich die Entwicklungen des Branchenumsatzes und der Mitarbeiterzahlen der deutschen eLearning-Wirtschaft – jetzt für die Jahre 2017 und 2018.

Die Erhebung bildet darüber hinaus auch in diesem Jahr wieder die Grundlage für eine umfassende Übersicht zur eLearning-Akteurslandschaft in Deutschland. In der eLearning-Anbieterliste im mmb-Branchenmonitor werden detaillierte Informationen zu Ihren Teilgeschäftsfeldern und Ihren spezifischen Dienstleistungen ausgewiesen.

Um sich als Unternehmen zu beteiligen, ist ein Teilnahme-Fragebogen vollständig auszufüllen, was auf Wunsch auch anonym möglich ist. Betriebe, die sich für eine anonyme Teilnahme entscheiden, werden ausschließlich in die Branchenhochrechnungen einbezogen.

Von Unternehmen mit einem in Deutschland versteuerten eLearning-Umsatz von 1 Mio. Euro und mehr (pro Jahr) wird zusätzlich zum ausgefüllten Teilnahmebogen ein Testat eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers benötigt.

Die Ergebnisse sind als "mmb-Branchenmonitor" kostenfrei erhältlich.

2019-10-10
Breites gesellschaftliches Bündnis für digitale Teilhabe

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber bislang können längst nicht alle daran teilhaben: Mit der neuen Initiative „Digital für alle“ stellt sich ein breites gesellschaftliches Bündnis dieser Herausforderung. Das gemeinsame Ziel lautet, die digitale Teilhabe zu fördern. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Ein bundesweiter Digitaltag soll die Digitalisierung mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten überall in Deutschland erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und auch Raum für kontroverse Debatten schaffen.

Erstmals findet der Digitaltag am 19. Juni 2020 statt und soll künftig jährlich durchgeführt werden. Zudem wird im Rahmen des Digitaltags ein Preis für digitales Engagement verliehen. Das teilte die Initiative „Digital für alle“ in Berlin mit. Das Bündnis besteht aus 21 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft und öffentliche Hand.

Auch auf der LEARNTEC können sich die Besucher über digitale Lernangebote informieren.
Auch auf der LEARNTEC können sich die Besucher über digitale Lernangebote informieren.

„Wir wollen erreichen, dass niemand im digitalen Wandel verloren geht und sich niemand verloren fühlen muss. In einem breiten gesellschaftlichen Bündnis wollen die Kommunen einer digitalen Spaltung der Gesellschaft konsequent entgegenwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Denn digitale Kompetenzen sind für unser Leben heute elementar“, sagte Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages für die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände.

Aus Perspektive des ehrenamtlichen Engagements ergänzte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands: „Beim Thema Digitalisierung geht es auch um gesellschaftliche Teilhabe. Damit der digitale Wandel gelingt, müssen wir als Gesellschaft dafür sorgen, dass alle die Möglichkeit haben, diesen Prozess mitzugestalten. Am Digitaltag machen wir uns dafür stark, dass alle Menschen im ländlichen Raum, egal welchen Alters, fit gemacht werden für die Zukunft.“

Zum Digitaltag am 19. Juni 2020 sollen auf Initiative der 21 Partner bundesweit Veranstaltungen und Aktivitäten stattfinden, darunter öffentliche Vorträge, Diskussionen und Streitgespräche, die Vorführung digitaler Technologien in Vereinen, Behörden und Unternehmen und das Schaffen eines breiten Diskursraums zur Digitalisierung auch über digitale Kanäle.

Autorin: Thea Payome

2019-10-08
Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)
Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) (Bildnachweis: Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB))

"Die Digitalisierung ist zum Treiber in der beruflichen Bildung geworden." Dies betont der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, in seinem Vorwort zum jetzt erschienenen BIBB-Jahresbericht 2018. "Wir stellen fest, dass die Digitalisierung auf allen Ebenen der beruflichen Bildung angekommen ist: Sie hat Auswirkungen auf nahezu alle Aus- und Fortbildungsberufe, sie verändert Aufgaben und verlangt neue Qualifikationen und Kompetenzen. Ihr Einfluss auf Lehr- und Lernmaterialien ist nicht zu übersehen, und sie geht auch an den Lernorten der beruflichen Bildung - den Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren - nicht spurlos vorbei."

Wie sich die berufliche Bildung im vergangenen Jahr angesichts dieser konkreten Auswirkungen weiterentwickelt hat und welchen Beitrag das BIBB hierzu leistete, zeigt der Jahresbericht exemplarisch auf.

Die LEARNTEC ist die Plattform für berufliche Bildung.
Die LEARNTEC ist die Plattform für berufliche Bildung.

Besorgt äußert sich der BIBB-Präsident darüber, dass sich trotz aller insgesamt positiven Entwicklungen und Faktoren des Jahres 2018 der Attraktivitätsverlust der beruflichen Bildung gegenüber akademischen Alternativen weiter fortgesetzt hat. Es bleibe daher - neben der Bewältigung der Herausforderungen durch die Digitalisierung - die zentrale Aufgabe aller Akteure, das Image der beruflichen Bildung zu verbessern und ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung für den Standort Deutschland deutlicher herauszustellen.

Zum Download des BIBB-Jahresberichts:

Jahresbericht BIBB

Autorin: Thea Payome

2019-01-17
BASF setzt auf neue Formen der Bildung

Wie, das erläutert Dr. Frithjof Netzer, Chief Digital Officer des Konzerns, auf dem LEARNTEC Kongress 2019. Schon 2016 hat BASF die „Digital Plant“ ins Leben gerufen. Der Kern des Konzepts: Zu jeder bei BASF neu gebauten realen Anlage soll ein virtueller digitaler Zwilling entstehen. Er überspannt den gesamten Lebenszyklus der Anlage und dient als Instrument sowohl für die Planung als auch für die Abwicklung von Instandhaltungsmaßnahmen, Revisionen und Anlagenänderungen. So lässt sich durch die laufende Auswertung von Anlagenparametern, kombiniert mit Big Data-Analysen, schon vor dem Eintreten eines Störungsfalls proaktiv gegengesteuern.

LEARNTEC Kongress
LEARNTEC Kongress

Digitale Bildung braucht neue Ansätze

Analog setzt der Chemieriese auch beim Digital Learning auf Innovation: Schon vor über zehn Jahren schuf er das BASF-Lernzentrum. Dort werden neue Lerntechniken ausprobiert und mit modernen Lehr- und Lernkonzepten kombiniert. Die Erkenntnisse nehmen dann konzernweit ihren Weg in die Abteilungen. Zu Beginn des Projekts setzte das Lernzentrum lediglich den klassischen Ansatz „Lernen als Training” mit Hilfe neuer Techniken wie Webseminaren um. Inzwischen greifen die Änderungen viel tiefer, um langfristig wirksame neue Lernprozesse zu etablieren. So werden heute Mittel wie Virtual und Augmented Reality (VR und AR) oder Mobile Learning eingebunden – vor allem aber wird das Lernen selbst neu gestaltet. So können die Lernenden ihr Fortschritte eigenverantwortlich steuern und kontinuierlich in Self-Asessment-Phasen überprüfen. Wichtiges Instrument der Bildung ist bei BASF zudem der ständige Wissensaustausch über betriebseigene Lern-Communities.

Als Chief Digital Officer von BASF ist Dr . Frithjof Netzer auch für die moderne Gestaltung der Bildung im Unternehmen verantwortlich. Als Schlüsselelement seiner Arbeit definiert er den menschlichen Faktor. So sieht er beim Prozess der digitalen Transformation denn auch den Menschen im Zentrum. Das stellt viele tradierte Formen des Lernens in Frage. Netzers Ansicht nach ist beispielsweise die Verwendung von Spielelementen den traditionellen Change-Management-Programmen deutlich überlegen. Außerdem ist „mobile first" bei BASF zu einem Prinzip geworden, dem alle neuen Lernangebote folgen sollen. Aber auch die Umgebung muss stimmen, damit der Wandel funktioniert. Dazu gehört nicht zuletzt eine leistungsfähige und sichere IT-Umgebung.

Diese und weitere spannende Details des ambitionierten BASF-Konzepts erläutert Dr. Netzer im Rahmen des LEARNTEC Kongresses in seiner Keynote mit dem Thema „Bildung für die Digitalisierung“. Termin: 30. Januar, 9.30 Uhr, Konferenzsaal.

2019-01-17
Sind klassische WBTs obsolet? – cBook beweist: NEIN!

