15.11.2017

Blended Learning aus eigener Hand: Digitales Lernen bei der SES

Maßgeschneidertes Blended-Learning ohne großen Aufwand einführen und etablieren: Wie dies gelingt schildert, Sarah Franke am 1. Februar am Beispiel der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung (SES).

Die Organisation beschäftigt 800 Mitarbeiter, von denen nicht alle über einen PC-Arbeitsplatz verfügen. Viele dort durchgeführte Maßnahmen sind auf Unternehmen und Institutionen mit beschränkter Mitarbeiterzahl übertragbar.

Sarah Franke schildert das Einführen und Etablieren von maßgeschneidertem Blended-Learning ohne großen Aufwand

Die Stiftung begann Anfang 2016 ihr Sicherheitskonzept zu überarbeiten. Sehr schnell fiel der Entschluss, die Schulung der Mitarbeiter im Zuge dieser Veränderung nicht mehr ausschließlich in Präsenzform vorzunehmen. Sarah Franke: „Wir haben die Sicherheitsausbildung, die alle Mitarbeitenden auf dem Areal der Stiftung durchlaufen müssen, neu gestaltet. Sie lernen, was sie im Alarmfall zu tun haben, wie sie sich bei einem Brand oder einem medizinischen Notfall verhalten müssen und was allgemein beim Thema Arbeitssicherheit zu beachten ist. Dies sind Pflichtthemen in vielen Unternehmen.“

Das Programm zielt auf zwei Mitarbeitergruppen ab: Aufgrund der Fluktuation in der Pflegebranche gibt es viele neue Mitarbeiter. Diese erhalten am Einführungstag Onboarding-Infos, die dann an Ort und Stelle mit einem Quiz über die Smartphones der Teilnehmer abgefragt werden. Bestehende Mitarbeiter frischen mit einem Quiz in Form eines Spielbretts ihr Wissen auf, wobei sie auf zusätzliche Lernressourcen, wie Videos zur Reanimation oder Brandmeldung, zugreifen können. Für Kollegen ohne eigenen PC-Arbeitsplatz, die etwa in der Reinigung oder der Wäscheversorgung arbeiten, wurden beim Rollout gezielt betreute Lernräume mit PCs eingerichtet.

Sarah Franke hat den Lerncontent selbst entwickelt und auch die Videos produziert: „Man braucht keine große E-Learning-Abteilung, um abwechslungsreiche Inhalte zu erstellen. Die Inhouse-Produktion hat viele Vorteile gegenüber der Produktion von Content durch externe Anbietern oder dem Kauf von vorgefertigten Modulen. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Fachexperten und dem Einsatz diverser Autorentools können wir Content, der speziell auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist, kostengünstig selbst produzieren. Durch die interne Vernetzung habe ich zudem einen Überblick über die Bedürfnisse der Vorgesetzten und Mitarbeitenden und kann das digitale Lernen schrittweise in den Betrieben der Stiftung etablieren und ausbauen.“

Als nächste Projekte plant Franke eine Blended-Learning-Schulung für die Einführung eines Tools zum digitalen Patientenmanagements (KIS) und ein E-Learning-Angebot zum Thema Händehygiene. Ihr Vortrag ist Teil der Kongress-Sektion Blended Learning, in der Heike Bette (Fresenius Kabi) und Melanie Kucharik (WWK Versicherung) weitere Praxisbeispiele vorstellen.

Diese Webseite verwendet Cookies, um dem Besucher eine bessere Surf-Qualität bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Widerruf finden Sie auf unserer Datenschutz Seite
Ich stimme zu | Meldung schließen