16.01.2020

Studie: Im Jahr 2030 arbeiten in Deutschland 400.000 Menschen mit AR/VR

Anwendungen aus den Bereichen virtuelle Realität (VR) und erweiterte Realität (AR) entwickeln sich vom Nischenphänomen für Gamer und Filmfans zu einer einflussreichen Zukunftstechnologie.

Die LEARNTEC widmet Augemented und Virtual Reality eine eigene Area.
Die LEARNTEC widmet Augemented und Virtual Reality eine eigene Area.

Eine globale Analyse von PwC, die mögliche Auswirkungen von VR/AR auf Wirtschaft und Beschäftigung untersucht, beziffert das wirtschaftliche Potenzial für Virtual und Augmented Reality im Jahr 2030 weltweit auf 1,5 Billionen US-Dollar. Für Deutschland rechnet PwC mit 104 Milliarden US-Dollar ¬– das entspricht einer Steigerung des BIPs um 2,5 Prozent.

„Vom Gesundheitssektor über die Produktion bis hin zum Handel und der Konsumgüterindustrie werden alle Branchen von virtueller und erweiterter Realität profitieren“, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland. „Denn VR- und AR-Technologien sind nicht nur gut geeignet, Prozesse und Abläufe effizienter zu gestalten, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen zusammenarbeiten.“

Entsprechend belegt die Analyse, dass VR- und AR-Technologien signifikanten Einfluss auf die Beschäftigung haben werden. Aktuell sind rund 824.000 Jobs weltweit direkt von VR und AR beeinflusst. Bis 2030 könnte sich die Anzahl der Menschen, die AR-/VR-gestützt arbeiten, auf 23,4 Millionen erhöhen. In Deutschland käme dann jeder 100. Beschäftigte, insgesamt rund 400.000 Menschen, am Arbeitsplatz mit dieser innovativen Technologie in Kontakt; heute sind es bereits 15.000.

„Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich an einem entscheidenden Punkt beim Einsatz von virtueller und erweiterter Realität. Technologie und Hardware sind endlich ausgereift. VR und AR können nun ihr Potenzial entfalten und nicht nur der Wirtschaft Auftrieb verleihen, sondern auch die Art und Weise, wie Organisationen arbeiten, revolutionieren: Prozesse laufen effizienter ab, Mitarbeiter können sich effektiver weiterbilden“, so Werner Ballhaus. Der Einsatz von erweiterter und virtueller Realität im Bereich Weiterbildung und Entwicklung wird rund 294 Milliarden US-Dollar zum globalen BIP beisteuern. Mit AR und VR lassen sich beispielsweise realistische Trainingsszenarien ohne Risiken nachstellen. „Nur wer mit eigenen Augen gesehen hat, wie virtuelle und erweiterte Realität in der Praxis funktionieren, lässt sich von den Stärken dieser innovativen Technologie überzeugen. Deshalb sollten Unternehmen möglichst schnell mit einem Pilotprojekt starten und das Potenzial dann Schritt für Schritt weiter erforschen“, resümiert PwC-Experte Werner Ballhaus.

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