Andere arbeiten lassen? Learner Generated Content im Sprachtraining
Uta Zimmermann
Technologie 4 - 04.02.2010 - 10.00 bis 12.30 Uhr - Raum K6
Messe Karlsruhe - Konferenzebene

04.02.2010 10:30-11:00
Die traditionellen Strukturen der Wissensvermittlung verlieren angesichts der im Internet weltweit und 24/7 verfügbaren Vielfalt an Informationen und Lerninhalten zusehends an Bedeutung.
Längst hat sich das Bild der klassischen Lernsituation – der Lehrer gibt sein Wissen an die Schüler weiter – verändert: In Zeiten des „Mitmach-Web 2.0“, in dem nicht mehr Experten allein das Wissen kontrollieren, sondern jeder Nutzer gleichzeitig auch Autor sein kann, verschiebt sich das traditionelle Lehrer-Schüler-Verhältnis zunehmend hin zu einem offenen Austausch: Der traditionelle Frontalunterricht wird zu einem aktiven „Mitmach-Unterricht“.
Relevante Lerninhalte entstehen im Austausch zwischen Experten und Kursteilnehmern, immer häufiger basierend auf dem Fachwissen der Lerner. Die Online-Sprachschule CLT von digital publishing nutzt die Möglichkeiten des Rückkanals über das Internet mit einem „lernenden“ Content Management Systems: Über Lernplattformen und Evaluationssysteme sowie im Virtual Classroom entsteht bei dp ein Wissensnetzwerk, in dem Lerner-generierte Inhalte und berufliches Fachwissen der Lerner und das sprachliche Expertenwissen der Trainer und Tutoren zu einem kohärenten Sprachlernsystem verwoben werden. So garantiert CLT ein Sprachentraining, das den Ansprüchen der Lerner in Bezug auf Relevanz und Aktualität der Lerninhalte entspricht und gleichzeitig höchsten didaktischen Qualitätsansprüchen genügt.
Hürden, die es bei Entwicklung, Einsatz und Qualitätssicherung entsprechender Inhalte zu überwinden gilt, sind ebenso Thema des Vortrags, wie die Anforderungen an ein Verwaltungssystem zur Erfassung aller Lernergebnisse und die Klärung der Frage, wie mobile Kursteilnehmer über das Internet betreut werden können.