31.10.2018

Revolution in der Ausbildung durch Virtual Reality

Virtual Reality ist im Arbeitsalltag angekommen und bietet dort spannende Möglichkeiten, denn sie schafft praxisnahe Arbeits- und Lernwelten. Mit ihren neuen Kommunikationsformen hat die Technik das Zeug dazu, die Ausbildung der Mitarbeiter zu revolutionieren.

Virtual Reality (VR) ist längst nicht mehr nur ein Instrument für Gamer, die damit in eine künstlich erzeugte Spielumgebung eintauchen. Die Erfahrung einer computergenerierten, interaktiven Welt wird heute auch in vielen professionellen Bereichen eingesetzt. Die VR-Brille bringt dem Kunden so unterschiedliche Produkte wie Autos oder Sportschuhe realistisch nahe, Abläufe in einer digitalen Fabrik lassen sich per VR erproben, Techniker spüren damit Fehler in Maschinen leichter auf. Auch in der Kommunikation wird der Einsatz von VR unverzichtbar. Die Technik hebt Videokonferenzen auf eine neue Ebene, weil sich die Teilnehmer nicht nur per Kamera und Screen sehen, sondern jeder durch eine eigene Graphikfigur, den Avatar, in einem gemeinsamen virtuellen Raum vertreten ist. Wie gut die visuelle Repräsentation der einzelnen Personen durch ihre Avatare gelingt und wie natürlich die Umsetzung von Gestik und Mimik klappt, entscheidet darüber, ob die virtuelle Konferenz als eine neue Stufe der Zusammenarbeit wahrgenommen wird.

Revolution in der Ausbildung durch Virtual Reality

Virtuelle Gespräche bereiten auf die Realität vor

Auch in der Weiterbildung von Mitarbeitern ist VR bereits zum festen Bestandteil geworden. So nutzt die Wiener Multimedia-Agentur Create VR-Brillen in einem Projekt mit der Volksbank-Akademie. Zukünftige Bankberater probieren in virtuellen Kundengesprächen das Erlernte aus: Sie sitzen Avataren gegenüber, die unterschiedliche Emotionen ausdrücken – von interessiert bis zornig. Darauf müssen sie entsprechend reagieren. Ihr Verhalten wird dabei analysiert, etwa der Augenkontakt mit den virtuellen Kunden, oder wie oft sie diesen mit Namen angesprochen haben. Eine direkte Reaktion des Avatars auf die Aktionen des Beraters soll als nächster Schritt folgen. Bei einem anderen Einsatz der VR-Brillen für die Volksbank überprüfen Mitarbeiter neue Filialkonzepte vor ihrer Realisierung. Der Gang durch die virtuell errichteten Räume zeigt, ob der geplante Grundriss wirklich praxistauglich ist.

Spannend präsentiert sich auch das Forschungsprojekt „Epicsave“, das den Einsatz von VR in der Ausbildung testet. So durchleben angehende Rettungssanitäter in einer Simulationsumgebung verschiedene Einsatzszenarien. Dabei wird bewertet, ob sie richtig auf die jeweiligen Ereignisse reagieren. An diesem Projekt arbeiten unter anderem das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und die Hochschule Hannover mit, deren Experten auf der LEARNTEC 2019 über ihre Erfahrungen berichten werden. Ebenfalls an Epicsave beteiligt ist die Ulmer Firma TriCat, die sich auf virtuelle 3-D-Welten fürs Arbeiten und Lernen spezialisiert und „TriCat Spaces“ mit 3-D-Avataren entwickelt hat. Ein solcher virtueller Lernraum kommt bereits beim Fernstudiengang „Wirtschaftspsychologie & Leadership“ der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen zum Einsatz. TriCat ist ebenfalls auf der LEARNTEC 2019 vor Ort.

Erstmals VR/ AR Area auf der LEARNTEC

Die LEARNTEC trägt der steigenden Bedeutung des Themas durch einen eigene VR / AR Area Rechnung, die erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR / AR Area konzipiert wurde. Hier können die Besucher eine Vielzahl spannender Ansätze für den Bildungsmarkt erleben und alles Wissenswerte über AR und VR erfahren können. Auf einer eigenen Aktionsfläche werden Best Practise-Beispiele von Unternehmen wie Lufthansa und der Deutschen Bahn präsentiert und VR live erlebbar gemacht. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu diesem Thema. Mehr dazu erfahren Sie in einem der nächsten Newsletter.

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