17.01.2019

BASF setzt auf neue Formen der Bildung

Dass der weltgrößte Chemiekonzern bei der Digitalisierung seiner Werke vorprescht, versteht sich von selbst. Doch BASF will in seine Vorreiterrolle auch die Bildung und Schulung der Mitarbeiter einschließen.

Wie, das erläutert Dr. Frithjof Netzer, Chief Digital Officer des Konzerns, auf dem LEARNTEC Kongress 2019. Schon 2016 hat BASF die „Digital Plant“ ins Leben gerufen. Der Kern des Konzepts: Zu jeder bei BASF neu gebauten realen Anlage soll ein virtueller digitaler Zwilling entstehen. Er überspannt den gesamten Lebenszyklus der Anlage und dient als Instrument sowohl für die Planung als auch für die Abwicklung von Instandhaltungsmaßnahmen, Revisionen und Anlagenänderungen. So lässt sich durch die laufende Auswertung von Anlagenparametern, kombiniert mit Big Data-Analysen, schon vor dem Eintreten eines Störungsfalls proaktiv gegengesteuern.

LEARNTEC Kongress

Digitale Bildung braucht neue Ansätze

Analog setzt der Chemieriese auch beim Digital Learning auf Innovation: Schon vor über zehn Jahren schuf er das BASF-Lernzentrum. Dort werden neue Lerntechniken ausprobiert und mit modernen Lehr- und Lernkonzepten kombiniert. Die Erkenntnisse nehmen dann konzernweit ihren Weg in die Abteilungen. Zu Beginn des Projekts setzte das Lernzentrum lediglich den klassischen Ansatz „Lernen als Training” mit Hilfe neuer Techniken wie Webseminaren um. Inzwischen greifen die Änderungen viel tiefer, um langfristig wirksame neue Lernprozesse zu etablieren. So werden heute Mittel wie Virtual und Augmented Reality (VR und AR) oder Mobile Learning eingebunden – vor allem aber wird das Lernen selbst neu gestaltet. So können die Lernenden ihr Fortschritte eigenverantwortlich steuern und kontinuierlich in Self-Asessment-Phasen überprüfen. Wichtiges Instrument der Bildung ist bei BASF zudem der ständige Wissensaustausch über betriebseigene Lern-Communities.

Als Chief Digital Officer von BASF ist Dr . Frithjof Netzer auch für die moderne Gestaltung der Bildung im Unternehmen verantwortlich. Als Schlüsselelement seiner Arbeit definiert er den menschlichen Faktor. So sieht er beim Prozess der digitalen Transformation denn auch den Menschen im Zentrum. Das stellt viele tradierte Formen des Lernens in Frage. Netzers Ansicht nach ist beispielsweise die Verwendung von Spielelementen den traditionellen Change-Management-Programmen deutlich überlegen. Außerdem ist „mobile first" bei BASF zu einem Prinzip geworden, dem alle neuen Lernangebote folgen sollen. Aber auch die Umgebung muss stimmen, damit der Wandel funktioniert. Dazu gehört nicht zuletzt eine leistungsfähige und sichere IT-Umgebung.

Diese und weitere spannende Details des ambitionierten BASF-Konzepts erläutert Dr. Netzer im Rahmen des LEARNTEC Kongresses in seiner Keynote mit dem Thema „Bildung für die Digitalisierung“. Termin: 30. Januar, 9.30 Uhr, Konferenzsaal.

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