CREATE.21st century setzt neue technische Möglichkeiten ein, um das Potential klassischer WBTs noch besser auszuschöpfen, bisher Dagewesenes in den Schatten zu stellen und ungeahnte Vorteile für die Lernenden zu kreieren. Denn die Lernenden stehen bei uns im Mittelpunkt. Das cBook holt sie dort ab, wo sie sich in ihrem Lernprozess befinden und begleitet sie individuell und adaptiv:

Aufnehmen neuer Informationen
Aufnehmen neuer Informationen

Beim Aufnehmen neuer Informationen

Die älteste Form des Lernens: Wir hören zu. Wir beobachten.

Beim Merken des Neuen

Lernen ist Konzentration: Wir lesen nach. Wir wiederholen. Wir wenden an.

Merken neuer Informationen
Merken neuer Informationen

Sie kennen das bestimmt: Klassische WBTs vermitteln über Sprechertexte und Animationen neue Inhalte. Schnell etwas nachschlagen oder eine Suchfunktion nutzen war bislang schlicht nicht möglich. Oder aber, das WBT besteht aus Text-Charts, die zwar gezielt nach Inhalten durchsucht werden können, eine audiovisuelle Herleitung jedoch gänzlich vermissen lässt. cBook - Die einzige Lösung, die Lernende wählen lässt. Zu jedem Zeitpunkt. So oft sie wollen.

Sagen Sie nicht „Lerntool“ zu ihm!

Das cBook ist Lernbegleiter, Autorensystem, Sammelmappe, Trainingsunterlage – alles in einem. Und mit der cBook Suite sogar ein Lernmanagementsystem. Es unterstützt Sie in Ihrer Rolle als Unternehmen, als Trainingsmanager und sogar als Trainer. Profitieren Sie von der kontinuierlichen Begleitung mit dem cBook – ob in einzelnen Präsenzveranstaltungen, reinen Onlinekursen oder integrierten Blended Learning Szenarien.

Besuchen Sie uns auf der LEARNTEC! Tauschen Sie sich mit uns über aktuelle und zukünftige Themen aus, die den eLearning-Markt bewegen. Sie haben die LEARNTEC verpasst? Kein Drama!

Schauen Sie in unserem Webinar vorbei: „CREATE ON AIR – Was bewegt eLearning 2019“. Erfahren Sie, was sich auf der LEARNTEC getan hat und was die Community bewegt.

Wann? Kurz und knackig (20 Min.) am:

• Donnerstag, 14.Februar 2019 um 10:00 Uhr

• Dienstag, 19. Februar 2019 um 14:00 Uhr

Zur Anmeldung einfach ein Mail an webinar@create.at schicken, und Sie erhalten einen Outlook-Termin mit allen weiteren Informationen.

2019-01-17
Freier Zugang für alle: Diese Plattform eröffnet Bildungschancen

Die Umsetzung dieses Anspruchs will er durch neuen Formen von Studium und Weiterbildung erreichen, die sich der Digitalisierung bedienen. Auf der LEARNTEC stellt er vor, wie seine Vision für diesen notwendigen Wandel in Bildung und Ausbildung aussieht.

Von der Arbeitswelt über das Gesundheitswesen und die Unterhaltungsindustrie bis zum Journalismus – kaum ein Lebensbereich, in dem die Digitalisierung in den letzten Jahrzehnten nicht entscheidende Veränderungen mit sich gebracht hat. Die Bildung, besonders die formelle Ausbildung, hinkt dieser Entwicklung allerdings in gewisser Hinsicht hinterher: Die Potenziale, die sich durch die neuen Technologien ergeben, werden noch nicht überall ausreichend genutzt.

Neue Wege beschreitet die 2012 von der University Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründete offene Plattform edX für MOOCs (Massive Open Online Courses). Weltweit gehört sie zu den größten ihrer Art. Fast alle von edX angebotenen Kurse einschließlich Videos und Diskussionsforen sind kostenlos. Nur wer sich die Ausbildung durch ein Zeugnis bestätigen lassen will, muss in die Tasche greifen.

Johannes Heinlein
Johannes Heinlein

Konzentration auf akademische Institutionen

Bildung neu zu gestalten ist laut Johannes Heinlein, Vice President of Strategic Partnership bei edX (USA), ein evolutionärer Prozess, bei dem seine Organisation mehrere Ansätze verfolgt: Sie will hochwertige Bildung und Ausbildung für jeden und überall zugänglich machen und außerdem die Lehre und das Lernen sowohl online als auch auf dem Campus verbessern. edX konzentriert sich auf akademische Institutionen und unterstützt sie bei der Integration neuer Technologien und der strukturellen Flexibilisierung in der Lehre. Ein Beispiel sind die „Micromasterprograms“: Die auf bestimmte berufliche Felder ausgerichteten Kurse werden in den USA von Unternehmen voll anerkannt und können sich bei der Arbeitssuche positiver auswirken als ein Bachelor- oder Mastertitel. Ein anderes Ergebnis der Arbeit von edX sind flexible Studiengänge, die sich – jenseits von Regelstudienzeiten – an die jeweilige Lebenssituation der Studierenden anpassen lassen.

Lernen „in-demand“

In Zusammenarbeit mit Unternehmen, Organisationen und Universitäten stellt edX sicher, dass die Plattform auch tatsächlich die Inhalte anbietet, die "in-demand" sind: Die also auf die Fähigkeiten und Kompetenzen abzielen, die Institutionen und Wirtschaft von Angestellten und Studierenden erwarten. Neben den reinen Inhalten werden zudem Karriere- und Lernmodalitäten sowie Kooperationen zwischen akademischer und Geschäftswelt neu abgesteckt. Dabei geht es vor allem darum, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen – sei es B2B, zwischen Institutionen oder zwischen Institutionen und der Wirtschaft.

Mehr über die Möglichkeiten, die Risiken und die Zukunft von MOOCs erfahren Sie in Johannes Heinleins Vortrag „Reimagining Education“ am 29. Januar, dem ersten Messetag der LEARNTEC 2019.

2019-01-17
Personalisierung durch KI - Der nächste Schritt im Corporate Learning

Um die Mitarbeiter zu motivieren braucht es mehr als eine Datenbank mit Lerninhalten, in der man gezielt suchen kann. Effektives Lernen ist individuell und muss auf den Lerner zugeschnitten sein. Eine KI ermöglicht die personalisierte Bereitstellung passender Inhalte für jeden Lerner.

Chatbot Valbo
Chatbot Valbo

In großen Unternehmen gibt es viele unterschiedliche Systeme außerhalb eines LMS, mittels derer Mitarbeiter lernen. xAPI ermöglicht das Tracking und die Erstellung eines Gesamtbildes dieser Lernerfahrungen. Der Vergleich dieser Daten mit anderen Datenquellen kann interessante Ursache-Wirkungs-Beziehungen aufzeigen.

Mittels maschinellem Lernen kann herausgefunden werden, welche Verhaltensänderungen der Mitarbeiter zu einem positiven Effekt geführt haben und welche nicht. Gleichzeitig kann durch die gemeinsame Analyse von Daten zu Lernaktivitäten und Verhaltensänderungen aufgezeigt werden, welche Lernaktivitäten einen Mehrwert bringen.

Eine integrierte KI übernimmt Interpretation und Klassifizierung von Lernmaterialien, personalisierte Empfehlungen, sowie Analyse und Verständnis des vorhandenen Wissens, das in Form von Dokumenten, Berichten, Videos usw. verborgen ist. Der Schlüssel zur Personalisierung oder Kontextualisierung des an eine Person vermittelten Lernens ist die Verwendung von Informationen über die bisherigen Erfahrungen und Hintergründe dieser Person und ihrer Ziele.

Valbo ist der Name des in der Valamis LXP verwendeten Chatbots, ein 24-7-Assistent für Lernende. Verfügbarkeit rund um die Uhr, um dem Lernenden zu helfen, das zu finden, was für seinen aktuellen Kontext oder seine aktuelle Aufgabe relevant ist. Valbo kann proaktive Empfehlungen für den Lernenden aussprechen, wenn er feststellt, dass z.B. einige Lernmaterialien unvollendet sind. Passt angebotener Inhalt zur aktuellen Situation, wird er als nützlich empfunden und führt zu mehr Lernerfolg.

2019-01-17
Workshop „Neues Lernen“: Lösungen für zukunftsfähige Organisationen
Workshop
Workshop "Neues Lernen"

Davor kann man zurückschrecken oder effektive Maßnahmen ergreifen. Wie HR und Personalentwicklung Mitarbeiter und Unternehmen nachhaltig für die Zukunft entwickeln können, vermittelt der Workshop „NEUES LERNEN“ der Haufe Akademie auf der LEARNTEC in Karlsruhe am zweiten Messetag.

