10.12.2018

Ex-Werbeboss fordert Payback-Punkte fürs Lernen

Bundestagsabgeordneter Thomas Heilmann (CDU)

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der erfolgreichen Werbeagentur Scholz & Friends, hält die politische Vermarktung des Themas Weiterbildung für suboptimal und macht sich für eine radikale Wende stark: Wer relevante Kurse belege, soll damit Punkte sammeln und mit Sachpreisen belohnt werden, ähnlich wie beim Bonussystem Payback im Handel. Auf diese Weise will der Jurist die Deutschen animieren, sich stärker fortzubilden. Seine Fraktionsgruppe stellte im November mit dem Konzept „Zukunft der Arbeit“ eine Art Bildungs-Netflix vor: Über die steuerfinanzierte, von künstlicher Intelligenz gesteuerte Internetplattform „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“, kurz MILLA, sollen sich alle Bürger kostenlos weiterbilden können, und zwar auf ihre Interessen und beruflichen Bedürfnisse zugeschnitten.

Lernthemen und Kurstitel könnten laut Heilmann beispielsweise „Agiles Arbeiten in einer Bank“, „Design Thinking“ oder „Einführung in die Programmiersprache Python“ sein. Die Anbieter der Kurse sollen entsprechend der Nutzung und Relevanz entlohnt werden. Der CDU-Politiker schätzt die Kosten auf ein bis drei Milliarden Euro jährlich.

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