18.01.2018

Langsam aber sicher: Die Digitalisierung der Hochschulen schreitet voran

Die deutschen Hochschulen sind im digitalen Zeitalter angekommen. Aber noch ist kein flächendeckender Standard in Sachen digitaler Lehre erreicht.

Der Overhead-Projektor und das Handout auf Papier gehören nach wie vor zum Unialltag. Wie die Zukunft der Hochschullehre aussehen kann, zeigt das Programm von university@LEARNTEC am 30. Januar.

Langsam aber sicher: Die Digitalisierung der Hochschulen schreitet voran

Teildigitalisierte Lehrveranstaltungen, in denen Lernvideos oder digitale Präsentationstools zum Einsatz kommen, sind mittlerweile die Regel. Häufig werden Lernplattformen genutzt und, die an den Hochschulen bestehenden materiellen Voraussetzungen, sind laut Monitor Digitale Bildung der Bertelsmann-Stiftung angemessen.

Dr. Anne Thillosen (e-teaching.org / Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen), die mit Prof. Dr. Peter A. Henning (LEARNTEC-Kongresskomitee) das university@LEARNTEC-Programm zusammenstellte, merkt dazu an: „Bisher bleibt es vor allem einzelnen Hochschulangehörigen überlassen, wie sie aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste machen. Das Potenzial der Digitalisierung wird daher noch nicht ausgeschöpft. Umso wichtiger ist es daher, Projekte bekanntzumachen, die den Weg in die Zukunft zeigen.“

In einem Überblicksvortrag berichten Gabriele Irle und Prof. Dr. Johannes Moskaliuk aus dem Forschungsprojekt Digital Learning Map 2020, in dem der Stand der digitalen Hochschullehre in Deutschland kartografiert wird. Sie gehen der Frage nach, wie das Lernen mit digitalen Medien erfolgreich gestaltet werden kann.

In Vorträgen zu weiteren Querschnittsthemen befasst sich Prof. Dr. Klaus Kreulich mit der Notwendigkeit von Curricula-Veränderungen über die MINT-Fächer hinaus und Prof. Dr. Michael Marmann widmet sich den Fragen: Geht Hochschullehre auch agil? Bereichert der Einsatz von Projekttools wie Trello und Slack die Hochschullehre?

Zu den vorgestellten Projekten gehören:

  • Sectio Chirurgica: Ein Anatom moderiert live und interaktiv chirurgische Eingriffe an anatomischen Präparaten. Inzwischen hat die digitale Plattform 25.000 User.

  • Das Projekt AuCity will AR-gestützte Werkzeuge in der Hochschullehre etablieren. Die Präsentation orientiert sich am Educational AR Canvas, einem Gestaltungswerkzeug für den Lehreinsatz von Augmented Reality.

  • Peer-Assessment digital: PAssT! nutzt das Potenzial von studentischen Peer-Assessments für die akademische Kompetenzentwicklung und stellt ein Werkzeug dar, das Studierende und Lehrende dabei unterstützt.

  • Die Arbeit und Erfolge des OER (Open Educational Resources)-Teams der Uni Ulm.

  • Der Einsatz von Umfragetools in Live-Veranstaltungen.

  • Die Implementierung von Gamification in den Geisteswissenschaften.

  • Tele-Experimente mit Roboterfahrzeugen: Erfahrungen aus 20 Jahren.

Das Programm von university@LEARNTEC findet in der Messehalle 1 auf der Fläche des Branchenforums statt.

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