Wenn wir von NEUEM LERNEN sprechen, geht es nicht darum, den physiologischen Vorgang des Lernens in Frage zu stellen. Es geht vielmehr darum für die digitale Arbeitswelt nachhaltige Entwicklungsstrategien zu entwickeln. Strategien, die sicherlich auch einen Wandel in der Unternehmens- und Lernkultur mit sich bringen. Der Begriff „Lernen im Unternehmen“ muss dabei heute weiter und insbesondere individueller gefasst werden, als das bislang vielfach geschehen ist. Formelles, gesteuertes Lernen muss ebenso einbezogen werden wie informelles Lernen. Dafür ist eine bessere Verknüpfung verschiedener Arten zu Lernen erforderlich. Um langfristig wirksam zu sein, muss Lernen zum einen relevant für den aktuellen Bedarf jedes Einzelnen sein, für aktuelle Aufgaben, zum anderen Mitarbeiter für zukünftige Herausforderungen vorbereiten, heißt im Klartext: businessrelevant sein und mit der Zukunftsstrategie des Unternehmens verbunden. Das bringt neue Herausforderungen und Aufgaben mit sich, eröffnet der Personalentwicklung aber auch neue Möglichkeiten der Gestaltung.

Über NEUES LERNEN wird im Workshop nicht nur geredet. Es findet auch statt. Mit Lego Serious Play® haben die Teilnehmer die Möglichkeit - auf spielerische Weise - Veränderungsprozesse sichtbar werden zu lassen und eigene Lösungen zu entwickeln. Den Workshop leiten Christian Friedrich, Bereichsleiter Digital Learning Solutions und Katrin Thieme-Wagner, Bereichsleitung Consulting der Haufe Akademie.

2019-01-17
 In the Mood for AI: Conversational-Learning mit Jix!

Für Personalentwicklung und Weiterbildung besonders interessant sind KI-gestützte digitale Assistenten und Chatbots. Sie unterstützen uns Nutzer 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, weltweit. Wenn ich mit einem Chatbot interagiere, um etwas Neues zu lernen und zu trainieren, bin ich in einem dialogischen Lernprozess: Conversational-Learning, kurz: C-Learning.

Jix
Jix

Bieten Sie Ihren Anwendern das Lernen im Dialog mit einem virtuellen Experten, der auch noch pädagogische Fähigkeiten besitzt! Entwickeln Sie bedarfsorientierte, digitale Assistenten und Lernbots, die Ihre Teilnehmer und Mitarbeiter direkt am „Point of Need“ rund um die Uhr begleiten und betreuen.

Die dabei entstehenden „Learning-Nuggets“ sind als text- oder sprachbasierte Supporter überall dort im Einsatz, wo Ihre Anwender schnelle kompetente Unterstützung bei einem konkreten Problem erwarten. Die Bandbreite beim Conversational-Learning geht von Dialogsystemen mit künstlichen Avataren über Trainingsassistenten bis hin zu Escape-Room-Szenarien und Serious-Games. Mit unserer Lösung erstellen E-Learning-Autoren und pädagogische Fachkräfte ihre ersten eigenen Jix-Lernbots mit Hilfe von Liza-Skript innerhalb weniger Tage. Jix unterstützt dabei neben Content-Dialogen auch Single- und Multiple-Choice-Tests, Feedback-Abfragen, Lernspiele, Rollenspiele und vielfältige weitere Lernszenarien.

Interessieren Sie sich für die Welt der Lernbots und der KI ?

Sind Sie interessiert zu erfahren, wie Sie selbst eigene Conversational-Learning Szenarien erstellen?

2019-01-17
Virtuelles Lernen: Die Bahn stellt im 3D-Stellwerk die Weichen
Interaktives Training mit der Deutschen Bahn
Interaktives Training mit der Deutschen Bahn

Der Konzern hat mit EVE (Engaging Virtual Education) ein Virtual Reality-Framework entwickelt, das sich für individuelle Lernanwendungen einsetzen lässt. Jüngster Baustein ist das mechanische Stellwerk für die Schulung von Fahrdienstleitern, zu deren Aufgaben es gehört, Signale und Weichen zu stellen und bei Störungen dafür zu sorgen, dass der Betrieb weiterläuft. In Livebetrieb lassen sich Gefahren und die Auswirkungen von eventuellen Fehlern jedoch nicht trainieren. Deshalb hat die Bahn nun den fiktiven Musterbahnhof „Linksdorf“ in die VR übertragen.

In der 3D-Anwendung wird der Fahrdienstleiter mittels VR-Brille direkt ins virtuelle Stellwerk versetzt, das sich wie gewohnt bedienen lässt, im Gegensatz zu einem realen Stellwerk aber das gefahrlose Üben von Notsituationen erlaubt. Generell vermitteln praxisnahe Trainings in virtueller Umgebung den Mitarbeitern der Deutschen Bahn mehr Sicherheit in komplexen Arbeitsprozessen.

2019-01-17
Kollaboratives Lernen: Sony vernetzt Studenten und Dozenten

Traditionelle Hörsäle sollen einer kollaborativen und interaktiven Bildungsumgebung weichen. Partner ist der Elektronikkonzern Sony. , der das technische Know-how und eine Reihe zukunftweisender Unterrichtsvarianten einbringt, darunter Vision Exchange. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit der Universität speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten und ermöglicht es, bis zu 60 Studenten über ihre eigenen Laptops, Tablets oder Smartphones drahtlos zu vernetzen. Der Dozent kann die Geräte auf seinem Präsentationsbildschirm im Hörsaal spiegeln und die Inhalte mit allen Teilnehmern im Raum austauschen. Auch Studenten an anderen Orten lassen sich nahtlos einbinden.

Lyndon Shirley
Lyndon Shirley

„Unser pädagogischer Ansatz will Lernende als aktive, gleichberechtigte Teilnehmer beteiligen“, sagt Lyndon Shirley, Leiter des Programms „Technology Enhanced Learning“ an der UWTSD.

„Wir wollen ein kollaboratives Ökosystem schaffen, mit dem Studierende auch Internetressourcen, spezielle Software oder Videomaterial in ihre Diskussionen aufzunehmen können, um zu analysieren, zu debattieren, und zu vergleichen. So entwickeln sie Wissen und Verständnis.“

Vision Exchange wird nun schrittweise an allen Standorten der Universität eingesetzt, darunter auch in London.

2019-01-16
Verändern Sie mit Videoinhalten die Lehre
Mediasite
Mediasite

In der Lehre besteht überall der Bedarf Videos zu erstellen und bereitzustellen. Diesen Bedarf können Sie durch innovative Technologie erfüllen, mit deren Hilfe Sie Videos in so großem oder kleinem Rahmen erstellen können, wie Sie wollen. Mit Mediasite ist der Einstieg in die Aufzeichnung von Vorlesungen ganz leicht. Durch die flexiblen Bereitstellungsmöglichkeiten lässt sich alles an den jeweiligen Bereich, den Campus und das Budget anpassen. Starten Sie schnell mit dem Streamen Ihrer Vorlesungen, vermeiden Sie technische Belastungen für die Fakultäten und machen Sie Ihre Studenten erfolgreicher - alles mit einer einzigen Lösung.

Mit diesem E-Book erfahren Sie, wie Sie die neuesten Videotechnologien und -trends so einsetzen können, dass Sie damit das Lernen auf dem gesamten Campus verändern. Holen Sie sich jetzt ihre Ausgabe.

Mit der neuesten Version von Mediasite ist der Einstieg in die Aufzeichnung von Vorlesungen so einfach wie nie. Durch unsere flexiblen Bereitstellungsmöglichkeiten können Sie alles an den jeweiligen Bereich, Ihren Campus und Ihr Budget anpassen. Die Referenten erstellen Vorlesungen und Videos mit hoher Qualität und das aktive Lernen wird durch Quiz, Annotationen, Kommentare und Diskussionen gefördert. Es handelt sich um eine flexible Video-Plattform, mit einem Video-Erlebnis von höchster Qualität und mit umfangreichen Entwicklungsmöglichkeiten.

2018-12-13
Smarte Assistenz stellt maßgeschneidertes Fachwissen bereit

Je flexibler und smarter die Produktion, desto stärker sind die Fachkräfte in der Industrie gefordert. Das intelligente Assistenz- und Lernsystem Festo APPsist springt ihnen mit punktgenauer Unterstützung bei und erweitert ihre Kompetenzen. Auf der LEARNTEC 2019 erfahren Sie mehr über diese innovative Assistenz.

Festo-APPsist ist ein ganzheitlich konzipiertes Assistenz- und Lernsystem
Festo-APPsist ist ein ganzheitlich konzipiertes Assistenz- und Lernsystem

Nachtschicht in einer hochautomatisierten Fabrik, die Anlagen laufen – plötzlich eine Fehlermeldung. Damit die Produktion nicht stillsteht, muss die Störung schnell behoben werden. An dieser Stelle kommt Festo-APPsist ins Spiel, ein ganzheitlich konzipiertes Assistenz- und Lernsystem für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

Es unterstützt Fachkräfte in der Produktion vor Ort mit genau jenen Spezialinformationen und Handlungsanweisungen, die sie in diesem Moment brauchen. Das Konzept des Systems, seine Umsetzung und mögliche Problemstellungen beschreibt Klaus Herrmann, stellvertretender Leiter des Festo-Lernzentrums, in seinem Vortrag „Integratives, kontextsensitives, adaptives Assistenz- und Lernsystem in der industriellen Praxis“ auf der LEARNTEC 2019. Die Grundlagen des Programms stammen aus dem Forschungsprojekt APPsist, das bis 2016 lief und seither weiterentwickelt und in der Praxis erprobt wurde.

