15.11.2017

Live-Online-Trainings: Was Lerner motiviert

Seit 14 Jahren coacht Inga Geisler Trainer für den virtuellen Klassenraum. Auf dem Kongress der LEARNTEC spricht sie am 31. Januar 2018 über den aktuellen Stand der „Live-Online-Trainings“ und verrät, wie man Teilnehmer für diese Trainingsform begeistert.

Ihr Vortrag richtet sich an alle, die mit Virtual Classrooms bereits arbeiten oder mit ihnen in Zukunft arbeiten wollen.

Die Motivation der Teilnehmer ist für Geisler „der Treibstoff, der zum Erfolg führt“: „Wenn Teilnehmer selbst aktiv werden können und erleben, wie fruchtbar der Austausch untereinander ist, dann verschwinden Skepsis oder auch Abneigung. Motivation schaffen wir durch positive Lernerlebnisse: Wir schütten die Teilnehmer nicht mit Wissen zu, sondern befähigen sie, praktisch etwas zu tun.“

Was Lerner in Live-Online-Trainings motiviert

Die allgemeine Veränderung des Lernens kommt der sinnvollen Verwendung von VCs entgegen, konstatiert Geisler: „Wir erwarten generell beim E-Learning mehr Selbstverantwortung von den Lernern. Das kommt bei den Jüngeren gut an: Sie sind es aus der Schule gewohnt, selbst zu recherchieren und lehnen eine Frontalbeschallung ab.“ In ihren Train-the-Trainer-Kursen macht Geisler es allen zur Aufgabe, selbst in die Trainerrolle zu schlüpfen bzw. den Kollegen Feedback für ihre Auftritte zu geben. Für die reine Wissensvermittlung empfiehlt sie das Format der Webinare.

Im Unterschied zu den Anfangszeiten der Live-Online-Trainings stellt die Technologie heute keine große Hürde mehr dar, auch wenn für eine gründliche Einweisung und einen verlässlichen Support für die Teilnehmer gesorgt sein muss. Problematisch ist eher die Hardware-Ausstattung in den Unternehmen: Noch immer ist nicht durchgängig dafür gesorgt, dass PCs mit Kameras ausgestattet sind.

Auch ist das Wissen über virtuelle Klassenräume noch nicht so weit verbreitet, dass Geisler nicht mit unrealistischen Erwartungen konfrontiert wird: „Manche Unternehmen sind vor allem auf Kosteneinsparungen aus. Am liebsten wollen sie 30 bis 40 Mitarbeiter in eine virtuelle Sitzung schicken, weil das technisch sinnvoll ist und sie damit ihrer Verpflichtung zur Weiterbildung kostengünstig nachkommen. Ob sich so ein tatsächlicher Lerneffekt einstellt, ist aber höchst zweifelhaft. Nur wenige denken dagegen daran, Lernräume für Mitarbeiter in Großraumbüros einzurichten, und Lernzeiten der Teilnehmer über die Dauer der virtuellen Sitzungen hinaus vorzusehen.“

Für Geisler besteht ein großer Unterschied zwischen Webconferencing-Software wie Skype for Business und echten VCs, die eine Vielzahl von didaktischen Interventionen erlauben. Diese führen zu intensiven Lernprozessen der Teilnehmer, wie etwa die Aufteilung der Lerngruppe in Kleingruppen. Für die Zukunft ist Geisler optimistisch: „Der Austausch von Menschen und ihr gemeinsames Lernen an verteilten Orten wird immer wichtiger. Dafür sind VCs das ideale Medium.“

Interessierte, die den Vortrag von Inga Geisler besuchen möchten, können ihr unter dieser Email mitteilen, für welche Themenaspekte sie sich besonders interessieren.

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