Das System passt sich dem Menschen an

Festo-APPsist ist innovativ, weil es kontextsensitiv und adaptiv funktioniert. Wenn ein Impuls erfolgt – z. B. ein ungewöhnlicher Messwert –, zeigt die dafür hinterlegte Assistenz, wie die Ursache zu behandeln ist. Dabei kann es sich um eine fixe Schritt-für-Schritt-Anweisung handeln, oder aber um eine Assistenz, die Ausgangsposition und Zielkonfiguration beschreibt und die Fachkraft bei der flexiblen Problemlösung unterstützt. Durch Rückkopplung wird sichergestellt, dass die Schritte entsprechend ausgeführt werden. Die Assistenz protokolliert zudem das Verhalten der Fachkraft, passt sich ihrer Kompetenz an und bietet auf diese Weise maßgeschneiderte Unterstützung.

Der Mitarbeiterschutz wird sichergestellt

Vom Wie geht es weiter zum Warum, und damit in die Weiterbildung. Festo-APPsist stellt der Fachkraft, die den Fehler behoben hat, ein Lerntool über die Funktionen und den Aufbau von Prozessen, Maschinen und Anlagen und über mögliche Fehlerursachen zur Verfügung. Die protokollierten Userdaten zeigen die individuellen Stärken und Schwächen der beteiligten Fachkräfte auf. Lerninhalte und Hintergrundinformationen werden aufgrund dieser Informationen speziell auf sie zugeschnitten.

Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass für diese Erhebung von personenbezogenen Mitarbeiterdaten ein erheblicher Regelbedarf besteht. Die Bedingungen festzuschreiben, ist die gemeinsame Aufgabe der Betriebspartner. Wie der Mitarbeiterschutz in der Praxis umgesetzt werden kann, erläutert der Festo-Manager Klaus Herrmann anhand von Beispielen.

Der Vortrag findet auf dem LEARNTEC Kongress am Donnerstag, 31. Januar, von 11.30 bis 12.15 Uhr im Konferenzsaal statt.

2018-12-13
Like oder Dislike: Soziale Bedürfnisse motivieren uns zum Lernen

Ankommen oder anecken, andere verstehen oder missverstehen, Erfolg oder Misserfolg – das Sozialleben ist für alle Menschen ein bedeutender Motivator. Wie sich unsere Brainware dadurch zum Lernen anspornen lässt, schildert die Forscherin Franca Parianen auf der LEARNTEC 2019.

Kongress Franca Parianen
Kongress Franca Parianen

Welche Bedürfnisse wollen wir befriedigen, was treibt uns an, woher kommt unsere Motivation, warum geben wir manchmal auf? In ihrem Vortrag „83 Milliarden Neuronen gefällt das. Die Antriebskräfte unseres Gehirns verstehen und nutzen“ beleuchtet die Sozial- und Neurowissenschaftlerin Franca Parianen diese Fragen unter dem Aspekt des Soziallebens. Schließlich ist der Mensch in seinen Ursprüngen ein soziales Wesen – auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt, das zu verbergen, wie Parianen augenzwinkernd anmerkt. Deshalb ist das Sozialleben eine entscheidende Antriebskraft für unser Tun und Handeln.

Lernen als soziale Überlebensmotivation

Ohne ein Miteinander klappt es im Leben nicht, und diese Tatsache wirkt sich intensiv aufs Lernen aus. Einen Großteil unserer Fähigkeiten eignen wir uns an, um mit anderen zurechtzukommen und mit ihnen Schritt zu halten. Von Geburt an versuchen wir, die Handlungen unserer Mitmenschen zu verstehen und suchen ihre Bestätigung, um zu wissen, was richtig ist. „Und deshalb machen wir auch den blödesten Gesichtsausdruck nach, weil er ja möglicherweise wichtig sein könnte", erläutert Parianen, die am Helmholtz Institut der Universität Utrecht die Grundlagen menschlichen Verhaltens auf der Ebene der Neuronen und Hormone erforscht. Bedenkt man diese starke Motivation und andere Antriebskräfte, lassen sich viele Phänomene weitaus besser verstehen, vom Sinn (und Unsinn) sozialer Belohnungen bis zur Enttäuschung, von der „Weisheit der Vielen“ bis zur Schwarmdummheit.

Die Umsetzung gelingt auch im digitalen Raum

Diese Erkenntnisse gelten selbstverständlich auch für das digitale Lernen. Die menschlichen Bedürfnisse und die sozialen Antriebskräfte, die unsere Lernmotivation und unser Lernverhalten zu einem großen Teil bestimmen sind hier ebenfalls aktiv. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken zugleich. Wie viele dieser Antriebskräfte können wir in den digitalen Raum mitnehmen, und welche können wir dort vielleicht sogar besser ansprechen? Auf dieser Grundlage lässt sich zum Beispiel das ideale Lernniveau ermitteln, damit wir nicht das Handtuch werfen. Oder das perfekte Ausmaß sozialer Bestätigung, damit wir ein Kapitel abschließen. Oder die Frage beantworten, warum „Likes“ beim Lernen wichtig, aber trotzdem nicht alles sind.

Mehr über die Rolle der sozial begründeten Motivation im Bereich des digitalen Lernens erfahren Sie auf dem LEARNTEC Kongress. Franca Parianen hält ihren Vortrag „83 Milliarden Neuronen gefällt das. Die Antriebskräfte unseres Gehirns verstehen und nutzen“ am Donnerstag, 31. Januar 2019, um 9.30 Uhr im Konferenzsaal.

2018-12-13
Exzellente Bewertung für das Lernmanagementsystem von time4you
Das Lernmanagement von time4you bekommt sehr gute Bewertungen
Das Lernmanagement von time4you

Das Lernmanagementsystem von time4you wurde in der diesjährigen Test-Ausgabe des eLearning Journals mit fünf Sternen und dem Prädikat “Excellent” ausgezeichnet. Der IBT® SERVER konnte dabei mit den Faktoren Funktionsvielfalt, durchdachtes Social Learning Konzept, moderner Katalog und originelles Authoring aber auch mit der Benutzerfreundlichkeit und der Technik überzeugen.

Maßgeblich für die Beurteilung war unter anderem die konsequente Nutzerorientierung sowie die individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Benutzer und vor allem der Lerner. Die Abkehr von der Philosophie der reinen Lernverwaltung hin zu einer ständigen und individuellen Lernbegleitung und einem entsprechenden Nutzererlebnis ab dem Moment des Einloggens führte zu einer modernen Bedienphilosophie über alle Medien hinweg. Die Grenzen zwischen formalem Lernen, Austausch mit Kollegen und Lösen beruflicher Herausforderungen durch entsprechende Informationen sind durchlässig ebenso wie die verschiedenen Trainingsformen. Der IBT® SERVER bietet damit eine einzigartige Infrastruktur, die jeden Mitarbeiter individuell bei der persönlichen Weiterentwicklung begleitet und unterstützt.

Mit rollenbasierten und nutzerfreundlichen Cockpits sowie passenden Assistenten wurde aber auch die Administration des Lern- und Trainingsbetriebs deutlich erleichtert. Von den Assistenten zur Planung ganzer Trainingsserien bis hin zur automatisierten Abwicklung von Arbeitsabläufen wie der Verwaltung von Pflichttrainings oder Lehrplänen findet jede Personalentwicklung die individuell passende Lösung für den eigenen Praxiseinsatz.

Lernen Sie diese und viele weitere Funktionen des neuen IBT® SERVER und unsere neue Lernbot-Software Jix auf der LEARNTEC oder in unserem nächsten Webinar kennen.

2018-12-13
Studie: Digitale Weiterbildung wird immer wichtiger
In Zeiten der Digitalisierung gewinnt die berufliche Weiterbildung an Bedeutung
In Zeiten der Digitalisierung gewinnt die berufliche Weiterbildung an Bedeutung

Das erfreuliche Ergebnis: Digitales Lernen am PC, Smartphone oder Tablet setzt sich immer stärker durch. Fast allen Befragten war bewusst, dass aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und technischer Innovationen die berufliche Weiterbildung immer wichtiger wird.

Das gilt sowohl für jüngere als auch für ältere Mitarbeiter. Über alle Altersgrenzen hinweg empfinden fast drei Viertel der Befragten (71 Prozent) die neuen Medien als eine wesentliche Bereicherung ihrer beruflichen Lernprozesse. Die klare Botschaft: Um die Fortbildung zu fördern, benötigen Unternehmen ein lernfreundliches Arbeitsumfeld. Laut Studie können sich die meisten Beschäftigten nicht so effektiv weiterbilden, wie sie es gerne möchten. Viele fühlen sich von ihrem Arbeitgeber nicht ausreichend unterstützt; nur acht Prozent der Befragten beschreiben die Lernkultur in ihrem Unternehmen als gut oder sehr gut. Gerade in Hinblick auf die Digitalisierung, durch die die berufliche Weiterbildung noch stärker in den Fokus rücken wird, besteht hier Nachholbedarf.

Die Studie wurde durch die Vodafone-Stiftung gefördert.

2018-12-10
Ex-Werbeboss fordert Payback-Punkte fürs Lernen
Bundestagsabgeordneter Thomas Heilmann (CDU)
Bundestagsabgeordneter Thomas Heilmann (CDU)

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der erfolgreichen Werbeagentur Scholz & Friends, hält die politische Vermarktung des Themas Weiterbildung für suboptimal und macht sich für eine radikale Wende stark: Wer relevante Kurse belege, soll damit Punkte sammeln und mit Sachpreisen belohnt werden, ähnlich wie beim Bonussystem Payback im Handel. Auf diese Weise will der Jurist die Deutschen animieren, sich stärker fortzubilden. Seine Fraktionsgruppe stellte im November mit dem Konzept „Zukunft der Arbeit“ eine Art Bildungs-Netflix vor: Über die steuerfinanzierte, von künstlicher Intelligenz gesteuerte Internetplattform „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“, kurz MILLA, sollen sich alle Bürger kostenlos weiterbilden können, und zwar auf ihre Interessen und beruflichen Bedürfnisse zugeschnitten.

Lernthemen und Kurstitel könnten laut Heilmann beispielsweise „Agiles Arbeiten in einer Bank“, „Design Thinking“ oder „Einführung in die Programmiersprache Python“ sein. Die Anbieter der Kurse sollen entsprechend der Nutzung und Relevanz entlohnt werden. Der CDU-Politiker schätzt die Kosten auf ein bis drei Milliarden Euro jährlich.

2018-12-10
Buchvorstellung: Wie Erwachsene heute lernen
Joanna Burchert beschreibt in ihrem neuen Buch, was gutes Lernen für Erwachsene bedeutet
Joanna Burchert beschreibt in ihrem neuen Buch, was gutes Lernen für Erwachsene bedeutet

Die Autorin Joanna Burchert beschreibt in ihrem Sachbuch „Lernen und Lehren in der beruflichen Weiterbildung: selbstorganisiert und digital?", was gutes Lernen für Erwachsene bedeutet und welche Rolle die Selbstorganisation dabei spielt.

Dafür führten sie und ihre Co-Autoren zahlreiche Interviews mit Lernenden, Lehrenden und Bildungsmanagern. Berücksichtigt wird dabei auch die Frage, welche Bedeutung die Digitalisierung für die Aus- und Fortbildung hat. In 20 ganz unterschiedlich gelagerten Fallbeispielen schildern die Autoren Motivation, Selbstorganisation, Konzepte und Interaktionen in der Fortbildung für Erwachsene und berichten, wie Technologie und Digitalisierung die Arbeit und das Lernen verändert. Das Buch richtet sich vor allem an die Gestalter beruflicher Weiterbildung, an Studierende und an Forscher.

Mehr Infos zum Buch unter www.tredition.de

2018-11-15
Smart lernt man nur, wenn die Umgebung stimmt

Es genügt nicht, in einem Unternehmen neue Technik und neue Lernmethoden einzuführen, will man die Kompetenzen der Mitarbeiter für die Anforderungen der Zukunft stärken. Der Ansatz, den Sirkka Freigang in Ihrem Vortrag „Smart Learning Environments“ verfolgt, bezieht noch viele weitere Faktoren mit ein. So spielt unter anderem die Gestaltung des persönlichen Arbeitsplatzes und der Räumlichkeiten eine große Rolle. Ihre Thesen basieren u.a. auf einer Studie, bei der die Bedingungen von über 150.000 Arbeitsplätzen in 50 Ländern ausgewertet wurden. Dabei wurde ein „Global Workplace Effectiveness Standard“ ermittelt, mit dessen Hilfe sich ein Effektivitätsindex bilden lässt. Darin sind nicht nur leicht messbare äußere Faktoren enthalten, sondern auch Aspekte, die den jeweiligen Angestellten betreffen.

Smartes Lernen
Smartes Lernen

Insgesamt definiert Freigang sechs Faktoren, die wichtig sind, um die Effektivität am Arbeitsplatz zu verbessern. Dazu gehört die Gestaltung der Arbeitsbereiche je nach Tätigkeit, die Verwendung multifunktionaler Möbel, die Beachtung von Umweltfaktoren wie Licht oder Lärm sowie generell der Aufbau einer Wohlfühlatmosphäre. Zum letzten Punkt tragen natürlich auch einzelne Maßnahmen wie ein Kickertisch und ein Ruheraum bei. Wichtiger ist es aber, durch Farben, die Auswahl von Einrichtungsgegenständen und die großzügige Ausstattung mit Pflanzen eine kreative und inspirierende Umgebung zu schaffen. Dabei sollten alle Entscheidungen nicht alleine von der Geschäftsleitung getroffen werden, sondern unter Einbeziehung aller Beteiligten in einem gemeinsamen kommunikativen Prozess entstehen.

Bedarfsgerecht lernen ist smart und vernetzt

Um ein Smart Learning Environment zu erzeugen, bedarf es zusätzlich zu den oben genannten Faktoren noch weiterer Gestaltungselemente am Arbeitsplatz. Das sind mittlerweile vor allem in die Arbeitsmöbel eingebaute kompakte IoT-Geräte. Die vermitteln nun aber nicht etwa konventionellen Lernstoff, sondern unterstützen den Menschen bei seiner Arbeit kontext- und bedarfsbezogen, etwa als Assistenz- oder Empfehlungssysteme. Vernetzt das Unternehmen diese persönlichen Lernsysteme, können auf dieser Datenbasis mittels künstlicher Intelligenz Empfehlungen zu Lerninhalten und Lernmethoden generiert werden.

Sirkka Freigang ist Head of Learning Environments bei Bosch Software Innovations. In ihrem Vortrag stellt sie auch ihr eigenes Framework vor, mit dessen Hilfe man effiziente Lernumgebungen der neuen Art entwickeln kann, ohne Gefahr zu laufen, den rein technischen Aspekten zu viel Gewicht zu geben.

Der Vortrag „Smart Learning Environment“ findet auf dem LEARNTEC Kongress am Dienstag, dem 29. Januar, 16.30 bis 17.15 Uhr im Konferenzraum 6/7 statt.

2018-11-15
Erfolgreiches Mobile Learning im praktischen Einsatz

Die zunehmende Mobilität der Mitarbeiter und die Flexibilisierung der Arbeitsprozesse erfordern immer mehr mobiles Lernen und Trainieren. Gleichzeitig steigt der Bedarf an schnell und flexibel verfügbarer Weiterbildung direkt am „Point of Need“. Wie dies umgesetzt werden kann, zeigen die aktuelle Mobile-Learning-Studie sowie Beispiele und Checklisten der time4you GmbH.

Die Ergebnisse der eLearning-Benchmarking-Studie 2018 verdeutlichen, wieviel „Mobile“ die Weiterbildungsorganisationen heute schon nutzen und welche mobilen Lernformate im Einsatz oder geplant sind. Die Studie gibt außerdem Anhaltspunkte dafür, wohin sich mobiles Lernen zukünftig entwickelt. Mobile Learning erschließt neben der Weiterbildung im engeren Sinne ganz neue Anwendungsbereiche wie mobiles Coaching oder ambulante Patientenedukation und betreuung. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt IMPACHs, das die time4you GmbH zusammen mit der Psychiatrischen Forschungsstelle der Seeland-Region Dänemark, Monsenso App und der Universität Hamburg durchführt.

Mobile Patientenbetreuung
Mobile Patientenbetreuung

In der klinischen Studie wird die Behandlung und Betreuung von Patienten durch mobile Medien in deren Alltag hinein erweitert. Mit Hilfe der, von den behandelnden Ärzten individuell zusammengestellten, mobilen Lern- und Coaching-Inhalte erhalten die Patienten in ihrem Alltag Unterstützung durch Digitale Inhalte.

Ein persönliches Tagebuch sowie entsprechende Fragebögen verstärken und intensivieren dabei die Selbstreflexion sowie die Arzt-Patienten Kommunikation. Die Ergebnisse der klinischen Studie liegen im März 2019 vor und zeigen das Potential dieses Anwendungsbereiches. Weitere Beispiele sind unser mobiles Training "Fit im Büro" und Lernbot-Anwendungen wie Rollenspiele und Fachtrainings.

Melden Sie sich einfach bei uns, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen! Wenn Sie selbst mobile-Learning-Projekte planen, unterstützen wir Sie gerne mit Hintergrundinformationen aus der Mobile-Learning-Studie sowie unserer Checkliste zum Mobile-Learning.

Beide Dokumente finden Sie hier zum Download:

www.time4you.de

2018-11-15
Mehr als Bitcoin: Die Blockchain in der Welt des Lernens

Die Blockchain ist eine universell einsetzbare und hochsichere Technologie, mit der sich Daten speichern und Transaktionen abwickeln lassen. Eine zentrale Kontrollinstanz wie etwa einen Server gibt es dabei nicht. Es handelt sich vielmehr um ein dezentrales Datenbank-Netzwerk, bei dem sich Dateneinheiten sicher und transparent an bestehende Informationen anhängen lassen – bei der Kryptowährung Bitcoin werden so Verkäufe dokumentiert. Jeder neue Dateneintrag wird gegen Manipulationen gesichert.

Die Vorteile der Blockchain

Eine mögliche Anwendung im Bereich der Bildung besteht in der Speicherung der eigenen Qualifikationen. Denn mit Hilfe der Blockchain kann jeder seine Zeugnisse, Fortbildungsbestätigungen oder Diplome im eigenen digitalen Portfolio sammeln und bei Bedarf darauf zugreifen – etwa, um Teile daraus bei einer Bewerbung zu präsentieren. Das lästige Kopieren von Originalzeugnissen entfällt, es genügt der Verweis auf den zertifizierten Blockchain-Eintrag.

Diese naheliegende Nutzung der Technologie ist aber nur der erste Schritt. Blockchain-Anwendungen im Bildungsbereich „befinden sich noch im Anfangsstadium, nehmen aber schnell an Fahrt auf“, so die Autoren Alexander Grech und Anthony F. Camilleri in einer ausführlichen Studie für die EU-Kommission, die belegt, dass auch die Politik das Potenzial der Blockchain erkannt hat.

Blockchain
Blockchain

Universitäten zählen zu den Blockchain-Pionieren

Die beiden Forscher führen in ihrer Studie auch Bildungseinrichtungen auf, die bereits mit der Blockchain arbeiten. Dazu zählt das renommierte MIT Media Lab in den USA, das den offenen Standard Blockcerts nutzt, um Zertifikate an Studenten auszugeben. Die University of Nicosia (UNIC) auf Zypern zählt ebenfalls zu den Vorreitern. Sie akzeptiert Bitcoin als Zahlungsmittel, bietet einen Abschluss als „Master of Science in Digital Currency“ an und postet akademische Zertifikate auf der Blockchain-Plattform. Weitere Beispiele aus der Wirtschaft ließen sich auch auf Bildungseinrichtungen übertragen. So nutzt der japanische Elektronikonzern Sony nach eigenen Angaben schon seit 2016 eine Inhouse-Blockchain-Plattform. Das Münchner Unternehmen Bernstein Technologies GmbH verwendet die Technologie, um geistiges Eigentum zu schützen. Patente, Designs oder Forschungsergebnisse lassen sich in der Blockchain sicher registrieren und zertifizieren, ohne dabei ihren Inhalt im Detail preiszugeben.

Mehr darüber, wie die Blockchain die Welt des Lernens und der Bildung verändert, erfahren Sie auf dem Kongress der LEARNTEC 2019: im Vortrag „Blockchain in Education“ der beiden Studienautoren Alexander Grech und Anthony F. Camilleri, am 31. Januar von 10.45 bis 11.30 Uhr im Messe Konferenz Center (Konferenzraum 8/9).

2018-11-15
Kostenloses ePaper zum Thema Motivation

Einfach mehr WISSEN: Jede Ausgabe des unternehmer.de-ePapers widmet sich B2B-relevanten Themen und Sie finden darin praktische Tipps und News zu Vertrieb, Führung, SEO, Social Media & Co. Sie möchten das ePaper schnell lesen? Kein Problem, denn unternehmer.de bietet das ePaper zum kostenlosen Download an.

unternehmer.de
Die aktuellen ePaper-Ausgaben drehen sich rund um das Thema Motivation im Job.

In dieser ePaper-Ausgabe erfahren Sie, ob Sie Konkurrenz im Job wirklich brauchen, wie Sie Gehaltsverhandlungen führen und wie Sie sich selbst managen.

Die Ausgabe enthält folgende Inhalte rund um das Thema Motivation:

• Konkurrenz im Job: Brauchen wir sie oder macht sie uns kaputt?

• 10 Tipps für die Gehaltsverhandlung mit deinem Mitarbeiter

• Selbstmanagement: 3 Methoden, die wirklich funktionieren

• Recht: Diskriminierung in Stellenanzeigen

• Social Media: Was sind die Trends 2018?

Extras:

• Buchtipps

• Zahlen & Fakten zum Thema Motivation

• Büro-Gadgets

2018-11-14
Bildungsministerium fördert videobasiertes Lernen
Studenten der Hochschule Macromedia bei einem Lehrprojekt mit Drohnen.

Im Rahmen der „Hightech-Strategie 2025" (HTS 2025) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das interdisziplinäre Forschungsvorhaben „Student Crowd Research“ mit 3,7 Millionen Euro.

Bei dem Projekt handelt es sich um einen digitalen Bildungsraum, der Studierenden kollaboratives und forschendes Lernen ermöglichen soll. Dabei geht es auch um den Einsatz innovativer Videotechnologien. Bislang wird Video an den deutschen Hochschulen mehrheitlich zur Visualisierung von Lerninhalten genutzt. Die Studenten rezipieren die Inhalte, bleiben aber passiv. „Student Crowd Research“ hingegen soll Videotechnologien als Lernwerkzeuge erschließen. Verantwortlich für diesen Bereich, der eine tragende Säule von „Student Crowd Research“ ist, zeichnet Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger von der Hochschule Macromedia.

Erst die Einbindung innovativer Videotechnologien in Verbindung mit Interaktions-Formaten und Instrumenten der Selbstevaluation ermöglicht es, dass sich erheblich mehr Studierende an traditionell betreuungsintensiven Lernformen wie studentischen Forschungsprojekten beteiligen können.

2018-11-14
In Paris startet TUMO, die Schule für digitale Bildung

In Ergänzung zu ihrem regulären Schulunterricht können sie sich hier zwei Stunden pro Woche in Selbstlernkursen mit Programmieren, digitalem Zeichnen; Video, Kino, Musik und Animation befassen. Dabei steht die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund: Bei TUMO gibt es keine Noten oder Zeugnisse. Denn im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht lernen die Schüler in ihrem eigenen Tempo – und machen sich so ganz ohne Druck mit den technischen Möglichkeiten vertraut, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die Schule ist für bis zu 4000 Schüler ausgelegt, 25 Prozent der verfügbaren Plätze sind für Kinder aus sozialen Brennpunkten reserviert.

TUMO - Schule für digitale Bildung
TUMO - Schule für digitale Bildung

Vorbild für TUMO in Paris ist die gleichnamige Einrichtung in Eriwan, die vor drei Jahren zur innovativsten Schule der Welt gewählt wurde. Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, lernte TUMO bei einem Besuch in der Hauptstadt Armeniens kennen.

Sie ist überzeugt, dass das Konzept auch in Paris funktioniert: „TUMO wird sich zu einem Kommunikationszentrum für junge Menschen entwickeln, in denen sie nicht nur neue Fähigkeiten erwerben, sondern auch ihre kreativsten Ideen verwirklichen und sich auf digitale Abenteuer einlassen können“. Finanziert wird die Einrichtung aus EU-Fördermitteln: Die Stadt Paris hatte im November 2017 den Wettbewerb „Europäische Hauptstadt der Innovation“ gewonnen und dafür einen Scheck über eine Million Euro erhalten.

2018-11-14
Der InnoTruck macht Innovationen für junge Leute anschaulich

Der doppelstöckige Laster tourt das ganze Jahr durch die Republik und zeigt in seinem Innern anschaulich, welche Rolle Innovationen in unserem Alltag spielen. Gedacht ist die Initiative für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber für Jugendliche und ihre Eltern und Lehrer.

Der Inno Truck
Jugendliche, Eltern und Lehrer könne im Inno Truck auf Entdeckungsreise gehen.

Sie sind eingeladen, sich über zahlreiche Themenfelder und die damit verbundenen Berufe zu informieren, von der digitalen Gesellschaft über nachhaltiges Wirtschaften bis zum gesunden Leben und zur intelligenten Mobilität. Experten stehen dabei für weiterführende Gespräche bereit. Doch nicht nur Anschauen, sondern auch aktiv Mitmachen ist im InnoTruck angesagt: Bei verschiedenen Experimenten können Jugendliche selbst in die Forscherrolle schlüpfen und so den technischen Fortschritt hautnah erleben.

Neugierig geworden? Im November steuert der InnoTruck folgende Städte an: Bonn, Königstein im Taunus, Oberursel, Weinheim, Karlsruhe, Pliezhausen und Stuttgart. Detaillierte Informationen zum Tourplan gibt es hier.

2018-11-14
Vampire vermitteln Finanzwissen

Das Programm entstand aus einer Kooperation der britischen Aston Business School und den eLearning Studios im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Financial Education for Future Entrepreneurs“. Grund für die Einführung der Software: Die Aston Business School hat festgestellt, dass fehlendes Know-how im Bereich Finanzwissen oft maßgeblich für das Scheitern junger Firmen verantwortlich ist.

Die kostenlose Spiele-App "Count FEFE" im Einsatz.

Die für iOS und Android verfügbare Anwendung soll diese Wissenslücke mittels Gamification schließen. Im Spiel muss der Benutzer einem Vampir zur Seite stehen, der ein Vermögen geerbt und es in ein Handelsunternehmen für Särge investiert hat. Dabei muss er immer neue Schwierigkeiten meistern.

Im Laufe des Spiels soll der Benutzer lernen, die Herausforderungen der Unternehmensbuchhaltung zu meistern und ein Gespür für finanzielle Entscheidungen zu entwickeln. Nebenbei wird er über die Beschäftigung mit dem Unternehmen des Untoten auch in die Fachterminologie eingeführt. Count FEFE gibt es derzeit leider nur in englischer Sprache.

2018-10-31
Blendende Ergebnisse mit Blended Learning

Lernerfolge stellen sich mit Blended Learning besonders schnell ein. Dabei werden E-Learning und klassischer Unterricht geschickt kombiniert. Auf der LEARNTEC wird das Thema bei zahlreichen Ausstellern und im Kongress behandelt.

Viele Menschen, die sich weiterbilden, schätzen den persönlichen Kontakt zum Vortragenden. Andere dagegen bevorzugen die Freiheiten des digitalen Lernens. Beim Blended Learning, in Deutschland auch „Integriertes Lernen“ genannt, geht es aber nicht darum, den persönlichen Geschmack jedes Schülers zu treffen. Vielmehr sollen digitale und analoge Lernwelten so ineinandergreifen, dass Wissen schneller vermittelt und nachhaltiger verankert wird. Online- und Präsenzphasen wechseln sich dabei ab.

Die Interaktion beim E-Learning ermöglicht individuelle thematischen Vertiefungen. Das Onlinesystem ermittelt bei jedem Schüler, wo noch Wissenslücken bestehen und setzt dort gezielt an. Wichtiger Bestandteil des Blended Learning ist die Rückmeldung über den Erfolg der digitalen Einheiten an den Lehrer. Er kann jederzeit den aktuellen Wissensstand aller Schüler feststellen und das Lerntempo in der nächsten Präsenzphase entsprechend anpassen.

Es empfiehlt sich, den Live-Veranstaltungen einen Onlineteil voranzustellen. So lässt sich gewährleisten, dass alle Teilnehmer das notwendige Grundwissen haben, damit das Präsenztraining auf den richtigen Nährboden trifft und die knappe Zeit so optimal genutzt wird.

Blended Learning ist nicht neu. Bereits Ende der 1990er-Jahre nutzte IBM das Konzept für das Training von Managern. Die Grundidee wurde im Lauf der Zeit verfeinert und dem aktuellen Forschungsstand angepasst. So lässt sich inzwischen die Nudging-Theorie des Nobelpreisträgers Richard Thaler integrieren: Der US-Wirtschaftswissenschaftler, der an der Universität Chicago lehrt, verficht die These, dass menschliches Verhalten sich weniger durch Zwang, als vielmehr durch fortlaufende Anreize verändern lässt. In Anlehnung an Thalers Theorie wird beim Blended Learning der Lernstoff in kleine Einzelerlebnisse unterteilt wird, sodass eine Folge motivierender und inspirierender Schritte entsteht. Online- und Präsenzphasen sorgen dabei für eine abwechslungsreiche Lernstruktur mit klar aufeinander aufbauenden Inhalten.

Blended Learning
Blended Learning

Blended Learning – Praxisbeispiele erfolgreicher Umsetzung

· Die Berlitz-Sprachschulen bieten für die Mitarbeiterschulung von Unternehmen eine Kombination aus E-Learning und aus Einzelunterricht via Telefon oder Skype. So können die Teilnehmer einerseits konkrete Fragen stellen, andererseits die Vorteile des Web-Lernens nutzen.

· „Brainyoo“ stellt Lernsoftware für die Vorbereitung auf Prüfungen zur Verfügung, die von den Unternehmen dann mit Seminaren und Workshops gekoppelt werden. Mithilfe der digitalen Lerninhalte vor den Präsenzangeboten starten die Teilnehmer dort nicht bei Null, sondern können sich gezielt vorbereiten.

· Die „eLearning Manufaktur“ nutzt Blended Learning als Baustein: Sie setzt sogenannte Transfer-Apps ein, um den Lernfortschritt von Seminarteilnehmern zu überprüfen und zu verstärken. Die Lernenden bleiben dadurch länger am Thema dran.

· „everskill“ aus München erweitert mit einer App seine Soft-Skills-Trainings um digitale Elemente. Lernende und Trainer bleiben dadurch kontinuierlich in Kontakt, die Trainingsinhalte werden digital zur Verfügung gestellt.

Die LEARNTEC 2019 widmet dem Blended Learning einen eigenen Themenblock im Kongressprogramm. Drei spannende Vorträge dazu gibt es am Mittwoch, 30. Januar 2019, von 14:30 bis 17:15 Uhr im Konferenzraum 4/5. Hier sprechen Wiebke Veelken und Claudia Ruchotzke, KPMG zu „Heute schon gelernt? – Mobil agil zum Lerntransfer“. Barbara Strassnig, WIENER LINIEN GmbH & Co. KG, referiert zu „Blended Learning bei Verkehrsbetrieben: Mit Rapid Content Authoring zur nächsten Haltestelle auf der E-Learning Roadmap“ und Michael Frötschl, L’Osteria GmbH, spricht zu „Mit Blended Learning und Mobile First auf Expansionskurs – so reduziert L‘Osteria die Time to Competence“.

2018-10-31
Revolution in der Ausbildung durch Virtual Reality

Virtual Reality ist im Arbeitsalltag angekommen und bietet dort spannende Möglichkeiten, denn sie schafft praxisnahe Arbeits- und Lernwelten. Mit ihren neuen Kommunikationsformen hat die Technik das Zeug dazu, die Ausbildung der Mitarbeiter zu revolutionieren.

Virtual Reality (VR) ist längst nicht mehr nur ein Instrument für Gamer, die damit in eine künstlich erzeugte Spielumgebung eintauchen. Die Erfahrung einer computergenerierten, interaktiven Welt wird heute auch in vielen professionellen Bereichen eingesetzt. Die VR-Brille bringt dem Kunden so unterschiedliche Produkte wie Autos oder Sportschuhe realistisch nahe, Abläufe in einer digitalen Fabrik lassen sich per VR erproben, Techniker spüren damit Fehler in Maschinen leichter auf. Auch in der Kommunikation wird der Einsatz von VR unverzichtbar. Die Technik hebt Videokonferenzen auf eine neue Ebene, weil sich die Teilnehmer nicht nur per Kamera und Screen sehen, sondern jeder durch eine eigene Graphikfigur, den Avatar, in einem gemeinsamen virtuellen Raum vertreten ist. Wie gut die visuelle Repräsentation der einzelnen Personen durch ihre Avatare gelingt und wie natürlich die Umsetzung von Gestik und Mimik klappt, entscheidet darüber, ob die virtuelle Konferenz als eine neue Stufe der Zusammenarbeit wahrgenommen wird.

Revolution in der Ausbildung durch Virtual Reality

Virtuelle Gespräche bereiten auf die Realität vor

Auch in der Weiterbildung von Mitarbeitern ist VR bereits zum festen Bestandteil geworden. So nutzt die Wiener Multimedia-Agentur Create VR-Brillen in einem Projekt mit der Volksbank-Akademie. Zukünftige Bankberater probieren in virtuellen Kundengesprächen das Erlernte aus: Sie sitzen Avataren gegenüber, die unterschiedliche Emotionen ausdrücken – von interessiert bis zornig. Darauf müssen sie entsprechend reagieren. Ihr Verhalten wird dabei analysiert, etwa der Augenkontakt mit den virtuellen Kunden, oder wie oft sie diesen mit Namen angesprochen haben. Eine direkte Reaktion des Avatars auf die Aktionen des Beraters soll als nächster Schritt folgen. Bei einem anderen Einsatz der VR-Brillen für die Volksbank überprüfen Mitarbeiter neue Filialkonzepte vor ihrer Realisierung. Der Gang durch die virtuell errichteten Räume zeigt, ob der geplante Grundriss wirklich praxistauglich ist.

Spannend präsentiert sich auch das Forschungsprojekt „Epicsave“, das den Einsatz von VR in der Ausbildung testet. So durchleben angehende Rettungssanitäter in einer Simulationsumgebung verschiedene Einsatzszenarien. Dabei wird bewertet, ob sie richtig auf die jeweiligen Ereignisse reagieren. An diesem Projekt arbeiten unter anderem das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und die Hochschule Hannover mit, deren Experten auf der LEARNTEC 2019 über ihre Erfahrungen berichten werden. Ebenfalls an Epicsave beteiligt ist die Ulmer Firma TriCat, die sich auf virtuelle 3-D-Welten fürs Arbeiten und Lernen spezialisiert und „TriCat Spaces“ mit 3-D-Avataren entwickelt hat. Ein solcher virtueller Lernraum kommt bereits beim Fernstudiengang „Wirtschaftspsychologie & Leadership“ der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen zum Einsatz. TriCat ist ebenfalls auf der LEARNTEC 2019 vor Ort.

Erstmals VR/ AR Area auf der LEARNTEC

Die LEARNTEC trägt der steigenden Bedeutung des Themas durch einen eigene VR / AR Area Rechnung, die erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR / AR Area konzipiert wurde. Hier können die Besucher eine Vielzahl spannender Ansätze für den Bildungsmarkt erleben und alles Wissenswerte über AR und VR erfahren können. Auf einer eigenen Aktionsfläche werden Best Practise-Beispiele von Unternehmen wie Lufthansa und der Deutschen Bahn präsentiert und VR live erlebbar gemacht. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu diesem Thema. Mehr dazu erfahren Sie in einem der nächsten Newsletter.

2018-10-30
Moderne Technik bietet motivierende Lernerfahrungen

Microsoft hat in Zusammenarbeit mit McKinsey eine Studie mit dem Titel „The Class of 2030 and Life-Ready Learning“ veröffentlicht. Sie gibt darüber Aufschluss, wie ein effektives Bildungssystem im Jahr 2030 aussehen könnte.

Projektlandkarte bietet Übersicht für junge Talente

Vor allem zeigt der Bericht die Schlüsselrolle der Technologie in zukünftigen Bildungsmodellen, bei denen beispielsweise traditionelle Ansätze durch einen personalisierten Unterricht ersetzt werden. Der Vorteil der Einbindung moderner Technik laut der Studie: Sie spart Zeit, erlaubt studienspezifische Einblicke, fördert die Inklusion und bietet motivierende Lernerfahrungen.

2018-02-13
mmb-Branchenmonitor: E-Learning-Branche verzeichnet robustes Wachstum
Umsatzentwicklung der E-Learning-Branche in Deutschland
Umsatzentwicklung der E-Learning-Branche in Deutschland

Das Umsatzwachstum war damit noch immer robust, obwohl es zum ersten Mal seit 2010 wieder im einstelligen Bereich lag. Ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum von 14 Prozent erreichten die sechs größten Anbieter.

Noch stärker als der Umsatz wuchs der Arbeitsmarkt: Die Zahl der Festangestellten stieg um 17 Prozent. Die Mehrzahl der E-Learning-Angebote – 74 Prozent – wird maßgeschneidert erstellt. Dies sind Ergebnisse des soeben publizierten mmb-Branchenmonitors „E-Learning-Wirtschaft 2017“. Weitere finden sich hier.

2018-02-13
Digitalisierung der deutschen Unternehmen: Gut, aber nicht hervorragend
Zurückhaltung beim Einsatz neuer Technologien
Zurückhaltung beim Einsatz neuer Technologien

Wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage zeigt, sehen sie sich in allen Bereichen, ob Robotik, Big Data oder Virtual Reality, eher als Nachzügler denn als Vorreiter. Besonders bedenklich erscheint die Position der deutschen Wirtschaft bei den Themen künstliche Intelligenz und 3D-Druck.

36 Prozent der Befragten meinen jedoch, die deutsche Wirtschaft befinde sich bei der Digitalisierung auf einem guten Weg und sei Teil der globalen Spitzengruppe. Befragt wurden 505 Unternehmen mit über 20 Beschäftigten.

2018-01-31
LinguaTV und M.I.T e-Solutions schließen Vertriebspartnerschaft
Copyright: rawpixel.com

LinguaTV, ein Anbieter von videobasierten Sprachtrainings, bringt über 1.000 Trainingsvideos für den Spracherwerb ein.

Für das Lernmanagementsystem entwickelte M.I.T eine Schnittstelle, mit der die Nutzer der New Academy Zugriff auf den Kursserver von LinguaTV haben. Die Themen der Schulungspakete beziehen sich außer auf Sprachen auf IT, Wirtschaft, Compliance und Sicherheitsfragen.

2018-01-31
Private Weiterbildung: Fast jeder zweite lernt digital
Blended Learning

Unter den Nutzern von Blended-Learning-Programmen und mobilen Lern-Apps ist die Bereitschaft, privates Geld auszugeben, mit 77 Prozent bzw. 75 Prozent am größten. Bei PC-Lernprogrammen und Onlinekursen sind nur 22 Prozent bzw. 15 Prozent der befragten Nutzer dazu bereit.

Das Interesse an privater Weiterbildung ist groß: Drei von vier Bundesbürgern (76 Prozent) nutzen private Bildungsangebote, sei es in klassischen oder digitalen Formaten.

2018-01-18
Zu wenige betriebliche Weiterbildungen zu digitalen Technologien
Zu wenige betriebliche Weiterbildungen zu digitalen Technologien
Zu wenige betriebliche Weiterbildungen zu digitalen Technologien

72% beklagen, dass während der Arbeit keine Zeit für Weiterbildungen zu digitalen Themen bleibt, und 59% geben an, dass ihr Arbeitgeber Weiterbildungen dieser Art nicht anbietet. Bei 39% ist dies der Fall, obwohl ihr Unternehmen verstärkt digitale Technologien einsetzt.

77% glauben, dass digitales Know-How am Arbeitsplatz so wichtig sein wird wie fachliche und soziale Kompetenzen. 76% bilden sich privat weiter, 36% sind bereit, dafür 2 Stunden und mehr pro Woche aufzuwenden.

2018-01-12
Gartner: Künstliche Intelligenz schafft Arbeitsplätze
Künstliche Intelligenz schafft Arbeitsplätze
Künstliche Intelligenz schafft Arbeitsplätze

Die öffentliche Verwaltung, der Gesundheits- und der Bildungsbereich werden am stärksten profitieren, während Industrie und Transport am schwersten getroffen werden.

Anders als Untergangsprognosen, die 50% aller Jobs im nächsten Jahrzehnt verschwinden sehen, meint Gartner, dass noch mehr neu geschaffen werden: Für Hochqualifizierte und Manager, aber auch für Berufsanfänger und Niedrigqualifizierte.

2018-01-12
Augmented reality: Fast schon wie die Realität
Augmented Reality
Augmented Reality

300 Mio. werden dies einmal monatlich tun und zig Millionen werden jede Woche Content erstellen und teilen. Dies sind Prognosen der Consultants von Deloitte Global in ihrem neuesten Technology, Media and Telecommunications Report 2018.

Die technische Qualität wird einen Sprung machen: Oberflächen werden präziser erfasst und hochwertige Algorithmen werden die Schattierung von Aufnahmen erlauben, die künstlich oder mit Sonnenlicht belichtet wurden.

Die Themenbereiche der LEARNTEC

Themenbereich Digitales Lernen in der Schule

Digitales Lernen in der Schule

Digitale Medien bereichern und erleichtern das lebenslange Lernen. Das Forum school@LEARNTEC mit seiner offenen Lernlandschaft informiert Sie über den Einsatz digitaler Lehrmaterialien und die Schule der Zukunft.

Themenbereich Digitales Lernen in der Hochschule

Digitales Lernen in der Hochschule

Welche Techniken und Lernmethoden bieten sich an, um das Bildungskonzept Ihrer Hochschule digital zu unterstützen? Der Themenbereich Hochschule und das Programm university@LEARNTEC geben Ihnen Antworten auf Ihre individuellen Fragestellungen.

Themenbereich Digitales Lernen im Beruf

Digitales Lernen im Beruf

Auch in der beruflichen Bildung hat die Digitalisierung viel verändert. Digitale Lernangebote führen zu mehr Flexibilität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber und sind im Idealfall auf den Lernenden zugeschnitten.